PCGH-Plus Label [PLUS] Kein Geld zum Aufrüsten? Geld sparen durch Detail-Tuning in Anno 1800, Cyberpunk 2077 oder Elden Ring

PCGH Plus: Wir nutzen die größte Stärke des PCs: seine Flexibilität. Wer cleveres Detail-Tuning betreibt, hat mehr Fps und muss für neue Grafikkarten und Prozessoren nicht so tief in die Tasche greifen. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 10/2022.

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 Kein Geld zum Aufrüsten? Geld sparen durch Detail-Tuning in Anno 1800, Cyberpunk 2077 oder Elden Ring
Quelle: PC Games Hardware

Hardware aufgespart

Energie sparen und Effizienz sind in aller Munde - kein Wunder, bei den hohen Preisen für Strom und Gas. Leider kommt dabei allzu schnell das Gefühl auf, dass man auf etwas verzichten muss. Sind wir ehrlich: Das möchte man als PC-Spieler eigentlich nicht. Natürlich gibt es wichtigeres als reine Grafik, doch am Ende sorgt ein schönes Bild für die optimale Immersion, welche uns aus dem stressigen Alltag in die Entspannung führt. Maximale Grafikdetails erfordern jedoch teils sehr potente Hardware und je höher die Auflösung ausfällt, desto tiefer muss man in die Tasche greifen. PC-Spiele(r) haben allerdings einen Vorteil: die Grafikoptionen. Meist dauert die Einrichtung nicht lange und mit ein paar Handgriffen lassen sich viele Fps freischaufeln, die letztlich bares Geld sparen, weil nicht mehr die teuerste Hardware verbaut werden muss. Wir schauen uns viele populäre Spiele an, die auf grundverschiedene Grafik-Engines setzen und zeigen Ihnen, wie Sie mit gezieltem Detail-Tuning mehr Fps erhalten, ohne auf optische Brillanz verzichten zu müssen.

Zum Einsatz kommt ein handelsübliches System, bestehend aus einem MSI B550 Unify-X Mainboard, 32 GiByte DDR4-3600 RAM, einem AMD Ryzen 7 5700X Prozessor und zwei verschiedenen Grafikkarten: RTX 3090 und RTX 2070.

Warum immer Ultra?

Was bedeuten eigentlich die Grafikoptionen, wie "Mittel", "Hoch" oder "Maximal"? Es sind nur Bezeichnungen bestimmter Parameter, welche die Entwickler in den Grafikoptionen zur Anpassung freigeben. Bei den Schatten wird beispielsweise die Distanz und Auflösung definiert, bei Objekten die Vielfalt ihrer Darstellung und bei den Geländedetails die Grasdichte und das Level of Detail, sprich, ab welcher Entfernung Gräser geladen werden, vom Spieler aus gesehen. Im optimalen Fall testen die Entwickler vorher, wie sinnvoll die einzelnen Presets sind, und erstellen anhand dessen die Mindestanforderungen. Dass so etwas auch mal nach hinten losgehen kann, zeigte sich beim Release von Dying Light, um mal ein prominentes Beispiel zu nennen. Wer dort die Sichtweite in den Optionen auf 100 Prozent gestellt hat, änderte im Einstellungswerk dahinter den "VisRange"-Wert auf 8,26. Die Folge war eine zu hohe Sichtweite, welche zahlreiche CPUs nicht bewältigen konnten, da zu viele Objekte geladen wurden. Der Entwickler hat mit einem Patch Abhilfe geschaffen, welcher den "VisRange"-Wert bei 100 Prozent Sichtweite auf 2,6 veränderte. Dies ist zwar ein Einzelfall, zeigt aber eindrucksvoll auf, dass sich hinter den höchstmöglichen Details eher eine psychologische Komponente als ein realer Nutzen verbirgt. Der Spieler fühlt sich einfach wohler, wenn er weiß, dass sein System die maximalen Details bewältigen kann. Dabei sind es gerade die Detailstufen darunter, meist "Hoch" oder "Sehr Hoch", die für viele die sinnvollere Konfiguration wäre, sogar mit High-End-Hardware. Genau das haben wir für dieses Special getan: Details reduziert, die man beim Spielen nicht sieht. Die Mehrleistung nehmen wir dankend entgegen, die erhöhte Effizienz durch geringere Auslastung ebenfalls.

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Folgende Themen finden Sie im Artikel: 
  • Warum eigentlich immer Ultra-Details?
  • Drehen Sie an den Reglern!
  • Beispiel für Detail-Tuning: Anno 1800, Watch Dogs: Legion, Kena: Bridge of Spirits, Cyberpunk 2077, Elden Ring, Hitman 3, The Riftbreaker, Total War: Warhammer 3, Assassin's Creed Valhalla
  • Detail-Tuning: Benchmarks in 9 Spielen
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