Neues Gehäuse Zegamax Unicorn im PCGH-Hands-On-Test

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Der in Deutschland noch unbekannte Hersteller Zegamax hat mit dem Unicorn einen neuen Midi-Tower auf den Markt gebracht. Ob der Tower auch so schwer zu bändigen ist, wie das gleichnamige Fabelwesen zeigt sich in unserem Hands-On-Test.

Mit dem Unicorn betritt der noch unbekannte Hersteller Zegamax den deutschen Markt. (Bild: PCGH) Mit dem Unicorn betritt der noch unbekannte Hersteller Zegamax den deutschen Markt. (Bild: PCGH) Die Front des Zegamax Unicorn weiß mit einer Tür aus schwarz eloxiertem Aluminium mit Chrom-Applikationen zu gefallen, die mithilfe eines Magneten in Position gehalten wird. Das aus schwarzem Plexiglas bestehende Seitenfenster ist nicht einfach hinter die Seitenwand geklatscht, sondern ist vernietet und an den Ecken im 45-Grad-Winkel angeschliffen, was einen weitaus edleren Eindruck macht und entfernt an einen Diamantschliff erinnert. Die ungewöhnliche U-Form des Fensters orientiert sich am Gritt der Seitentür und folgt somit eher praktischen als ästhetischen Grundsätzen.

Das Zegamax Unicorn mit geöffneten Türen. (Bild: PCGH) Das Zegamax Unicorn mit geöffneten Türen. (Bild: PCGH) Öffnet man die Fronttür erinnert plötzlich nichts mehr an das extravagante Design der Klappe. Vier 5,25-Zoll- und zwei 3,5-Zoll-Schächte, sowie zwei USB-2.0- und zwei Audio-Ports sind Features von der Stange, doch zumindest der rote 120-Millimeter-Lüfter an der Unterseite der Front setzt Farbakzente. Öffnet man die Seitenwand, so entdeckt man zuerst eine Metallstrebe, die einen 80-Millimeter-Lüfter beherbergt und mit Halterungen für drei Steckkarten ausgestattet ist. Ein weiterer 80er Luftquirl im Seitenfenster und ein 120er-Lüfter in der Rückwand vervollständigen das Arsenal an Ventilatoren.

In der Strebe sitzt ein 80-Millimeter-Lüfter. (Bild: PCGH) In der Strebe sitzt ein 80-Millimeter-Lüfter. (Bild: PCGH) Je länger man den Innenraum des Zegamax Unicorn betrachtet, desto bekannter kommt er einem vor. Dies liegt daran, dass der Unicorn den gleichen Unterbau verwendet, wie das bereits über sieben Jahre alte Inter-Tech-IT-2011-Gehäuse. Die Griffe, die Aufhängung der Türen, der Mainboardschlitten und sogar die Verarbeitung sind alte Bekannte, was allerdings nicht immer etwas Schlechtes bedeuten muss. Die Aufhängung des MB-Schlittens, der mit der rechten Seitentür nach unten klappt, ist zwar ein alter Schuh, doch unserer Meinung nach noch immer einer der besten Mechanismen auf dem Markt.

Offnet man die Seitenwand, klappt der Mainboardschlitten mit heraus. (Bild: PCGH) Offnet man die Seitenwand, klappt der Mainboardschlitten mit heraus. (Bild: PCGH) Dies gilt jedoch nicht für die generelle Verarbeitung, denn einige Kanten sind immer noch schlecht entgratet. Einige Details hat Zegamax jedoch trotz des bewährten Designs noch verbessert, so ist beispielsweise die Anordnung der 3,5-Zoll-Käfige neu, von denen sich der untere mittels eines Hebels um 90 Grad nach außen schwenken lässt. Unter den HDD-Käfigen befindet sich ein roter Kasten, der ein Schraubensortiment und die Führungsschienen für die Festplatten enthält.

Fazit: Zegamax Unicorn

Das etwa 85 Euro teure Unicorn ist ein altbekanntes Gehäuse im neuen Gewand, welches um einige sinnvolle Features wie den schwenkbaren Festplattenkäfig erweitert wurde. Für einen relativ neuen Hersteller ist dies durchaus legitim, denn so hat beispielsweise auch der koreanische Autobauer Daewoo seinerzeit den Einstieg in den deutschen Markt geschafft - mit einem Redesign des Opel Kadett. Auf das erste komplett eigenentwickelte Zegamax-Modell sind wir bereits gespannt. Das Zegamax Unicorn und das Zegamax Phantom, welches etwas günstiger ist, sind im Onlineshop Caseking.de erhältlich.

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