PCGH-Plus Label [PLUS] Strom sparen durch Undervolting bei Grafikkarten und CPUs: gigantisches Potenzial

PCGH Plus: Ihr PC wird im Sommer störend laut und Sie fürchten sich vor der nächsten Stromrechnung? Gegen beides hilft Undervolting. Wir zeigen, wie einfach das geht. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 09/2022.

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 Strom sparen durch Undervolting bei Grafikkarten und CPUs: gigantisches Potenzial
Quelle: MEV

Strom sparen durch Undervolting

Durch gestiegene Kosten bei der Stromerzeugung in Kohle- und Gaskraftwerken, Produktionsrückgänge bei erneuerbaren Energien und gleichzeitig großer Nachfrage aus der Wirtschaft befinden sich die Strompreise auf einem sehr hohen Niveau. Der Krieg in der Ukraine und die Sanktionen gegen Russland könnten die Strompreise für Endkunden weiter steigen lassen. Die Strompreise sind in den letzten 12 Monaten so stark gestiegen wie nie zuvor. Im Juli 2022 kostet eine Megawattstunde Strom 270 Euro (Stand: 15. Juli). Im Vorjahreszeitraum kostete die gleiche Menge lediglich 80 Euro - das entspricht einem Plus von 238 Prozent! Hinzu kommen erhöhte CO²-Abgaben, welche auf diese Energieträger fällig werden. In der Folge bewegt sich der Börsenstrompreis auf einem Rekordniveau und viele Stromanbieter geben die Steigerungen an die Verbraucher weiter. Die Anbieter kalkulieren aufgrund der dynamischen Situation am Strommarkt die Preise ständig neu. Was kostet aktuell überhaupt eine Kilowattstunde Strom? Der durchschnittliche Strompreis in Deutschland betrug 2021 32,16 Cent, im Juni 2022 kostet die Kilowattstunde 40,5 Cent. Der Strompreis setzt sich aus vier Bestandteilen zusammen: staatliche Abgaben, Steuern, Netzentgelte sowie Energiebeschaffung/Vertrieb. Auf die drei erstgenannten Punkte hat der Versorger keinerlei Einfluss. Die Steuern sowie die Abgaben muss der Stromanbieter fix für jede verbrauchte Kilowattstunde abführen. Hierzu zählte bislang auch die EEG-Umlage, welche erhoben wurde, um die umweltschonende Erzeugung von Strom zu fördern. Sie wurde im Juli 2022 abgeschafft.

Da kann einem die Lust auf das Hobby PC-Gaming schon einmal vergehen, allerdings sind die größten Stromfresser im Haus meist Kühlschrank, Elektroherd und der Wäschetrockner. Trotzdem können Sie mit ein paar einfachen Maßnahmen den Stromverbrauch am Gaming-PC merklich senken. Das ist nicht nur gut fürs Gewissen, sondern spart auch bares Geld und sorgt obendrein für eine leisere Arbeits- und Spiele-Umgebung, denn eine geringere Leistungsaufnahme bedeutet auch weniger Abwärme durch Grafikkarte und Prozessor.

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