Nvidia RTX 6000 Pro: Teurer Elektroschrott durch gebrochene Platine
Der aktuelle Fall einer teuren Nvidia RTX 6000 Pro mit Totalschaden, die aber grundlegend reparierbar wäre, sorgt für eine Ersatzteildebatte.
Der für Grafikkartenreparaturen bekannte Youtube-Kanal "NorthridgeFix" hat kürzlich mit Nvidias RTX Pro 6000 auf Blackwell-Basis eine besonders teure Workstation-Grafikkarte zur Reparatur erhalten. Diese wurde offenbar Opfer eines Transportschadens, weil sie ungesichert in einem PC-Gehäuse transportiert wurde. Wegen des Durchbruchs der Platine an der PCI-E-Schnittstelle soll sie sich in Ermangelung von Ersatzteilen seitens Nvidia nicht mehr reparieren lassen.
Dadurch ist die für den professionellen Einsatz gedachte Grafikkarte mit GB202-GPU und 96 GiB Speicher, die im PCGH-Preisvergleich derzeit ab rund 8.000 Euro startet, zu einem ziemlich teuren "Briefbeschwerer" geworden, wie Videocardz hierzu berichtet. Dabei wäre das dreiteilige Platinen-Design der Founders-Edition-Karte mit unterschiedlichen Bereichen für Grafikchip und Co. grundlegend eigentlich gut für eine Reparatur geeignet, jedoch eben nicht ohne ein entsprechendes Angebot an Ersatzteilen.
Gebrochene GPU-Platine: Ersatzteile würden helfen
Wie der Bericht ausführt, müsste ansonsten jeder Layer der vielschichtigen Platine mit kleinen Drähten repariert werden, was aber offenbar viel zu komplex sein soll, da der für die Stromversorgung verantwortliche Teil gebrochen ist. Hinsichtlich des Transportschadens weist Videocardz darauf hin, dass durch das Gewicht moderner Grafikkarten selbst eine leichte Bewegung über einen längeren Zeitraum zu Rissen in der Leiterplatte führen kann, weswegen kein Transport im PC-Gehäuse erfolgen sollte.
Das eigentliche Problem sei aber nicht, dass User nicht wissen, wie man mit teuren GPUs umgeht, sondern, dass es hier keine Möglichkeit gibt, die Karte zu reparieren, obwohl dies theoretisch durch einen einfachen Austausch der Platine möglich sein sollte. In einem vorherigen, ähnlichen Fall habe sich Nvidia bereiterklärt gehabt, die unbeabsichtigt beschädigte Karte eines Kunden zu ersetzen, aber ob das in diesem Fall auch möglich ist, ist nicht bekannt. Man würde es jedenfalls vorziehen, wenn das Unternehmen für solche Fälle einen Ersatzteilhandel einrichten würde, heißt es.
Ihre Meinung ist gefragt!
Was sagen Sie zu der Ersatzteildebatte für Grafikkarten? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln. Folgen Sie uns außerdem für Neuigkeiten in der Hardware-Welt oder unsere exklusiven Inhalte gern auf Whatsapp und X. Unsere Video-Inhalte (oftmals gewürzt mit einer Prise Humor) finden Sie bei Youtube, Instagram und Tiktok.

Warum schickt man die Karte nicht nach Nvidia sondern zu einem Reparatur-Youtuber mit fragwürdigem Ruf?
Wenn 5090 in der Frequenz die Stromstecker durchschmoren würden, wie das von einigen dargestellt wird, wären Ersatzteilspender sogar ziemlich leicht zu bekommen.
- daher kauft man immer 2 von solchen Karten für Ersatzteile [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]