Tesla S20-Serie: Nvidia stellt erste Fermi-Grafikkarte vor
Die Nvidia Tesla C2050 und C2070 sind die ersten Grafikkarten auf Basis von Nvidias Fermi-Architektur. Nvidia stellt die beiden Compute-Grafikkarten mit bis zu 630 Double-Precision-GigaFLOPS heute im Rahmen der Supercomputing 09 zumindest auf dem Papier vor.
Quelle: http://www.nvidia.com
Nvidia Tesla-20-Serie: Erste Grafikkarten auf Basis der Fermi-Architektur. (17)
Der Fermi ist aus dem Sack: Tesla C2050 und C2070 - so heißen die ersten Fermi-basierten Grafikkarten nun ganz offiziell (PC Games Hardware berichtete). Daneben gibt es noch die 1U-Systeme für Rack-Mounts in Rechenzentren und großen Servern, welche über je vier Fermi-GPUs verfügen und auf den Namen Tesla S2050 und S2070 hören.
Die unterschiedliche Nummerierung bezieht sich dabei auf den Speicherausbau der Systeme: Während die 2050er-Modelle mit 3 Gigabyte GDDR5-RAM pro Fermi-GPU auskommen müssen, werden die 2070er-Varianten mit 6 Gigabyte GDDR5-RAM ausgestattet werden. Richtig gelesen "werden werden" - denn zu kaufen gibt es die Tesla-20-Serie noch nicht. Laut Nvidia Roadmap werden die ersten 2050er-Produkte im Q2 2010 lieferbar sein, die 2070er-Modelle folgen dann im dritten Quartal des nächsten Jahres.
Preise nennt Nvidia auch schon:
• Tesla C2050: 2.499 US-Dollar
• Tesla C2070: 3.999 US-Dollar
• Tesla S2050: 12.995 US-Dollar
• Tesla S2070: 18.995 US-Dollar
ECC durch Kapzitätsverringerung
Eines der Killerfeatures für den Server- und Supercomputing-Markt ist die durchgehende ECC-Absicherung der Speicher. Beim GDDR5-Hauptspeicher erreicht Nvidia dies, indem eines von acht Bits für ECC-Prüfsummen genutzt wird. Entsprechend verringert sich die Kapazität des zur Verfügung stehenden RAMs dadurch: Aus 6 werden 5,25 und aus drei 2,625 Gigabyte nutzbaren, ECC-geschützten Speichers.
630 GFLOPS Double-Precision
Mit der Nutzung von Fermi-basierten Compute-Karten lasse sich die dreizehnfache Double-Precision-Leistung im Vergleich zu aktuellen CPUs erreichen, gibt Nvidia an: Pro Fermi-GPU wären das 520 bis 630 GigaFLOPS in doppelter Gleitkommagenauigkeit. Der exakte theoretische Spitzenwert hängt von der Taktfrequenz der Shader-ALUs ab. Hier hat Nvidia wohl noch keine endgültige Festlegung getroffen. Nach derzeitigem Kenntnisstand entsprächen die Werte 1.015 bis 1.230 MHz Shader-Takt. Sollten diese niedrigen Takte auch in die Geforce-Reihe Fermi-basierter Grafikkarten durchschlagen, hätte Nvidia wohl ein ernstes Problem. Allerdings sollte man bedenken, dass im Haupt-Einsatzgebiet der Tesla-S-20-Reihe, dem Supercomputing, eine Leistungsskalierung nicht über einzelne Taktfrequenzen geschieht, sondern über die schiere Anzahl der eingesetzten Prozessoren. Überdies sind Tesla-Karten oft ganz anderen Anforderungen als normale Geforce-Grafikkarten ausgesetzt- allerdings auch bei besserer Kühlung.
Wie immer stellt sich dabei die Frage, wieviel davon in der Praxis ankommt und wie der Programmierer sie nutzen kann. In der theoretischen Spitze erreicht AMDs Ati Radeon HD 5870 bereits über 540 GFLOPS (DP) - kann aber im Gegenzug zum Beispiel nicht einfach in den verbreiteten Programmiersprachen Fortran oder C++ for GPU angesprochen werden.
190 Watt Leistungsaufnahme
Beim Energieverbrauch gibt Nvidia eine typische Leistungsaufnahme von 190 Watt unter Last und 225 Watt Spitze an - letzteres ist das Maximum, welches bei der Ausstattung der Karten mit einem 8- und einem 6-Poligen Anschluss ans Netzteil geliefert werden kann.
Bildergalerie
Weitere Informationen zu Fermi gibt es bei PC Games Hardware Online oder in der Print-Ausgabe 12/2009, welche zurzeit am Kiosk für Sie bereitliegt.



Da hat sich ja jemand lange mit der Traumwelt der Fanatiker befasst
Hab grad mal kurz gegoogelt, hats bei der 8800 nicht auch lieferschwierigkeiten gegeben?
Zu den "eigentlich nie überschritten":
Selbst 6 Gigabyte sind ziemlich lachhaft angesichts der Datenmengen, die im wissenschaftlichen Bereich anfallen können. Da muss man schon die Worksets arg unterteilen.
Egal, wenn die HD5970 mit Mikrorucklern so gut umgehen kann wie mit der HD4870 X2 dann ist sie mit Sicherheit die schnellste Grafikkarte über Weihnachten - vorrausgesetzt, die Framerraten gehen nicht unter 30 Bilder pro Sekunde