Steel Series Siberia Elite: Edles 200-Euro-Headset im Hands-on-Test auf der Gamescom
Das Siberia Elite ist das neue Headset-Topmodell von Steel Series. Es verfügt über 50-mm-Lautsprecher, virtuellen Raumklang per Dolby-Technik und weiteres nützliches Zubehör. Am ruhigen Fachbesucherstand auf der Gamescom konnten wir das 200 Euro teure Siberia Elite erstmals ausprobieren.
Das Siberia V2 wurde seit 2004 in 29 individuellen Versionen aufgelegt. Auf der Gamescom zeigte Steel Series erstmals den Nachfolger. Dieser heißt allerdings nicht V3, sondern Siberia Elite und unterstreicht damit den Anspruch als neues Topmodell. Beim Ausprobieren hat uns die hochwertige Verarbeitung bereits gefallen. Auch das außergewöhnliche Design, wahlweise in Schwarz oder Weiß samt Beleuchtung (die sich per Software kontrollieren lässt), traf den Geschmack des Testers. Nützlich finden wir auch das Zubehör: Sie haben die Wahl, ob Sie das Headset per USB oder Mini-Klinke-Steckern anschließen. Auch ein Adapter für dreipolige Mini-Klinke-Buchsen (etwa bei vielen aktuellen Smartphones üblich) ist dabei - ebenso wie ein Verlängerungskabel. Das flache Kabel hat uns ebenfalls gut gefallen.
Wie das Siberia V2 verfügt das neue Topmodell über einen flexiblen Kopfbügel, Sie müssen diesen also nicht manuell auf ihre Kopfgröße anpassen. Der Bügel ist ebenso weich gepolstert wie die Hörmuscheln - Steel Series spricht hier von Memory Foam (Schaumstoff). Allerdings fiel uns beim kurzen Test vor Ort auf, dass das Siberia Elite aufgrund des flexiblen Kopfbügels relativ locker sitzt. Zudem störte uns, dass es keine Polsterung vor den Lautsprechern gibt. Leicht abstehende Ohren, wie die des Testers, liegen daher zum Teil auf hartem Plastik. Auch beim kurzen Klangtest hätten wir uns gerade im Tieftonbereich eine feinere Detaillierung gewünscht. Allerdings handelte es sich um ein Vorabmodell und die Klangqualität ist laut Steel Series noch nicht final.
In der Praxis bietet das Siberia Elite viele clevere Details. So können Sie mit einem Drehregler an einer Hörmuscheln die Lautstärke bestimmen. An der anderen Seite schalten Sie das Mikrofon stumm. Dann leuchtet eine LED am Mikrofon auf. Der stabile Mikrofonarm lässt sich einfach in die Hörmuschel schieben. Zudem können Sie das Mikrofon bei Bedarf auswechseln. Nützlich ist auch der zusätzliche Mini-Klinke-Port am Headset, an dem Sie einen weiteren Kopfhörer anschließen können. Da es sich um einen geschlossenen Aufbau handelt, dringt wenig von dem, was Sie wiedergeben, nach außen. Zudem werden Umgebungsgeräusche passiv unterdrückt.
Das Siberia Elite soll ab Oktober für rund 200 Euro in Schwarz oder Weiß erhältlich sein.
(Optisch und technisch