[26/11/2021] Hogwarts Legacy: Der Hype ... Ich bin weder ein großer Fan von Harry Potter noch Anhänger der Massenhysterie. Als die Bücher zuerst erschienen, habe ich mich schon mit den etwas erwachseneren Büchern von u. a. George R. R. Martin, Glen Cook, Steven Erikson und etwas später den Romanen von Joe Abercrombie beschäftigt. Harry Potter war mir damals etwas zu sehr Jugendbuch. Zu zahm, zu wenig Grim Dark, zu wenig blutig und zu wenig nackig. Die Filme habe ich mir im Grunde auch nur gegeben, weil ich mir im Gegenzug Entgegenkommen weiblicher Begleitungen erhofft habe – was angesichts der Materie ein bisschen weird klingt, aber hey. Ich war es ja nicht, bei dem die Filme um irgendwelche Zauberlehrlinge, haarige Zwerge, Schulsport oder der Anblick von gesichtslosen Glatzköpfen kribblige Gefühle auslösen sollten. Anyways. Das Spiel gefällt mir als Nicht-Harry-Potter-Fan trotzdem ziemlich gut, ich bin insbesondere von der Inszenierung, den wirklich filmreifen Zwischensequenzen und dem tollen Design angetan. Es steht für mich außer Frage, dass an dieser Stelle sehr viel Arbeit, Kunstfertigkeit und Fan-Service in das Spiel investiert wurde, man kann es zweifellos erkennen. Und könnte verstehen, wenn Potter-Fans diesbezüglich ein wenig aus dem Häuschen geraten. Ob ich es privat spielen werde? Vielleicht, mal sehen, wie lange ich mich das Ding professionell noch beschäftigt, davon brauche ich dann wahrscheinlich erst wieder ein wenig Abstand, damit ich auch privat Spaß an dem Zauberabenteuer habe. (Philipp Reuther)