Asus ROG Kithara im Test: Hifi-Kopfhörer im Headset-Gewand
Das Asus ROG Kithara tritt aus der Reihe eines typischen Gaming-Headsets heraus: planare Treiber, offene Bauweise und ein rein analoger Anschluss. Wir haben das HiFi-Headset genauer unter die Lupe genommen.
Inhaltsverzeichnis
Asus bringt mit dem ROG Kithara ein ungewöhnliches Headset auf den Markt. Denn unter dem ROG-typischen Namen versteckt sich eigentlich ein ausgewachsener Hifiman-Kopfhörer mit planaren Treibern. Zum Headset wird das Kithara erst durch ein zusätzliches Kabel, das ein Arm-Mikrofon zwischenschaltet. Doch was kann solch ein Hybrid, der weniger auf Gaming und mehr auf Audiophilie setzt?
Aufmachung und Ausstattung
Das Headset kommt sauber verpackt im edlen Karton. Durch das Schaumstoff-Insert sitzt hier alles beim Transport sicher. Und das ist auch gut, denn ein zusätzliches Case gibt es leider nicht. Dafür liegen ein zweites Paar Ohrpolster mit anderer Soundausrichtung, eine Anleitung sowie das schon erwähnte Mikrofon und Adapter für 3,5-, 4,4- und 6,3-mm-Klinke bei. Außerdem gibt es einen USB-C-Adapter, mit dem auch Mobilgeräte ohne Klinkenanschluss genutzt werden können. Schon an dieser Ausstattung sieht man die Tendenz Richtung Kopfhörer. Das Kithara bietet kein Wifi und besitzt keine integrierten Wandler, Verstärker, Soundprofile oder dergleichen.
Feature-Armut? Liesse sich so betrachten, man kann es aber auch auf andere Art interpretieren: Nichts limitiert die Qualität des Kopfhörers, weder das komprimierte Drahtlossignal noch eine suboptimale integrierte Elektronik. Wird das Gerät an einem guten Vorverstärker und Wandler betrieben, sind dem Sound wenige Grenzen gesetzt. Ein Vorverstärker oder zumindest ein Gerät mit hohem Output sind dabei grundsätzlich empfehlenswert. Die verbauten planaren Treiber benötigen einen deutlich höheren Pegel als das dynamische Pendant, um dieselbe Lautstärke zu erreichen. In der Praxis war das mit einem iPhone überhaupt kein Problem, der Audioausgang unserer Bürorechner kam allerdings an seine Grenzen.
Anschlüsse
Auf dem Kopf
Beim Aufsetzen fällt sofort auf, wie groß die Ohrmuscheln ausfallen. Das ist auf den Bildern schwer einzuschätzen. Über eingeklemmte Ohrläppchen braucht man sich gar keine Sorgen zu machen. Doch wer einen sehr kleinen Kopf hat, könnte etwas mit den Ausmaßen und dem leichten Sitz kämpfen, größere Köpfe haben es etwas einfacher. Die Ohrmuscheln sind zweiachsig aufgehängt und passen sich gut den Wangen an. Das Kopfband ist verstellbar und sitzt am gebogenen Stahlbügel. Im Praxistest zeigt sich, dass die Kopfbandjustierung - ein auf Rastung basierendes Konzept - dazu neigt, sich selbst zu verstellen, wenn beispielsweise der Kopfhörer abgesetzt wird. Wir hätten uns hier eine festere Einrastung gewünscht.
Quelle: PC Games Hardware
Die Bügelkonstruktion ist hervorragend verarbeitet, die Rasterung der Einstellung könnte allerdings etwas fester zupacken.
Die ganze Konstruktion ist jedoch sehr gut verarbeitet. Allerdings ist der Anpressdruck auf den Kopf relativ gering. Das sorgt zum einen dafür, dass der Kopfhörer selbst nach vielen Stunden nicht unangenehm zu tragen ist, aber auch dafür, dass der Kopfhörer bei schnellen Kopfbewegungen schnell verrutschen kann. Denn auch das Gewicht ist etwas höher als bei typischen Headsets. Das Kithara ist weniger für die mobile Nutzung in Bus und Bahn gedacht, sehr viel mehr für die gepflegte Session am Rechner oder das entspannte Musikhören auf der Couch.

(was aber ganz gut passt)
Aber wenn du die dunklen Audeze ernsthaft mit Beyerdynamic gleichsetzt, hast du ohnehin noch einen weiten Weg vor dir und Hifiman sind dann auch eher nichts für dich.
Das Kithara ist für ein Hifiman wiederum sehr "zahm" abgestimmt.
Das Kithara dreht aber definitiv Kreise um das Maxwell 1 und Maxwell 2.
Mit Beyerdynamic brauchen wir da gar nicht erst anfangen. ^^
Aber die Idee ist toll.
Jetzt die Frage: Wo reiht es sich ein?
Wie soll ich aus dem Absatz den Klang beurteilen:
Das liest sich wie 1 zu 1 aus dem Marketingmaterial abgeschrieben. Wieso gibt es keine Vergleiche zu anderen Headsets? Wieso gibt es keine Vergleiche geschlossenen Kopfhörern/Headsets? Wieso gibt es keine Vergleiche zu offenen Kopfhörern/Headsets? Wieso gibt es keine Vergleiche zu günstigeren und teureren Modellen?
Beim Mikrofon das Gleiche:
Was soll ich da rauslesen? Mit was wurde verglichen? Wieso gibt es keine Testaufnahme? Wieso gibt es dazu keine Testaufnahmen der Konkurrenz?
Ich hoffe das kommt auch so wie es gemeint ist rüber, als ehrliche Kritik, und nicht nur als Hate Kommentar.
Zum Thema Headset-Vergleich kommt in Kürze unser Plus-Artikel, wo wir auch das Audeze Maxwell 2 (geschlossen) und Fostex T50RPmk4g+ (halboffen) mit im Test haben. Wir vergleichen die Headsets dazu mit einem dynamischen Pendant, dem DT 1990 Pro MK II von Beyerdynamic.
Die Mikrofon-Audioaufnahmen sind ein guter Punkt, ich habe von allen drei Headsets bereits Mikrofon-Mitschnitte, die wir demnächst mit reinpacken werden.
Aber wenn du die dunklen Audeze ernsthaft mit Beyerdynamic gleichsetzt, hast du ohnehin noch einen weiten Weg vor dir und Hifiman sind dann auch eher nichts für dich.
Habe das Audeze Maxwell 1 und ich kann euch sagen das ist mit abstand das beste Headset das ich je hatte. Und ich hatte viele.
Für mich hört sich der Test nach Marketing Gequake von und für ASUS an. Kann so etwas nicht mehr ernst nehmen.