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      • Von zarillo Schraubenverwechsler(in)
        Zitat von PCGH_Torsten

        Ihr beschreibt beide das Gleiche: Selektion durch den Nutzer. Darum geht es in der Springerklage aber gar nicht, sondern um Selektion durch den kommerziellen Anbieter Eyeo. Jeder hat die Möglichkeit und das Recht, durch Filterlisten seinen Zugang zum Internet selbst einzuschränken und durch Stylesheets die Darstellung seines Browsers zu beeinflussen. Personen mit Sehbehinderung sind zum Teil sogar dazu gezwungen.
        Sorry Torsten, aber da liegst du einfach falsch.

        Im Urheberrecht geht es eben nicht darum, ob jemand kommerziell oder nicht kommerziell handelt, das ist Sache des Wettbewerbsrechts und das hat der BGH gerade zugunsten von eyeo entschieden. Hier geht es um die Frage, ob der Nutzer eines mit beliebigem Adblocker konfigurierter Browsers gegen Urheberrecht verstößt, wenn er Skripte beim Besuch einer Webseite nicht lädt, oder eigene Formatierungen verwendet.

        Lies mal § 69c UrhG. Die Frage ist allein, ob es ein Computerprogramm gibt und ob der Nutzer das illegal verändert mit seinem Browser. Wenn ja, ist er haftbar. Der Hersteller der Software (so wie z.B. im Filesharing auch) haftet dann nur nachrangig.
      • Von ak1504 BIOS-Overclocker(in)
        Dieser Axel Springer Verein soll sich doch bitte endlich löschen. Danke.
      • Von DKK007 PCGH-Community-Veteran(in)
        Zitat von Mahoy
        Dein Ruf basiert ja gerade darauf, dass die Leser wissen, dass du das Produkt zwar als total sexy präsentierst, es aber trotzdem knallhart neutral bewerten wirst.
        Was aber nur geht, wenn man wirklich ehrlich ist und auch mal ein Produkt durchfallen lässt.
      • Von Mahoy Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Diese Summen erhält man nicht allein dafür, dass man kurz einen Herstellernamen erwähnt; schon gar nicht in Print.
        Den Bereich Print würde ich sogar erst einmal komplett außen vor lassen, zumal es dort keine Werbeeinblendungen gibt. Auch dass die (lobende) Erwähnung von Herstellernamen nur eine sehr überschaubare Vergütung erfährt, dürfte niemanden überraschen.

        Zitat
        Auch wenn ich es ohne direkte, juristisch relevante Anschuldigungen nicht detailiert ausführen kann, gehe ich auch davon aus, dass du falsche Vorstellungen davon hast, für welche Werbeformen wieviel gezahlt wird und in welchem Ausmaß subversive Werbung praktiziert wird.
        Du wärst vermutlich überrascht, wie weit meine diesbezüglichen Vorstellungskraft geht.
        Ich möchte das aber gar nicht weiter vertiefen. Wie schon geschrieben, es geht um die Adaption von Verfahren, die offenkundig größere Akzeptanz seitens des Verbrauchers erfahren und legal sind und selbst den Presserat nicht aus dem Schlaf reißen.

        Es ist ein offenes Geheimnis ist, dass ein wesentlicher Teil der Werbeeinnahmen nicht durch das entsteht, was im Browser angezeigt oder vom Verbraucher angeklickt wird, oder zu konkreten Transaktionen führt, sondern durch das, was im Hintergrund abläuft. Das ist gewissermaßen legale Subversivität und davon kann man auch die bei PCGH.de geschaltete Reklame nicht freisprechen.
        In sofern weiß ich nicht, ob es zielführend ist, hier eine moralisch erhabene Position einzunehmen (Auch wenn deine Einstellung dich ehrt ...). Neben Wirtschaftlichkeit und Kundenakzeptanz interessiert letztlich nur die Legalität und die Wahrnehmung der journalistischen Sorgfaltspflicht.
        Wie du schon sagst: Man kann Produkte in verschiedenster Form lobhudeln. So ziemlich alles davon wäre in Ordnung, so lange die etwaige sachliche Bewertung des Produkts davon unbenommen ist und der Leser nicht genervt ist.

        Dass das Ganze dann teilweise schizophren wirkt ... Geschenkt. Dieses Problem ist keineswegs neu. Schon als Online-Content noch gar kein Thema war, kam nur sehr gelegentlich Verwunderung auf, wenn in einem reinen Print-Magazin ein Produkt getestet wurde und in der Anzeigenspalte daneben Werbung für dieses Produkt auftauchte, die mit dem Testergebnis - schonend formuliert - nur bedingt korrespondierte.

        Zitat
        Bei den großen Stars sollen vier, teilweise fünfstellige Summen dafür fließen, dass sie etwas nur in die Hand nehmen – was noch okay ist, solange sie im Anschluss frei und kompetent ihre Meinung dazu sagen. Andere Webseiten veröffentlichen täglich umfangreiche "Tests", obwohl sie in der Branche als 1-Mann-Unternehmen bekannt sind.
        Genau das. Werbung kann und darf subversiv sein. Entscheidend ist, dass die Rezipienten sie akzeptieren und sie weiterhin sauber von den redaktionelle Inhalten getrennt ist. Sachlich getrennt, nicht von der Präsentation her.

        Wenn beispielsweise du ein Produkt in die Hand nimmst und dein Ruf geeignet ist, diesen Akt zu monetarisieren, dann ist dagegen nichts einzuwenden. Dein Ruf basiert ja gerade darauf, dass die Leser wissen, dass du das Produkt zwar als total sexy präsentierst, es aber trotzdem knallhart neutral bewerten wirst.
        Worauf der Leser anschließend seine Kaufentscheidung fußen lässt, muss dich nichts angehen, denn du hast die Fakten geliefert.
      • Von PCGH_Torsten Redaktion
        Zitat von Mahoy
        Offensichtlich mehr Text als einige zu lesen bereit sind
        Mit Bezug auf Fanprojekte magst du recht haben. Server- und heutzutage Traffic-Kosten sind das kleinste Problem. Wenn man ein eigenes Admin-, Entwickler- sowie zwecks Reichweitenerlangung SEO-Team, vor allem aber eine eigene Redaktion bezahlen muss, hat man ganz andere Kosten zu decken.

        Ich kann (und würde) keine genauen Zahlen nennen, aber PCGH.de ist schon lange kein vom Print-Heft querfinanziertes Produkt mehr, das Geld fließt in Gegenrichtung respektive es gibt keine reinen "Print"-Redakteure mehr. Hinter dem Online-Angebot, dass die hier anwesenden offensichtlich gerne nutzen, stehen zehn Vollzeit-Redakteure, ein halbes dutzend freier Mitarbeiter und ein sechs bis acht Techniker. Letztere sind zwar Computec-weit aktiv, aber wir stellen eine der wichtigsten Seiten des Verlages und haben einen entsprechenden Anteil an der Arbeit. Auch wenn ZAMs xte "https kommt noch"-Entschuldigung und die Typo-Quote mancher News bei nicht eingeweihten Fragen an der Effizienz dieser Truppe aufkommen lassen, reden wir hier von einer ganzen Menge Arbeitsplätze, die finanziert werden wollen. Und das beinhaltet nicht nur das berüchtigte "gehalt" mit kleinem G, dass am Ende des Monats auf Konten ankommt, sondern auch die arbeinehmerseitigen Nebenkosten, die physischen Arbeitsplätze selbst und, auch das will niemand abstreiten, einen gewissen Gewinn der an die Muttergesellschaft/den Besitzer abzuführen ist.

        Diese Summen erhält man nicht allein dafür, dass man kurz einen Herstellernamen erwähnt; schon gar nicht in Print. Auch wenn ich es ohne direkte, juristisch relevante Anschuldigungen nicht detailiert ausführen kann, gehe ich auch davon aus, dass du falsche Vorstellungen davon hast, für welche Werbeformen wieviel gezahlt wird und in welchem Ausmaß subversive Werbung praktiziert wird. Gerade bei Youtube-Influencern, sind der explizit mit Video eingeblendete oder ausdrücklich genannte Sponsor (wahrscheinlich) nur der Anfang. Im gesamten restlichen Video werden diverse Produkte gezeigt, genutzt und erwähnt. All das lässt sich vermarkten und für einige dieser integrierten Werbeformen wird mehr gezahlt als für eine plakative Anzeige, die wesentlich mehr Raum einnimmt, aber von jedem als solche erkannt wird. Von den Produkten, die im eigentlichen Zentrum des Beitrages stehen, ganz zu schweigen. Bei den großen Stars sollen vier, teilweise fünfstellige Summen dafür fließen, dass sie etwas nur in die Hand nehmen – was noch okay ist, solange sie im Anschluss frei und kompetent ihre Meinung dazu sagen. Andere Webseiten veröffentlichen täglich umfangreiche "Tests", obwohl sie in der Branche als 1-Mann-Unternehmen bekannt sind.

        Offizielle Sponsoren sind nur eine Spitze am Eisberg. Wer eine zu kleine Zielgruppe erreicht, um anders über die Runden zu kommen, oder schlicht keinen Skrupel kennt, der findet weitaus lohnendere Einnahmequellen.
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