Corsair Frame 5000D Wood im Vergleich: Gehäuse mit großen Lüftern statt RGB
Corsairs Frame 5000D Wood tritt im Vergleich gegen das Frame 5000D RS an. Holzfront, zwei 200-mm-Lüfter und mehr 420-mm-Support sollen zeigen, ob die neue Variante mehr ist als nur eine andere Optik.
Corsair erweitert die modulare Frame-Serie um ein weiteres Modell. Das Frame 5000D Wood basiert auf dem bekannten Frame-Konzept, kombiniert dieses aber mit einer Holzfront und zwei 200-mm-Lüftern ab Werk. In diesem ergänzenden Vergleich geht es vor allem um die Frage, wie sich die neue Variante gegenüber dem bereits getesteten Frame 5000D RS schlägt: Bleibt es bei optischen Unterschieden, oder verändern Holzfront und Lüfterbestückung auch Aufbau, Kühlung und Lautheit?
Das Frame 5000D Wood bleibt ein großer Midi-Tower. Mit 542 × 250 × 556 mm und rund 75,34 Litern Volumen bietet das Gehäuse viel Platz für lange Grafikkarten, hohe CPU-Kühler und große Radiatoren. Das modulare Frame-Konzept bleibt erhalten: Seitenteile, Front, Deckel, I/O-Panel, Netzteilkammer und Lüfterhalterungen lassen sich anpassen oder demontieren. Der wichtigste Unterschied zum bereits getesteten Frame 5000D RS liegt in der Ausführung. Corsair ersetzt die stärker auf klassische Airflow-Optik ausgelegte Front durch eine Holzfront und setzt vorne ab Werk auf zwei große 200-mm-PWM-Lüfter. Beim Frame 5000D RS waren dort drei 140-mm-Lüfter verbaut. Hinten bleibt es beim Wood-Modell bei einem 140-mm-PWM-Lüfter, Beleuchtung gibt es serienmäßig nicht.
Lüfter- und Radiatorsupport
Neu ist der 200-mm-Support allerdings nicht. Die 5000D-Basis war vorn bereits für zwei 200-mm-Lüfter vorbereitet, Corsair nutzte diese Option beim RS-Modell aber nicht ab Werk. Beim Wood-Modell wird der vorhandene Platz nun anders ausgenutzt: weniger Lüfter, größere Rotorfläche und niedrigere Drehzahl als Ziel. Laut Corsair sollen die RS200-Lüfter bei niedrigen Drehzahlen einen hohen Luftdurchsatz liefern. An den übrigen Lüfterpositionen bleibt das Gehäuse weitgehend beim bekannten 5000D-Aufbau. Im Deckel und an der rechten Seite passen jeweils drei 120- oder 140-mm-Lüfter.
Quelle: PC Games Hardware
Das Gehäuse gibt es in zwei Farben.
Beim Radiatorsupport legt das Frame 5000D Wood gegenüber dem Frame 5000D RS zu. Statt 420 mm im Deckel sowie 360 mm an Front und rechter Seite stehen nun auch an Front und Seite 420 mm zur Verfügung. Damit ergeben sich drei mögliche 420-mm-Positionen. Am Heck bleiben 120 oder 140 mm möglich, am Boden gibt es weiterhin keinen Radiatorplatz. Nicht jede Kombination passt allerdings ohne Einschränkungen. Werden Front und Seite mit Radiatoren samt Lüftern bestückt, schrumpft der freie Innenraum. Corsair nennt für Grafikkarten 425 mm. Ohne seitliche Lüfter oder seitlichen Radiator steht effektiv mehr Platz zur Verfügung. Für CPU-Kühler sind maximal 175 mm vorgesehen, Netzteile dürfen ab Werk bis zu 250 mm tief sein. Durch den Ausbau der Netzteilkammer lässt sich der Raum erweitern.
Bei den Erweiterungsslots bietet das Frame 5000D Wood acht horizontale PCIe-Blenden. Eine vertikale Grafikkartenmontage ist möglich, das passende Riserkabel liegt aber nicht bei. Zusätzlich verbaut Corsair eine Grafikkartenhalterung, die schwere Modelle abstützen und den PCIe-Slot entlasten soll. Bei den Laufwerken ist das Gehäuse klar auf moderne Systeme mit M.2-SSDs ausgelegt. Es gibt einen kombinierten 2,5-/3,5-Zoll-Platz sowie weitere 2,5-Zoll-Positionen auf der Rückseite des Mainboard-Trays. Wer mehrere 3,5-Zoll-Festplatten verbauen will, muss nachrüsten. Corsairs 3D-druckbare Infini-Rail-Laufwerkskäfige passen in die Frame-5000D-Serie und nehmen pro Käfig drei 3,5-Zoll-Laufwerke auf, belegen aber Innenraum.
I/O-Panel und Anschlüsse
Beim I/O-Panel gibt es eine weitere Änderung gegenüber dem Frame 5000D RS. Corsair verzichtet vorn auf klassische USB-A-Ports und setzt vollständig auf USB-C. Verbaut sind zwei USB-C-Anschlüsse mit 5 Gbit/s sowie ein farblich abgesetzter USB-C-Port mit 20 Gbit/s. Intern werden dafür USB 3.2 Gen 2×2 Type‑E, USB 3.2 Gen 1 und HD-Audio benötigt. Das I/O-Modul bleibt modular montiert und lässt sich nach dem Lösen von zwei Schrauben austauschen.
Quelle: PC Games Hardware
Bei der Wood-Variante gibt es nur USB-C.
Kabelmanagement, Staubfilter und Verarbeitung
Auch Deckel und Seitenteile lassen sich einfach demontieren. Beim ersten Ausbau wird ein Schraubendreher benötigt, weil die Thumbscrews recht fest sitzen. Danach lassen sie sich per Hand anziehen. Das Kabelmanagement ist wieder gut durchdacht. Hinter dem Mainboard-Tray stehen rund 2,5 bis 3 cm Platz zur Verfügung. Dazu kommen stabile Kabelkanäle mit Klettverschlüssen, gummierte Kabeldurchführungen und das bekannte Lochmuster am Tray. Die Gummis bleiben beim Verlegen sauber an Ort und Stelle. Auch für Zubehör wie Corsairs Xeneon-Edge-Display beziehungsweise dessen Verkabelung ist Platz vorgesehen.
Beim Staubschutz ist das Gehäuse gut zugänglich, aber nicht überall gleich elegant gelöst. Der Frontfilter ist fest eingeklipst, der untere Filter wird eingeschoben und lässt sich leicht erreichen. Seitlich gibt es ebenfalls Staubschutz, der etwas fummeliger ausfällt. Im Deckel gibt es keinen separaten Staubfilter, sondern nur die normale Meshabdeckung. Die Verarbeitung fällt sehr gut aus. Materialqualität, Schnittkanten und Verwindungssteifheit geben keinen Anlass zur Kritik. Auch beim Zusammenbau traten keine nennenswerten Praxisprobleme auf.
Quelle: PC Games Hardware
Die Staubfilter wirken wieder hochwertig.
Leistungsvergleich
Im Leistungsvergleich zeigt sich, wie sich die Holzfront und die zwei großen RS200-Lüfter auf Kühlung und Lautheit auswirken. Für die Vergleichbarkeit wurden die Gehäuselüfter zunächst auf 1,2 Sone normiert. Dieser Wert wurde beim Frame 5000D Wood bei rund 69 Prozent Lüfterleistung erreicht.
Bei normierten Gehäuselüftern erreicht das Wood-Modell im Mittel bessere CPU-Temperaturen als das Frame 5000D RS: 64 °C stehen gerundet 66 °C gegenüber. Das Antec Flux Pro Noctua als bisher stärkstes Gehäuse im PCGH-Testfeld kommt in Szenario 1 auf 65,2 °C bei der gewichteten CPU-Messung. Das Frame 5000D Wood liegt mit rund 65 °C auf ähnlichem Niveau, verliert den Vergleich zum Noctua-Gehäuse in der Gesamtbetrachtung aber wegen der höheren Lautheit und etwas schwächerer GPU-Werte.
Gehäuse im Überblick
Nachholbedarf gibt es bei der Lautheit. Das Antec Flux Pro Noctua kommt in dieser Zwischenwertung auf 1,18, das Frame 5000D Wood auf 1,69. Gegenüber dem Frame 5000D RS ist das dennoch ein Fortschritt, denn das RS-Modell lag hier bei 2,12. Die zwei 200-mm-Lüfter verbessern damit nicht nur die Kühlung, sondern auch die Geräuschkulisse gegenüber der bisherigen 140-mm-Bestückung.
Summa summarum
Letztlich verbessert sich das Frame 5000D Wood gegenüber dem bereits getesteten Frame 5000D RS messbar. Die Kühlleistung fällt stärker aus, die Lautheit sinkt, ganz an die Spitze des PCGH-Testfelds rückt das Gehäuse aber nicht. Zumindest landet Corsairs Holzvariante im bisherigen Testfeld auf dem dritten Platz hinter dem Be Quiet Light Base 900 FX und dem Antec Flux Pro Noctua.
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