Fractal Torrent: Airflow-Gehäuse mit veränderter Netzteilposition im Test [Werbung]

Das schwedische Unternehmen Fractal Design will mit dem brandneuen Torrent-Gehäuse Airflow-Enthusiasten abholen. Werbe-Motto: Maximaler Airflow, keine Kompromisse. Ob das stimmt und inwieweit Ergebnisse erzielt werden, erfahren Sie hier in unserem Test. Vorab: Das Video zum Artikel wurde zwar von Fractal gesponsert, allerdings waren wir beim Test und Artikel unabhängig.

35
Test Richard Engel Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Fractal Torrent: Airflow-Gehäuse mit veränderter Netzteilposition im Test
Quelle: PCGH

In unserem Test bekamen wir die weiße Clear-Tempered-Glas-Variante mit den RGB-losen 2× 180-mm- und 3× 140-mm-Lüftern in schlichtem Schwarz von Fractal zur Verfügung gestellt. 180-mm-Lüfter sind allein schon aufgrund der notwendigen Breite etwas Besonderes. Vorteil gegenüber den herkömmlicheren 120/140-Fans: Es kommt mehr Luft durch geringere Drehzahl in das Gehäuse rein. Offensichtlicher Nachteil: Die 180er-Lüfter brauchen schlicht mehr Platz. Platz, den ein Gehäuse wie das Torrent auch bieten muss.

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle finden Sie externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz Ihrer persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn Sie dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigen: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Fractal: Torrent - Verarbeitung und Überblick

Das Torrent-Gehäuse schlägt je nach Ausstattungsart und Farbe 179/189 Euro zu Buche. Die Sidepanels sind ohne Probleme ausklappbar, wobei Schrauben für sichere Transportwege optional hinzugefügt werden können. Der Grundrahmen ist aus solidem Stahl und bietet auch ohne Seitenteile, Front und andere stützende Teile eine vorbildliche Verwindungssteifigkeit. Scharfe Ecken und Kanten haben wir nicht finden können. Unsere getestete weiße Variante weist eine rau-matte Pulverbeschichtung auf. Die abnehmbare Front, aus Plastik gefertigt, hat einen ausziehbaren Staubfilter verbaut, während der zweite Filter am Gehäuseboden dafür sorgt, dass weniger Fremdpartikel von der Unterseite aus ins Innere eindringen können.

Die Rückseite bietet genügend Fläche mit Durchlaufkanälen und integrierten Klettkabelbindern für vorbildliches Kabelmanagement. Weiterhin sind die zwei mit kleinen Gummiringen entkoppelten HDD-Plätze genauso entfernbar wie die vier SSD-Slots, sodass bei Bedarf extra Fläche genutzt werden könnte. Zudem ist die Hauptkammer frei von Laufwerk-Slots, die direkte Montage eines Wasser-Reservoirs samt Zuläufen an der Decke ist jedoch möglich. XL-ATX-Mainboards passen zwar nicht, dafür aber neben dem gewöhnlicheren ITX-, ATX- und Co. auch der E-ATX-Formfaktor.

Fractal: Torrent - Netzteilkammer und Airflow

Früher Standard, heute eher unkonventionell und damit einen Blick wert: Das Netzteil befindet sich abgetrennt von der offenen Hauptkammer an der Oberseite, dekoriert mit einer bunten LED-Leiste, unter dem mit zwei Schrauben befestigten Deckel. Der unten neu entstandene Platz am Boden wird in der Standardausstattung von drei 140-mm-Lüftern gefüllt, die alle von unten aus die Luft in das Gehäuse blasen, ähnlich wie die zwei 180-mm-Lüfter an der Front. Die fehlende aktive Ablüftung ist kein Defizit, sondern so angedacht. Die frische Luft kommt von der Front und der Unterseite zu den Komponenten und wird durch den sich sonst aufbauenden Druck nach hinten durch das Honeycomb-Mesh gedrückt.

Restlich aufsteigende Luft wird von der Netzteil-Belüftung nach außen befördert. Am Heck befindet sich ein 140er-Lüfterplatz, allerdings ist der Luftstrom auch ohne zusätzlichen, aktiven Lüfter sehr deutlich spürbar. Unter künstlicher Volllast konnten wir beispielsweise unsere Studio-Pflanze mit dem Konzept und der hinteren passiven Abluft zum Tanzen bringen. Gerade mit den zusätzlichen Klettverschlüssen am äußeren Heck des Gehäuses lassen sich Kabel sauber verlegen. Dadurch wirkt das Ganze nicht nur ordentlicher, die Luft kann auch zusätzlich leichter austreten.

Bildergalerie

Fractal: Torrent - Sonstiges Zubehör

Über die Nexus-9P-Slim-Steuerung können bis zu neun Lüfter angeschlossen werden. Kurios: In der Anleitung empfiehlt Fractal an Fan-Slot-1 die CPU-Kühlung zu verbinden, um dann die Steuerung insgesamt an dem CPU-Header des Mainboards anzuschließen. In unserem Temperaturen- und Lautstärke-Test nahmen wir, um auch den Vergleich mit älteren Gehäusen anstellen zu können, unser übliches Setup mit dem Anschluss über den Case-Fan-Header unseres Mainboards.

Die zudem mitgelieferte GPU-Halterungshilfe lässt sich über mehrere Schrauben justieren und kann gerade bei besonders schweren Grafikkarten Abhilfe schaffen. Dazu kommt die Anleitung mit acht Sprachen in einem farbigen Heft, welches sehr hochwertig und klar verständlich ausgearbeitet ist. Wer an der Vorderseite des Gehäuses anstelle der 2 x 180-mm-Propeller 3 x 120/140er-Lüfter verbauen möchte, der kann mit der Extra-Schiene und der Anleitung die Konfiguration leicht verändern. Eine Dämmung ist entsprechend dem Airflow-Ziel nicht vorhanden.

Am Zubehör und der Anleitung gibt es nichts auszusetzen. Die Darstellungen sind alle leicht verständlich und farblich ausgearbeitet. Quelle: PC Games Hardware Am Zubehör und der Anleitung gibt es nichts auszusetzen. Die Darstellungen sind alle leicht verständlich und farblich ausgearbeitet.

Fractal: Torrent - Alternative Aufbauarten

Die Front- und Bodenbelüftung kann jeweils entweder mit drei 120/140er- oder zwei 180er-Fans ausgestattet werden. Theoretisch ließe sich also auch ein Setup mit vier 180-mm-Lüftern mit dem Gehäuse realisieren. Die notwendige Schiene für die kleineren Lüfter an der Front ist im Zubehör enthalten. An der Unterseite befinden sich Durchführungen für gesonderte RGB-Strips, die von außen nach innen verlaufen. Radiatoren lassen sich am Heck (120/140 mm), dem Boden (420/360/280/240/140/120 mm) und der Front befestigen (420 mm, bei 360 mm und kleiner auch bis zu 180 mm Breite).

Problematisch könnte es mit den Radiatoren an der Unterseite werden, da die Pumpe je nach Konfiguration an der höchsten Position montiert wäre. Bei Ablegern mit integrierter Pumpe am Radiator verliefe der Wasserfluss auch an der Unterseite dagegen störungsfrei. Würde man mehrere Radiatoren verbauen wollen, dann könnte man beispielsweise an der Front ein 360-mm-Modell (2 ×180-mm-Lüftern) und am Boden einen 420-mm-Radiator (3 × 140 mm-Lüftern) anbringen.

Diese 180er-Lüfter sind nicht im Standardpaket enthalten, sondern wären separat zu erwerben. Bei Konfigurationen mit 4 × 180er-Lüftern kann die Beleuchtung im weißen Gehäuse schon einiges hermachen. Quelle: PC Games Hardware Diese 180er-Lüfter sind nicht im Standardpaket enthalten, sondern wären separat zu erwerben. Bei Konfigurationen mit 4 × 180er-Lüftern kann die Beleuchtung im weißen Gehäuse schon einiges hermachen.

Fractal: Torrent - Solide Kühlleistung

Unser üblicher Gehäuse-Temperatur- und Lautstärke-Test (System siehe Tabelle unten) zeigt deutlich, wie das Werbe-Motto von Fractal zu verstehen ist: Der Luftzug ist nicht nur spürbar, die Temperaturen können sich durchaus sehen lassen. Bei einer Raumtemperatur von 24,0 °C bleibt die Innentemperatur nach einer Dauerbelastung von 45 Minuten bei 35,0 °C, die durchschnittliche maximale Temperatur der CPU lag bei 63,5 °C, die der GPU bei 69,0 °C. Diese Werte sind, im Vergleich mit anderen Gehäusen wie dem Asus Helios (CPU: 67,0 °C, GPU: 71,0 °C, Gehäuse: 43,0 °C) angenehm kühl.

Problematischer wird es dagegen bei der gemessenen Geräuschkulisse. Durch das offene Design an der Front und der Unterseite ist die Lüfterbewegung stärker wahrnehmbar, als bei anderen Modellen wie dem Fractal Define 7 (1,2/1,2 Sone). Wie auch beim gedämmten Fractal-Gehäuse haben wir beim Torrent mit einem Abstand von 50 cm direkt von der Front und einmal schräg vorne im 45-Grad-Winkel die Lautstärke unter Spiele-Volllast (in The Witcher 3) in Sone gemessen. In der Lüfter-Standardeinstellung ermittelten wir 2,1 Sone frontal und 2,7 Sone schräg vorne. Dem kann man natürlich wie immer mit einer individuellen Anpassung der Lüfterkurve über das UEFI oder einer Software entgegenwirken (durch Abflachen), aber das bleibt jedem Anwender letztlich selbst überlassen.

Wer keine farbigen Lichtspielereien mag, der kann glatt bei den mitgelieferten, schwarzen Lüftern bleiben. Gerade mit einem simpleren, RGB-freien Setup kann das Gehäuse mit neuem Gesamt-Design aufblühen. Quelle: PC Games Hardware Wer keine farbigen Lichtspielereien mag, der kann glatt bei den mitgelieferten, schwarzen Lüftern bleiben. Gerade mit einem simpleren, RGB-freien Setup kann das Gehäuse mit neuem Gesamt-Design aufblühen.

Fractal: Torrent - Summa summarum

Fractal Design versucht mit dem Torrent-Gehäuse Airflow-Enthusiasten als Kunden abzuholen. Die Temperaturen zeigen, dass das angedachte Airflow-Konzept aufgeht, allerdings fordert das offene Front-Design auch seinen Tribut. Die gemessene Lautstärke liegt im selben Test-Bench-Aufbau höher als bei anderen von uns getesteten Gehäusen. Wem die Temperaturen dagegen weniger wichtig sind, der kann sich der Vorteile der 180-mm-Lüfter bedienen und dieselbe Luftmasse mit geringerer Drehzahl im Gehäuse erreichen, wodurch wieder ein ruhigeres Lüftchen weht.

Gerade mit 4 × 180-mm-Lüftern lässt sich ein leiseres Setup erzielen. Beim Design weicht Fractal diesmal vom schlichten Kasten-Look ab, allerdings fühlt sich das weiße, raue, pulverbeschichtete Plastik (gerade am Deckel) ungewohnt an. Bei der sonstigen Verarbeitung ist dem Torrent nichts vorzuwerfen, das Gehäuse ist hochwertig und bietet mit dem mitgelieferten Zubehör wie der extra GPU-Halterung und der ausführlichen Anleitung ein sehr solides Airflow-Gesamtpaket.

Gehäuse Torrent Clear TG Panel
Hersteller (Webseite) Fractal Design (www.fractal-design.com)
Link zum PCGH-Preisvergleich www.pcgh.de/preis/2584607
Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis (getestete Version) €189,99,-/befriedigend (ein Seitenteil aus Glas)
Version ohne Fenster/ohne Dammung/Lüfter €179,99,-/n. v./n.v.
Ausstattung (20 %) 1,46
Plätze für Laufwerke 2 × 3,5 Zoll, 4 × 2,5 Zoll
Erweiterungs-Slots (Blende) Sieben
Handbuch Sehr ausführlich
Lüfterplätze Deckel: -, Front: 2 × 180 mm oder 3 × 140/120 mm, Heck: 1 × 140/120 mm,  Seite:-, Boden: 2 × 180 mm oder 3 × 140/120 mm,
Vorhandene Lüfter 2 × 180 mm (Front), 3 × 140 mm (Boden)
Frontanschlüsse 2 × USB 3.0, 1 × USB 3.1 (Type C), Audio
Besonderheiten Seitenteil aus Glas, RGB-LED-Leiste (Netzteilkammer), Netzteilkammer (zweigeteilter Inneraum), SSD-Montage auf Rückseite der Mainboard-Halterung, Wakü-Schlauchausgänge/Metallhalterungen für Pumpe und den Reservoir-Behälter (WaKü), herausnehmbare Halterung für Lüfter und Radiatoren am Boden, Grafikartenhalterung, werkzeugloser Schließmechanismus an den Seitenteilen, Staubschutz an Front (Druckmechanismus) und Boden (Zugmechanismus), Lüftersteuerung mit PWM-Hub, Führung für Anschlusskabel an der Hinterseite, Kabelführungssystem mit Klettverschluss
Eigenschaften (20 %) 1,33
Material (nicht gewertet) Glas, Stahl und Kunststoff
Gewicht (Nicht gwertet) 13,4 kg
Abmessungen (H × B × T)/Volumen 54,4 × 24,2 × 53,0 cm / 69,77 Liter
Platz für Grafikkarte/CPU-Kühler/Netzteil 42,3/18,8 /23,0 cm
Verarbeitung allgemein/Schnittkanten/Verwindungssteifigkeit Sehr gut/sehr gut/sehr gut
Zusammenbau*/Besonderheiten beim Zusammerbau Laufwerkshalterungen auf der Rückseite des Mainboardtrays, SSD/HDD-Halterungen auf der Rückseite des MB-Tray demontierbar, Hauptkammer für die Platine und Nebenkammer für das Netzteil (Zweikammerdesign)
Praxisprobleme Keine
Kompatibilitätstest XL-ATX passt nicht
Leistung (60%) 2,88 (Kühlung: 1,88/Lautheit: 3,88)
Temperatur CPU 64 °C
Temperatur GPU (Lüfterumdrehzahl/Takt) 69 °C (1.980 U/min/1823 MHz)
Temperatur Innenraum Gehäuse/M.2-SSD  35 °C/56,0 °C
Lautheit der Lüfter, 50 cm Abstand frontal/schräg vorne (45-Grad-Winkel) 2,7/2,1 Sone
FAZIT 2,28
   
Pro und Contra: + Solide Temperaturen und gute Kühlleistung
  + Sehr gute Ausstattung und Zubehör
  + Viel Platz für soliden Airflow
  + 4 × 180-mm-Lüfter-Plätze
  - Stolzer Preis
  - Plastik an Front und Decke
  - Durch Netzteilpositionswechsel an der Decke keine Lüfter oder Radiatoren verbaubar
System: Intel Core i7-6700K, Intel Z170, Gigabyte Geforce GTX 1070 OC Edition (83 Grad Temp-Target), 2 x 8 GiByte DDR4-2133-RAM, Themalright AXP-100 (Q-Fan-Profil: Standard), Corsair RM 550X/550 Watt (ATX) Umgebungstemperatur: 24 °C, 45 Minuten Dauerlast-Test in The Witcher 3, Komponenten-Temperaturen mit HWinfo ausgelesen, Innen- und Außentemperatur über eigene Sensoren.
35
    • Kommentare (35)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von noname545 Software-Overclocker(in)
        das Design ist einerseis echt cool aber Teilweise auch hässlich, erinnert mich von vorne an eine alte Heizung. Aber das ist ja zum Glück Geschmacksache. Fractal Gehäuse waren und sind finde ich immer Top. Würde aber lieber das Meshify 2 nehmen.
      • Von noname545 Software-Overclocker(in)
        das Design ist einerseis echt cool aber Teilweise auch hässlich, erinnert mich von vorne an eine alte Heizung. Aber das ist ja zum Glück Geschmacksache. Fractal Gehäuse waren und sind finde ich immer Top. Würde aber lieber das Meshify 2 nehmen.
      • Von Blackout27 Lötkolbengott/-göttin
        Auch von mir gibt es Lob zum Video
        Hoffentlich sieht man dich häufiger da mir das Gesprächstempo super gefallen hat.

        Das Gehäuse gefällt mir nur leider ist es mir persönlich zu groß. Sollte es davon eine kleinere Version geben bin ich dafür zu haben ^^

        Die Lüfter müsste man nur drosseln. 2,7 Sone sind schon ordentlich.
      • Von BuzzKillington Freizeitschrauber(in)
        Finde das Gehäuse schon cool. Vor allem dass Fractal sich mal was anderes traut als nur rechtwinklinge Kisten.
        Ich hab bei meinem Define R6 immer das Problem dass Schrauben im Keller verschwinden.
        Ansonsten hab ich wenig Gründe das Gehäuse zu wechseln.
      • Von Der_Apfeldieb Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Die Builds im Youtube Showreel fand ich noch ganz interessant...

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von Nebulus07
        Zitat von AleisterHH
        Sieht schon nice aus.
        Thermisch macht es auch sicherlich Sinn, die Luft vom Boden anzusaugen.
        Allerding hätte ich die Beführchtung, das sich der Filter nach spätestens zwei Tagen mit Staub vollsetzt.

        Aber vielleicht hat die Zielgruppe ja eher eine staubfreie Bude
        Zielgruppe: Da wo Mammi sauber macht, ist es sauber!
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 07/2026 play5 08/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk