Fractal North Momentum Edition: Messwerte & Note
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Fractal North Momentum Edition: Messwerte & Note

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Fractal North Momentum Edition im Leistungsvergleich: Temperaturen, Lautheit, Bewertung und Preis.

Bei der Kühlleistung zeigt sich schließlich, warum Fractal die Momentum Edition überhaupt aufgelegt hat. Hier lassen sich maßgebliche Unterschiede zum ersten Fractal North finden. Im Temperaturtest bei 69 Prozent Lüfterleistung und auf 1,2 Sone normierten Gehäuselüftern erreicht die Momentum Edition bei der gewichteten CPU-Messung 69,5 Grad Celsius. Das ursprüngliche North kommt unter identischen Bedingungen auf 71,5 Grad Celsius. Auch die M.2-SSD profitiert vom erhöhten Luftdurchsatz an der Front. Unter Spielelast werden 38 Grad Celsius gemessen, während das Basismodell 41 Grad Celsius erreicht. Bei der GPU zeigt sich ein geringerer Abstand. Nach 30 Minuten Cyberpunk 2077 liegt die Temperatur in der Momentum Edition bei 64 Grad Celsius, im ursprünglichen North bei 65 Grad Celsius. Deutlicher wird der Unterschied im Innenraum. Zwischen CPU-Block und GPU-Backplate werden in der Momentum Edition 40 Grad Celsius gemessen, beim ursprünglichen North sind es 45 Grad Celsius. Auch im zweiten Testszenario mit 60 Prozent Lüfterleistung bei 7,2 Volt bestätigt sich das Bild. Die gewichtete CPU-Temperatur liegt bei 68,7 Grad Celsius gegenüber 70,5 Grad Celsius im Basismodell. Die GPU verharrt in beiden Fällen bei 65 Grad Celsius, die Innenraumtemperatur bleibt jedoch leicht zugunsten der Momentum Edition verschoben.

Die Staubfilter wirken hochwertig, wobei beim Deckel auf einen entsprechenden Filter verzichtet wurde. Quelle: PC Games Hardware Die Staubfilter wirken hochwertig, wobei beim Deckel auf einen entsprechenden Filter verzichtet wurde. Spannend ist auch die Lautheit an dieser Stelle, denn auch dieser Wert hat sich gegenüber dem vorherigen Modell verbessert. Unter Spielelast im Standardprofil werden frontal 2,1 Sone gemessen, während das ursprüngliche North hier 2,7 Sone erreicht. Im 45-Grad-Winkel liegen die Werte bei 1,8 Sone gegenüber 2,3 Sone. Auffällig ist zudem die seitliche Differenz. Auf der linken Seite mit Glaspanel werden 1,7 Sone gemessen, auf der rechten Seite mit Stahlpanel 1,9 Sone. Das Glas dämpft damit stärker als das Metallseitenteil. Dieser Effekt ist konstruktionsbedingt und war bereits beim ursprünglichen North zu beobachten.

In der Notengebung zeigt sich damit eine klare Verschiebung, die ausschließlich an der Leistungsnote liegt. Beim ursprünglichen Fractal North ergibt sich eine Gesamtnote von 2,23. Die Ausstattung wird mit 2,78 bewertet, die Eigenschaften mit 2,00. Diese beiden Kategorien bleiben auch bei der Momentum Edition unverändert, da offenbar weder Layout, Materialqualität noch Funktionsumfang angepasst wurden. Der entscheidende Hebel liegt im Leistungsbereich. Hier verbessert sich die Momentum Edition von 2,12 auf 1,60 und macht damit einen sehr deutlichen Schritt nach vorn. An dieser Stelle greift die neue Lüfterbestückung, weshalb die Kühlungsnote von 1,64 auf 1,39 sinkt. Noch stärker wirkt sich die Lautheit aus. Hier verbessert sich die Teilnote von 3,00 auf 1,99. Das ursprüngliche North war akustisch keineswegs auffällig laut, lag jedoch im Vergleichsfeld eher im Mittelfeld. Die Momentum Edition rückt durch die optimierte Lüftercharakteristik deutlich näher an die oberen Bewertungsregionen heran.

In der Gesamtsumme verbessert sich die Endnote von 2,23 auf 1,92. Die Differenz von 0,31 Notenpunkten ist für ein unverändertes Chassis durchaus beachtlich, aber für wen eignet sich das Gehäuse schlussendlich? Nun, wer RGB und buntes Leuchten sucht, dürfte wohl schon bemerkt haben, dass man bei diesem Gehäuse falsch ist. Dafür bekommt man mit der Momentum Edition die aktuell beliebte Holzfront und dieses Mal in der vielfach gewünschten schwarzen Ausführung. Wer also aktuell ein kompaktes ATX-System plant und kein Problem mit strukturiertem und planvollem Einbau hat, dürfte mit dem Gehäuse durchaus glücklich werden. Wer allerdings häufig Hardware wechselt oder maximale Flexibilität bei Radiator- oder Kabelmanagement sucht, dürfte enttäuscht werden. Besitzer des Vorgängermodells stehen vermutlich vor einer einfachen Entscheidung. Das Chassis selbst bleibt unverändert, was im Grunde bedeutet, dass man nur einen Zugewinn durch die Lüfter hätte. Diese lassen sich allerdings auch einzeln kaufen und bei Bedarf verbauen. Der Neukauf der Momentum Edition würde also nur Sinn ergeben, wenn man unbedingt die schwarze Front haben oder die goldfarbenen Akzente loswerden möchte.

Fractal North vs. Momentum Edition

Preislich liegt die Momentum Edition bei rund 160 Euro. Angesichts der Materialqualität, der Verarbeitung und der gemessenen Leistungswerte bewegt sich das Gehäuse im oberen Mittelfeld. Allerdings ist das Gehäuse auf keinen Fall ein Budget-Modell. Dementsprechend erhält es im Kontext der Note für das Preisleistungsverhältnis lediglich ein "befriedigend". Als Alternative bietet Fractal mit dem North XL Momentum noch eine größere Variante für rund 190 Euro an.

PCGH-Wertung

1,91
Gehäuse North TG North Momentum Edition
Hersteller (Webseite) Fractal Design (www.fractal-design.com) Fractal Design (www.fractal-design.com)
Gesamtnote 2,23 1,92
Link zum PCGH-Preisvergleich www.pcgh.de/preis/2861682 www.pcgh.de/preis/3716644
Aktueller Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis ca. 130 Euro/gut bis befriedigend ca. 160 Euro/befriedigend
Ausstattung (20 %) 2,78 2,78
Plätze für Laufwerke 2× 3,5 Zoll, 4× 2,5 Zoll 2× 3,5 Zoll, 4× 2,5 Zoll
Lüfterplätze (in mm) Front: 3×120/2×140, Deckel: 2×120/2×140, Heck: 1×120 Front: 3×120/2×140, Deckel: 2×120/2×140, Heck: 1×120
Vorhandene Lüfter 2× 140 mm Aspect 14 (Front) 3× 120 mm Momentum-12-PWM (Front)
Plätze für Radiatoren (bis zu) Front: 360 mm, Deckel: 240 mm, Heck: 120 mm Front: 360 mm, Deckel: 240 mm, Heck: 120 mm
Erweiterungsslots (Blende) Sieben Sieben
Frontanschlüsse 2× USB 3.2 Gen 1 Typ A, 1× USB 3.2 Gen 2×2 Typ C, 2× 3,5 mm Klinke 2× USB 3.2 Gen 1 Typ A, 1× USB 3.2 Gen 2×2 Typ C, 2× 3,5 mm Klinke
Staubschutz (Erreichbarkeit) Front eingesetztes Netz, Boden herausziehbar, Deckel Mesh Front eingesetztes Netz, Boden herausziehbar, Deckel Mesh
Handbuch Ausführlich mit farbigen Abbildungen Ausführlich mit farbigen Abbildungen
Auszug der Bestandteile Seitenteil aus Glas, Holzfront, Deckel werkzeuglos, Netzteilkammer unten, Hecklüfter verschiebbar, PWM-Lüfter, Klettverschluss Seitenteil aus Glas, Holzfront, Deckel werkzeuglos, Netzteilkammer unten, Hecklüfter verschiebbar, PWM-Lüfter, Klettverschluss
Eigenschaften (20 %) 2,00 2,00
Material – Gewicht (nicht gewertet) Stahl, Kunststoff, Glas, Holz – 7,7 kg Stahl, Kunststoff, Glas, Holz – 7,7 kg
Abmessungen (H × B × T)/Gesamtvolumen 46,9 × 21,5 × 44,7 cm / 44,9 l 46,9 × 21,5 × 44,7 cm / 44,9 l
Komponentenmaße (bis zu Länge bzw. Höhe) GPU: 35,5 cm (mit Frontradiator weniger), CPU-Kühler: 17 cm, Netzteil: 15,5-25,5 cm GPU: 35,5 cm (mit Frontradiator weniger), CPU-Kühler: 17 cm, Netzteil: 15,5-25,5 cm
Verarbeitung allgemein/Schnittkanten/Verwindungssteifigkeit Gut bis sehr gut, Deckel locker Gut bis sehr gut, Deckel locker
Auszug der Zusammenbaudetails und Praxisprobleme Enge EPS-Durchführung, knappes Kabelmanagement Enge EPS-Durchführung, knappes Kabelmanagement
Maximale Radiatorkombination Gut (360/240/120) Gut (360/240/120)
Leistung (60%) 2,12 (Kühlung: 1,64 | Lautheit: 3,00) 1,60 (Kühlung: 1,39 | Lautheit: 1,99)
Gewichtete CPU-Messung* S1 | S2 71,5 °C, (6,7 Kelvin) | 70,5 °C, (5,7 Kelvin) 69,5 °C, (4,7 Kelvin) | 68,7 °C, (3,9 Kelvin)
Gewichtete GPU-Messung* S1 | S2 65 °C, (2 Kelvin) mit 1.877 MHz bei 2.194 U/min | 65 °C, (2 Kelvin) mit 1.877 MHz bei 2.194 U/min 64 °C, (1 Kelvin) mit 1.920 MHz bei 2.078 U/min | 65 °C, (2 Kelvin) 1.915 MHz bei 2.141 U/min
M.2-SSD-Temperatur* S1 | S2 41 °C, (3 Kelvin) | 41 °C, (3 Kelvin) 38 °C, (0 Kelvin) | 41 °C, (3 Kelvin)
Innenraum-Temperatur* S1 | S2 45 °C, (5 Kelvin) | 41 °C, (1 Kelvin) 40 °C, (0 Kelvin) | 40 °C, (0 Kelvin)
Lautheit unter Spielelast** Frontal: 2,7 Sone | 45-Grad-Winkel im Durschschnitt: 2,3 Frontal: 2,1 Sone | 45-Grad-Winkel im Durschschnitt: 1,8
Dämmmessung*** Frontal: 4,6 Sone | 45-Grad-Winkel im Durschschnitt: 3,8 Frontal: 4,0 Sone | 45-Grad-Winkel im Durschschnitt: 3,4
Anmerkungen zur Testtabelle
* Messungen unter kombinierter Spiele- und synthetischer CPU-Last mit anschließender Verrechnung. Die Abweichung zum offenen Aufbau ist jeweils in Klammern angegeben. Szenario 1 (S1): Gehäuselüfter auf 1,2 Sone normiert. Szenario 2 (S2): Gehäuselüfter auf 60 Prozent fixiert. Der Fixpunkt der Innenraumtemperatur befindet sich zwischen GPU-Backplate und CPU-Kühler.
** Lautstärkemessung aus 50 Zentimetern Abstand frontal sowie schräg von vorne im 45-Grad-Winkel zur lauteren Seite. Messgerät: Neutrik Cortex Instruments NC10.
*** Messung bei 100 Prozent Umdrehungszahl von CPU und GPU bei deaktivierten Gehäuselüftern. Referenzwert im offenen Aufbau: 4,8 Sone beziehungsweise 4,9 Sone.
Testsystem: Intel Core i7-12700K (PL1/PL2: 160 Watt), MSI MEG Z690 Unify, Asus TUF Gaming RTX 3080 12G, 32 GiByte DDR5-5600 CL36 (Corsair Vengeance), Scythe Fuma 2 Rev. B, Seasonic Focus PX-850 ohne Hybrid-Modus. Umgebungstemperatur: 22 Grad Celsius.

Pro Szenario (S1/S2): kombinierte Spielelast mit Cyberpunk 2077 in WQHD-Auflösung, Preset „Hoch“, inklusive Vorwärmphase und Messung nach 30 Minuten, anschließend zehn Minuten Cinebench R23. Die Hardwaredaten wurden unter anderem mit CapframeX ausgelesen und aggregiert. Innen- und Außentemperaturen wurden über mehrere Sensoren erfasst.
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  1. Seite 1 Fractal North Momentum Edition im Test: Technik
  2. Seite 2 Kühlung und I/O
  3. Seite 3 Montagepraxis
  4. Seite 4 Messwerte und Note
    • Kommentare (11)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Jacky Software-Overclocker(in)
        Ach lol... mein Fehler. Ich hab das im Alltagstrubel voll verpeilt. Aber ich hab an diesem Montag nachgeschaut ^^ Du hast absolut recht. Dementsprechend wurde das ausgebessert
      • Von PCGH_Jacky Software-Overclocker(in)
        Ach lol... mein Fehler. Ich hab das im Alltagstrubel voll verpeilt. Aber ich hab an diesem Montag nachgeschaut ^^ Du hast absolut recht. Dementsprechend wurde das ausgebessert
      • Von cordonbleu BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Jacky
        Was den Staubfilter angeht, ich guck mir das Montag nochmal an und geb dir dann n Update.
        An welchem Montag wolltest du nachschauen?
      • Von DamnS3xyHardwar3 PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von PCGH_Jacky
        Bei der GPU zeigt sich ein geringerer Abstand. Nach 30 Minuten Cyberpunk 2077 liegt die Temperatur in der Momentum Edition bei 64 Grad Celsius, im ursprünglichen North bei 65 Grad Celsius.
        ...
        Die GPU verharrt in beiden Fällen bei 65 Grad Celsius, die Innenraumtemperatur bleibt jedoch leicht zugunsten der Momentum Edition verschoben.
        Dabei finde ich den Takt noch erwähnenswert, denn auch wenn die GPU-Temperatur weitgehend gleich bleibt, erhält man dabei etwas mehr Leistung.
        Interessant wäre da noch wie die GPU-Temperatur sich bei festgenageltem Takt verhält, da dürfte sich dann ein etwas größerer Unterschied herauskristallisieren?
        Aber sehr schöner Test, danke! Ist tatsächlich ein interessantes Gehäuse.
      • Von PCGH_Jacky Software-Overclocker(in)
        Zitat von cordonbleu
        Schade, dass beim Update keine weitere Öffnung oberhalb der Ram Riegel eingearbeitet wurde.
        Allgemein hätten die Öffnungen doch was größer sein können. Das is in der Tat etwas ärgerlich. hätte vermutlich auch nich allzu sehr gekostet das umzusetzen.
        Was den Staubfilter angeht, ich guck mir das Montag nochmal an und geb dir dann n Update.
      • Von cordonbleu BIOS-Overclocker(in)
        Das North ist wirklich ein schönes erwachsenes Gehäuse. Ich habe meins jetzt seit 3 Jahren und bin sehr zufrieden damit.
        Schade, dass beim Update keine weitere Öffnung oberhalb der Ram Riegel eingearbeitet wurde. Dort sind oft die Anschlüsse für Lüfter und die Kabel bekommt man dann nicht schön hinter das Mobo tray. Die sehr kleine Durchführung für den/die EPS Stecker wurde im Artikel erwähnt. Man kommt aber auch durch das entfernte Oberteil an den Bereich beim Bau.

        Was mich etwas wundert ist die Aussage, dass der vordere Staubfilter geschraubt ist. Das ist bei mir nicht der Fall. Das Holzpanel ist oben eingehakt und unten geclipst. Der eigentliche Filter ist bei mir ebenfalls geclipst. Wenn ich mir die Bilder so anschaue, ist das beim Momentum genauso. Der Filter lässt sich also ohne Werkzeug ausbauen und reinigen.
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