Atari VCS: Gamers Nexus veröffentlicht ersten Kurztest
Nachdem die ersten Crowdfunding-Unterstützer des Atari VCS ihre Konsole Ende Dezember 2020 erhalten haben, konnte Gamers Nexus die neue Gaming-Hardware einem ersten Test unterziehen. Wir fassen das Ergebnis des Kurztests zusammen.
Drei Jahre nach der ursprünglichen Ankündigung und mehrere Verschiebungen später hat der Atari VCS mittlerweile endlich den Weg in die Hände erster Unterstützer der Crowdfunding-Kampagne auf Indiegogo gefunden. Die Konsole liegt mit einem Endpreis von 390 US-Dollar etwa auf dem Niveau der Discless-Version der PS5 und der Xbox Series S.
Endkunden bekommen für diesen Preis ein Hardware-Paket mit folgenden Spezifikationen:
- Betriebssystem: Atari Custom Linux OS (Linux Kernel) mit Möglichkeit zur Installation anderer Betriebssysteme (z.B. Windows 10, Steam OS, Chrome OS oder andere Linux-Distributionen)
- APU: AMD Raven Ridge 2 (2 Kerne, 4 Threads, 2.6 GHz Basistakt, 3.5 GHz Boost)
- GPU: AMD Radeon Vega 3
- Speicher: 32 GB eMMC, interner Slot für M.2 SSD
- RAM: 8 GB DDR4 (aufrüstbar)
- Drahtlos: Wi-Fi 802.11 b/g/n 2.4/5GHz, Bluetooth 4.0
- Anschlüsse: HDMI 2.0, Gigabit Ethernet, 4x USB 3.1, Joystick, Controller, Mikrofon
- Support für Tastatur und Maus per USB oder Bluetooth
- integrierter Atari-Vault mit mehr als 100 klassischen Atari-Spielen
Der Atari VCS besitzt kein optisches Laufwerk, Nutzer können also ausschließlich digitale Downloads auf der Konsole spielen.
Ob der Atari VCS seinen Preis wert ist, hat die Redaktion von Gamers Nexus in einem kurzen Testvideo geklärt:
Das Fazit der Tester: Der Preis von mehr als 300 US-Dollar ist überzogen, aber die Konsole liefert ein besseres Gesamtbild als erwartet. Wer den Atari VCS für 200 US-Dollar bekommt, kann laut Gamers Nexus aber durchaus zuschlagen und bekommt ein solides Retro-Paket. Atari verkauft die Konsole aber vorerst nur in den USA, Australien und Neuseeland, wobei Vorbesteller derzeit Probleme haben, ein Exemplar zu bekommen. Ob der Atari VCS irgendwann auch hierzulande regulär zu haben sein wird, bleibt abzuwarten.
Quelle: Gamers Nexus (via Planet3DNow)

Wir Konsumenten (ich nehme mich da ganz explizit nicht aus) vergleichen dann die Preise, die Hardware, die angebotenen Spiele und schon können wir solchen Geräten nicht mehr viel abgewinnen.
Oft wird sowas dann vielleicht eher von jenen gekauft, die da ein wenig mit den Betriebssystemen spielen wollen usw., aber zu solchen Preisen doch vermutlich nicht viele tatsächliche Retrofans.