Radeon HD 7000: Überholt AMDs Southern Island Nvidias Kepler dank Rambus? [Gerücht des Tages]
Schon vor einigen Monaten brandeten Gerüchte auf, nach denen AMD seine kommende Grafikkarten-Generation Radeon HD 7000 mit Rambus-Speicher ausstatten könnte. Möglicherweise scheint daran doch etwas dran zu sein, denn Nvidia hätte es in Ermangelung einer Lizenz schwer, speicherseitig zu kontern.
Eigentlich waren es nichts weiter als Gerüchte. Nicht näher definierte Quellen berichteten, dass AMD bei seiner kommenden Grafikkarten-Generation auf Basis der Southern Island-Architektur womöglich auf Rambus-Speicher setzen könnte. Die Kollegen vom ATI-Forum haben dieses Gerücht noch einmal aus der Mottenkiste gekrempelt und kamen zu dem Ergebnis, dass es gar nicht so abwegig erscheint. Möglicherweise sind zumindest einige Modelle mit dem sogenannten XDR2-Speicher geplant, denn die Vorteile dafür liegen auf der Hand. Zumindest was die Herstellerangaben betrifft, erreicht XDR2 gegenüber GDDR5 eine doppelt so hohe Bandbreite und verbucht dabei auch noch einen 30 Prozent geringeren Energieverbrauch. Hinzu kommt der Vorteil, dass der für XDR2 nötige Controller auch mit GDDR5-Speicher funktioniert. AMD müsste also nicht extra zwei Controller entwickeln, sondern könne ohne Mehraufwand einfach den Speicher verbauen, der für die jeweilige Karte sinnvoll ist. Die Spitzenmodelle, denen man die Leistung der HD 6990 mit nur einem Chip nachsagt, könnten so auf XDR2 setzen, während die Mittelklasse-Chips weiterhin auf GDDR5-Speicher zugreifen.
Nvidia könnte es natürlich dem Konkurrenten gleichtun und ebenfalls XDR2-RAM verbauen. Das Problem an der Sache: Nvidia verfügt gar nicht über die dazu nötige Lizenz. Es besteht lediglich ein Teilabkommen mit Rambus, das Nvidia dazu authorisiert, GDDR5-Speicher zu verbauen. Rambus hat diese Patente inne, weil auch DDR-RAM dem Industriestandard JEDEC angehört. An diesem wiederum hält das Unternehmen wichtige Patente. Um die Lizenzzahlungen überhaupt zu leisten, musste Nvidia erst per Gerichtsverfahren gezwungen werden. Und hier scheint noch immer nicht das letzte Wort gesprochen. Nvidia soll nach wie vor nicht gewillt sein, für in der Vergangenheit veräußerte Karten Gebühren rückwirkend abzudrücken. Überdies erkennen die Kalifornier weiterhin nicht alle Patente von Rambus an. Die Lage ließe sich durchaus als festgefahren bezeichnen. So festgefahren, dass AMD daraus Kapital schlagen könnte. Mit einem Konter seitens Nvidia wäre nämlich vorerst nicht zu rechnen. Nvidia müsste erst seinen Streit mit Rambus beilegen, anschließend einen Lizenzvertrag aushandeln und könnte erst dann einen eigenen XDR-Controller entwickeln. Natürlich ist weiterhin unklar, ob AMD überhaupt auf Rambus setzen wird. Falls es der Fall sein sollte, müsste sich Nvidia jedenfalls etwas einfallen lassen.
Quelle: ATI-Forum

Du glaubst doch nicht das mit jedem neuen Chip ein neuer Mem-Controller einzug erhält. Afaik hat AMD sich mit der HD 4000 vom ring bus verabschiedet und nutzt seit dem (weitgehend) die selbe Technik (crossbar/hub). Bei nVidia ists ähnlich.
Und wie oft willst du einen Controller wieder und wieder verwenden, der nicht schneller aber teurer ist, ehe es sich rentiert?
Ein Verlustgeschäft kannst du beliebig oft wiederholen (bzw. eben nicht), es bringt nie Gewinn ein.
Edit: Wenn ich das richtig verstehe haben alle CGN-Die einen potenziellen XDR2-Controller welcher aber nicht zwangsläufig mit XDR2 ausgestattet wird. Der XDR2-Controller ist ja zu GDDR5 abwärtskompatibel.
AMD hat damals, im Vergleich zu Nvidia, sehr kleine Chips gefertigt. Auf die einen doppelt so großen Controller zu packen, wäre unverhältnissmäßig teuer geworden - und DDR4/5 erforderten umgekehrt nur eine Erweiterung des Controllers, damit er mit 8 fachem Prefetch klarkommt. Diesmal scheint ATI recht weit oben mit Single-GPU-Lösungen angreifen zu wollen (hat also einen vergleichsweise großen Chip in der Mache) und muss den Controller so modifizieren, dass er mit einem wesentlich komplexeren Übertragungssystem zurechtkommt.
Wenn ich mich an die Bilanz richtig erinnere hat nVidia zu GT200-Zeiten satte Gewinne eingefahren