12V-2×6: Corsair erklärt, warum Schutz weiter nötig ist
Corsair erklärt in einem technischen Überblick, warum auch der überarbeitete 12V-2×6-Anschluss nicht alle Risiken beseitigt. Es geht um gelockerte Stecker, Hitzeentwicklung und eine passive Schutzschaltung.
Corsair hat einen technischen Überblick zum eigenen Thermalprotect-Kabel für 12V-2×6 veröffentlicht und liefert damit zusätzliche Hintergründe zum überarbeiteten GPU-Stromanschluss. Im Kern geht es um die Frage, warum der Wechsel von 12VHPWR auf 12V-2×6 das bekannte Hitzeproblem zwar entschärfen soll, nach Ansicht des Herstellers aber keine vollständige Absicherung darstellt.
Schon zur Vorstellung des Thermalprotect-Kabels hatte Corsair erklärt, dass die Lösung eine Art zusätzliche Schutzebene bieten soll. Der neue Beitrag fällt nun technischer aus. Nach Angaben des Herstellers habe 12V-2×6 eine zentrale Schwäche des ursprünglichen 12VHPWR-Designs adressiert. Konkret seien die Sense-Pins im Verhältnis zu den Strompins angepasst worden. Dadurch solle die Grafikkarte die volle Leistungsfreigabe erst dann erhalten, wenn der Stecker korrekt sitze. Ein Systemstart mit nur teilweise sauber kontaktierten Strompins soll so erschwert werden.
Corsair macht allerdings zugleich deutlich, dass damit nicht jedes Risiko verschwindet. Der Grund liege laut Hersteller darin, dass ein Stecker nicht zwangsläufig dauerhaft vollständig eingerastet bleibe. Kabelspannung durch das Verlegen im Gehäuse, Vibrationen, das Eigengewicht steifer Leitungen oder wiederholtes Ein- und Ausstecken könnten dazu führen, dass sich der Anschluss im Lauf der Zeit minimal lockert. Genau dann entstehe wieder das bekannte Grundproblem: Schlechterer Kontakt erhöhe den Widerstand an den Pins, was unter hoher Last zu zusätzlicher Wärmeentwicklung führen könne.
An dieser Stelle setzt offenbar Thermalprotect an. Corsair verbaut nach eigenen Angaben im Kabelkamm einen passiven bimetallischen Temperaturschalter, der rund 30 Millimeter vom GPU-seitigen Anschluss entfernt sitzt. Die Idee dahinter: Entsteht am Stecker zu viel Wärme, werde diese über die Kupferleiter im Kabel weitergetragen und könne dort erfasst werden. Steigt die Temperatur am Modul auf 65 Grad Celsius mit einer Toleranz von etwa 5 Grad Celsius, öffne der Schalter. Software, Firmware, ein spezieller PSU-Controller oder GPU-spezifische Unterstützung seien dafür nicht nötig.
Technisch greift die Schutzfunktion über die Sense-Leitungen des 12V-2×6-Standards ein. Im Normalzustand signalisieren diese Leitungen laut Corsair, dass bis zu 600 Watt verfügbar sind. Öffnet der Temperaturschalter, wird dieses Signal unterbrochen. Die Grafikkarte erkenne dann eine geänderte Versorgungslage und reduziere die Leistungsaufnahme stark beziehungsweise stelle die Ausgabe ein. Für Nutzer dürfte sich das in der Praxis vor allem durch ein schwarzes Bild bemerkbar machen, während der restliche PC weiterlaufen könne.
Corsair verweist dazu auf einen eigenen Testaufbau mit einer Geforce RTX 5090. In einer Umgebung mit 60 Grad Celsius und einem absichtlich um 3 Millimeter nicht vollständig eingesteckten Anschluss habe der Stecker mehr als 115 Grad Celsius erreicht. Thermalprotect habe in diesem Szenario nach weniger als 1 Minute und 20 Sekunden ausgelöst.
Interessant ist übrigens auch die Kompatibilitätsfrage. Laut Corsair funktioniert das Kabel mit nativen 12V-2×6-Anschlüssen an Netzteilen und Grafikkarten verschiedener Hersteller. Auch ältere 12VHPWR-Buchsen sollen unterstützt werden, da sich die Gehäusegeometrie nicht verändert habe. Nicht vorgesehen seien hingegen Adapterlösungen, etwa von 2×8-Pin auf 12V-2×6. Dort liege die kritische Übergangsstelle außerhalb des Bereichs, den das Thermalprotect-Modul überwachen könne.
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Quelle: Corsair

Aber wie gesagt, warum auch? So lässt sich ein Wirtschaftszweig generieren, dessen alleinige Daseinsberechtigung daraus resultiert, eine Lösung für ein Problem zu finden, das für kleines Geld, zu lösen wäre. Krämpfe in den Hoden sollte Ihr kriegen!!!!
Alleine hier im Thread sind schon x verschiedene Werte im Raum geworfen worden, die der alte Standard angeblich immer kann. Von 150W bis über 300W war da alles dabei, also nicht mal hier ist das transparent nachvollziehbar und sowas willst du zurück für die große Masse, die keine Ahnung hat? Sorry, aber das ist absoluter Schwachsinn.
Die Sache ist aber, dass der Standard keine rechtliche Bindung hat, also man sich zwingend an diesen Standard halten muss, sonst würde man nicht solch wilde Konstrukte wie Sata zu 8-pin sehen oder 18AWG beim 12VHpwr sehen.
"https://www.amazon.de/Asi..."
Entsprechend wird man solche Kabel die sich nicht in der Spec bewegen auch immer kaufen können, dafür kann aber der Standard wenig der in diesem Kontext vorgaben macht und das trifft auf 8-Pin und 12vhpwr gleichermaßen zu.
Und zu guter letzt gibt es die theoretische Grenze die mit den im Standard geforderten Bauteilen möglich sind. Nimmt man die für den 8-pin geforderten 7A pro Pin haben wir hier theoretisch 252W die für die Pins noch zulässig sind. Bei 18AWG sind wir bei >280W bei >8A pro Leitung. Wenn wir den gleichen Sicherheitsfaktor wie beim 12Vhpwr anlegen dann kommen wir mit 225W problemlos klar.
Fehlerhaftes Produkt gesellschaftlich akzeptieren lassen und einen Industriezweig darum aufbauen, der daraus besteht, den Mist auszubügeln.
Warum bin ich nicht auf die Idee gekommen?