Nvidia zeigt Zukunftspläne auf der Nvision: Die GPU im Jahre 2013

0
News Carsten Spille Roland Austinat (US-Korrespondent) Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Auf der Nvidia-Veranstaltung Nvision 2008 - PCGH für Sie live dabei - zeigte der GPU-Hersteller seine Zukunftprognosen: Wie sieht ein Grafikprozessor (GPU) im Jahre 2013 aus? Beeindruckend, wenn es nach dem Willen Nvidias geht.

Nvision 2008: Nvidia prognostiziert aus der Vergangenheit die Zukunft der GPU für das Jahr 2013 Nvision 2008: Nvidia prognostiziert aus der Vergangenheit die Zukunft der GPU für das Jahr 2013 Ausgehend von den durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten der Jahre 1998 bis 2007 und eigenen Prognosen zur GPU-Entwicklung errechnet Nvidia gewaltige Zahlen für Kenngrößen wie Texturfüllrate, Bandbreite, Rechenleistung und Anti-Aliasing. Wie also sieht die Geforce des Jahres 2013 aus?

Die Nvidia-GPUs im Jahres 2013 könnten demnach über mehr als ein Tera-Pixel an Texturfüllrate verfügen, mehr als 10 Tera-Samples an FSAA-Performance leisten und über ein Terabyte pro Sekunde an Speicherbandbreite die ALUs mit insgesamt über 10 TeraFLOPs an Rechenleistung versorgen. Auch die Leistung des Tiefentests soll bis dahin die Tera-Marke übersteigen.
Die Zukunft der GPU für das Jahr 2013? Die Zukunft der GPU für das Jahr 2013?
Allein ausgehend von der bisherigen Geforce- und TNT-Wachstumsrate müssten Nvidia folglich ein überdurchschnittlich starkes Gewicht auf die Steigerung der Antialiasing-Performance möglicherweise durch Single-Pass-8x-MSAA legen, während Texturleistung und Tiefentests pro Sekunde nur etwa entsprechend der bisherigen Wachstumsraten ansteigen würde.

Doch ausgerechnet die Gleitkomma-Rechenleistung, angegeben in FLOPS (Floating Point Operations per Second), steigt langsamer als bisher, denn würde sie weiterhin um Faktor 2,3 pro Jahr steigen, wäre man in fünf Jahren bereits bei rund 65 TeraFLOPS angelangt - Nvidia rechnet aber nur ominös mit "20+ T". Natürlich könnte man jetzt sagen, auch 65 sind "20+"...
Mehrere Gründe sind dafür denkbar: Zum einen könnte man hier mehr auf "effektive FLOPS" setzen, das bedeutet, dass man die dann vorhandenen Rechenwerke effizienter nutzen kann, aber auch der Schritt zu FP64, dem sogenannten Double-Precision-Format, welcher im Hinblick auf den Transistoraufwand alles andere als günstig ist, könnte hier für die Geforce 2013 eine Rolle spielen.

Weniger überrascht hingegen die Prognose, dass die Bandbreite nicht in dem Maße steigen wird, wie bisher. Zu sehr wird sich der Fokus auf weniger bandbreitenintensive Arithmetik verlagern - pikanterweise kritisierte Nvidia Intels Larrabee tags zuvor noch, weil hier zu wenig auf die benötigte Bandbreite geachtet würde, wie PCGH in Nvidia übt Kritik an Intels Larrabee und AMDs RV770 sowie Fusion berichtete.
Die Grafikpipeline im Jahr 2013? Die Grafikpipeline im Jahr 2013?
Aber auch andere Faktoren können noch eine Rolle spielen. Die Aufgabengebiete werden 2013, geht es nach Nvidia, mit klassischen Grafikchips nur noch wenig zu tun haben. Komplett virtualisierte Pipeline und vollständige Programmierbarkeit analog einer CPU samt bislang noch fehlendem Programmzeiger-Support dürften noch einige Änderungen an heutigen GPUs voraussetzen.

Bildergalerie

0
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 07/2026 play5 08/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk