RTX 3090 Ti im Test: Ampere will es mit 450 Watt und 2.249 Euro UVP noch einmal wissen
Wer bis heute auf die Ampere-Titan gewartet hat, darf nun sein Portemonnaie (weit) öffnen: Mit der Geforce RTX 3090 Ti gibt Ampere seine Abschiedsvorstellung und zückt dabei alle Register. Neben einer Titan'esquen Preisempfehlung von (ab) 2.249 Euro und 450 Watt Boardpower warten weitere Superlative darauf, im Test ergründet zu werden. Vorhang auf!
In diesem Artikel
Aktualisierung vom 30.03.2022: Am Tag nach dem Launch stellt sich wie so oft die Frage nach Verfügbarkeit und Preisen. Die Kaufmöglichkeiten der RTX 3090 Ti in Shops haben wir in einer separaten News mehrfach überprüft. Zur allgemeinen Überraschung gab es die Karte zur UVP von 2.249 Euro und nicht mit einem kräftigen Aufschlag, wie man das seit dem Launch der RTX-30-Serie gewöhnt ist. Allerdings hatten gestern große Shops wie Alternate und Mindfactory keine Ware, was so auch nicht zu erwarten war.
Originalartikel vom 29.03.2022: Was haben die Geforce GTX Titan Black, Titan X, Titan RTX und die brandneue Geforce RTX 3090 Ti gemeinsam? Bei ihnen handelt es sich um das "volle Paket", die üppig bestückten Sahneteilchen der jeweiligen Generation. Diese Selektion ließ sich Nvidia schon immer vergolden und in inflationären Zeiten der Hochpreise verwundert es nicht, dass unser neuester Proband in den Chor mit einstimmt. Die Nvidia Geforce RTX 3090 Ti startet zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 2.249 Euro für die Founders-Edition-Referenzkarte. Dafür erhält der enthusiastische Käufer das Beste, was Nvidias Fertigung derzeit zu bieten hat: 10.752 FP32-Einheiten mit rund 40 TFLOPS Rechenleistung sowie 24 GiByte des schnellsten GDDR6X-Speichers, welcher erstmals auf einer Geforce die Marke von 1 Terabyte pro Sekunde sprengt. Was damit im Gaming-Betrieb möglich ist, prüfen wir anhand von brandneuen Benchmarks in der Edition 2022 mit klassischem Rasterizing und modernem Raytracing.
Quelle: PC Games Hardware
Geforce RTX 3090 Ti: nSpector Overview
Geforce RTX 3090 Ti: Mehr Ampere geht nicht
Nvidia betont, dass die Geforce RTX 3090 Ti, wie bereits die RTX 3090, kein reines Spielzeug ist. Die Kalifornier platzieren diese Modelle dort, wo zuvor die "Titan"-Reihe auf anspruchsvolle Kundschaft wartete. Deren Alleinstellungsmerkmale sind ihre exorbitante Speicherkapazität sowie spezielle Software-Features, um eine höhere Leistung in (semi-)professionellen Anwendungen zu erzielen. Mit Ampere vollzog Nvidia eine kleine Änderung in diesem Bereich: Die GA102-Speerspitze muss ohne CAD-Beschleunigung auskommen, kostet im Vergleich mit der dazu fähigen Titan RTX jedoch weniger Geld. Die Kernklientel, so Nvidia, seien Kreativschaffende, bei denen die enorme Speicherkapazität und Rechenleistung fühlbare Erleichterungen ihrer Arbeit bringe. Hochkomplexe Modelle, riesige Texturen, Raytracing-Beleuchtung, all das stemme eine Geforce RTX 3090 (Ti) schneller als jede andere Grafikkarte. Dazu zählt auch die Option, mehrere Grafikkarten via NV-Link-Interface zu koppeln - etwas, das den kleineren Modellen fehlt. Im Falle der Geforce RTX 3090 Ti gesellt sich ein weiteres exklusives Feature hinzu: Sie ist ECC-fähig und gewährt damit bei entsprechender Software eine Ausfallsicherheit. Da wir und unsere Leser aber Spieler sind, fühlen wir der Geforce RTX 3090 Ti mit mehr oder minder anspruchsvollen PC-Spielen auf den Zahn.
Quelle: PC Games Hardware
Geforce RTX 3090 Ti: ECC-Support
Zur Erinnerung: Die RTX-30-Reihe mit dem Architekturnamen Ampere startete am 17. September 2020 und hat in den Folgemonaten alle für das Gaming relevanten Preisbereiche bis 350 Euro bevölkert. Bei Ampere handelt es sich um Nvidias zweite RTX-Generation. Die erste erschien im Spätsommer 2018 als Geforce RTX 20 mit dem Versprechen, "Grafik neu erfunden" zu haben. Im Fokus der Architektur stand nicht mehr bloß eine Leistungssteigerung - wie noch beim Vorgänger Pascal -, sondern ein Quantensprung auf dem Weg zum Fotorealismus: Hybrides Raytracing statt Rasterisierung. Zu diesem Zweck implementierte Nvidia als erster GPU-Hersteller spezialisierte Hardware-Einheiten, welche die hochkomplexen Berechnungen bei echtzeittauglichen Bildraten stemmen können. Die Basis dafür schufen die Kalifornier mit vielen anderen Unternehmen, darunter AMD und Intel, im Rahmen der Windows-Schnittstellensammlung DirectX.
Bei der Geforce RTX 3090 Ti handelt es sich um die erste und einzige Gaming-Geforce auf Basis eines vollständigen aktiven GA102-Prozessors. Kerne mit der Kennung "350" warten nicht nur mit allen 84 Shader-Multiprozessoren und somit 10.752 FP32-ALUs auf, sondern auch mit hohem Takt. Die originale Geforce RTX 3090 musste sich - wie die erste Titan - mit einem leicht abgespeckten GA102 begnügen, konnte aber bereits auf das volle 384-Bit-Interface des Kerns zurückgreifen. Letzteres bietet auch die RTX 3090 Ti, selbstverständlich inklusive Mehrwert: Erstmals kommt GDDR6X-Speicher mit einer effektiven Datenrate von 21 Gigatransfers/s zum Einsatz. Damit nimmt die RTX 3090 Ti als erste Geforce die 1-TByte/s-Hürde und reiht sich neben der AMD Radeon VII ein.
| Grafikkarte | RTX 3090 Ti | RTX 3090 | RTX 3080 Ti | RTX 3080 | RX 6900 XT LC | RX 6900 XT | RX 6800 XT |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Marktstart | 29.03.2022 | 24.09.2020 | 03.06.2021 | 17.09.2020 | Q2 2021 (OEM) | 08.12.2020 | 18.11.2020 |
| Architektur | Ampere | Ampere | Ampere | Ampere | RDNA 2 | RDNA 2 | RDNA 2 |
| Codename/Konfektion | GA102-350 | GA102-300 | GA102-225 | GA102-200-Kx | Navi 21 XTXH | Navi 21 XTX | Navi 21 XT |
| Chipgröße (reiner Die) | 628 mm² | 628 mm² | 628 mm² | 628 mm² | 520 mm² | 520 mm² | 520 mm² |
| Transistoren Grafikchip (Mio.) | 28.000 | 28.000 | 28.000 | 28.000 | 26.800 | 26.800 | 26.800 |
| Fertigungsverfahren (Foundry) | 8LPP (Samsung) | 8LPP (Samsung) | 8LPP (Samsung) | 8LPP (Samsung) | 7N (TSMC) | 7N (TSMC) | 7N (TSMC) |
| Shader-Cluster (CUs/SMs) | 84 | 82 | 80 | 68 | 80 | 80 | 72 |
| FP32-ALUs/TMUs/ROPs | 10.752/336/112 | 10.496/328/112 | 10.240/320/112 | 8.704/272/96 | 5.120/320/128 | 5.120/320/128 | 4.608/288/128 |
| Raytracing-Einheiten | 84 | 82 | 80 | 68 | 80 | 80 | 72 |
| Tensor-Kerne | 336 | 328 | 320 | 272 | - | - | - |
| Infinity Cache on-die (MiB) | - | - | - | - | 128 | 128 | 128 |
| GPU-Boost-Takt in Spielen (MHz) | 1.860 | 1.695 | 1.665 | 1.710 | 2.250 | 2.015 | 2.015 |
| FP16-Leistung ALUs (TFLOPS) | 40,0 | 35,6 | 34,1 | 29,8 | 46,1 | 41,3 | 37,1 |
| FP32/FP64-Leistung ALUs (TFLOPS) | 40,0/0,63 | 35,6/0,56 | 34,1/0,53 | 29,8/0,47 | 23,0/1,44 | 20,6/1,29 | 18,6/1,16 |
| Füllrate (Mtex/Mpix pro Sek.) | 625,0/208,3 | 556,0/189,8 | 532,8/186,5 | 465,1/164,2 | 720,0/288,0 | 644,8/257,9 | 580,3/257,9 |
| Größe des Level-2-Cache (KiB) | 6.144 | 6.144 | 6.144 | 5.120 | 4.096 | 4.096 | 4.096 |
| Speicheranbindung (Bit) | 384 | 384 | 384 | 320 | 256 | 256 | 256 |
| Geschwindigkeit RAM (GTs/MHz) | 21,0/10.502 | 19,5/9.752 | 19,0/9.502 | 19,0/9.502 | 18,4/9.200 | 16,0/8.000 | 16,0/8.000 |
| Speichertyp | GDDR6X | GDDR6X | GDDR6X | GDDR6X | GDDR6 | GDDR6 | GDDR6 |
| Transferrate Speicher (GB/s) | 1.008 | 936 | 912 | 760 | 589 | 512 | 512 |
| Speicherkapazität (MiB) | 24.576 | 24.576 | 12.288 | 10.240 | 16.384 | 16.384 | 16.384 |
| PCI-Express-Standard | 4.0 | 4.0 | 4.0 | 4.0 | 4.0 | 4.0 | 4.0 |
| PCI-Express-Stromanschlüsse | 1× 16-/3 × 8-Pol | 1× 12-/2× 8-Pol | 1× 12-/2× 8-Pol | 1× 12-/2× 8-Pol | 2× 8-Pol | 2× 8-Pol | 2× 8-Pol |
| Typische Leistungsaufnahme | 450 Watt | 350 Watt | 350 Watt | 320 Watt | 350 Watt | 300 Watt | 300 Watt |
| Unverbindlicher Preis (UVP) | 2.249 Euro | 1.649 Euro | 1.269 Euro | 759 Euro | Keiner (nur OEM) | ~1.080 Euro | ~700 Euro |
Angaben der Leistung jeweils mit typischem GPU-Boost laut Hersteller. In der Praxis schwankt die Frequenz (in der Regel fällt sie höher aus) und somit auch der Durchsatz.
Die nicht minder beeindruckende Menge von rund 40 TFLOPS Rechenleistung bei einfacher Genauigkeit (FP32) wird nicht nur durch das kleine Einheitenplus gegenüber der RTX 3090 erreicht, sondern vor allem durch einen Takt-Booster: 1.860 MHz werden offiziell geboten, wobei die langjährige Erfahrung lehrt, dass das für die allermeisten Szenarien konservativ geschätzt ist und bestenfalls in Hochlastszenarien unterboten wird. Die RTX 3090 Ti verfügt auf dem Papier folglich über 12,4 Prozent mehr Rechenleistung und einen um 7,7 Prozent höheren Speicherdurchsatz als die RTX 3090. Um die Entfaltung sicherzustellen, verpackt Nvidia all das in einem 450-Watt-Paket - dazu gleich mehr.

.
schade
Leut, bitte, das hat doch nichts mehr mit Vergleichbarkeit zu tun... Was ist das für ein furchtbares AMD gelutsche.
Macht doch einfach einen zweiten RT bench run mit FSR/DLSS on, dann hast deine wanna-be 60 FPS bei AMD, halt im realen Vergleich zu Nvidias Upscaler, und die Rohleistung im separaten Bench.
Und bitte alle gemäss "Founders Edition" luftgekühlt testen... Was soll das mit der XT LC, dann könnte man auch zusätzlich die beste wassergekühlte RTX mittesten, um zu zeigen "was mit Ampere maximal möglich ist" und mit der 6900 XT non-LC vergleichen.
Sätze wie "Die wassergekühlte (_) schiebt sich (_) ohne Mühe an der (luftgekühlten) (_) vorbei" kann man sich dann sparen
btw, 6900 XT LCs sind seit langem problemlos erwerbbar:
https://geizhals.de/?cmp=...
btw2 - wieso wird die 3080 10GB statt 12 GB getestet?
Mich hätte schon interessier, wie der Ampere Vollausbau bei Minecraft-/Quake II RTX bei max Chunks performed hätte
Ihr könnt froh sein wenn sie 4080 Leistung erreicht,aber wahrscheinlich nicht
manche Luxxer gehen zum Benchen mit dem PC sogar ganz raus auf den Balkon
ist original die StrixxTi@normalerWLP mit Ihrer 240er-AiO, evtl. am Fenster
Wieviel W+V würdest Du denn für den Takt brauchen?
(man darf net vergessen, die Ti muss sicher ein paar W mehr für den Vram und die mehr Shader aufbringen, ...
und ja ist ein GoldenSample , ... die anderen im Luxx kommen da net ganz ran)
ist original die StrixxTi@normalerWLP mit Ihrer 240er-AiO, evtl. am Fenster
Wieviel W+V würdest Du denn für den Takt brauchen?
(man darf net vergessen, die Ti muss sicher ein paar W mehr für den Vram und die mehr Shader aufbringen, ...
und ja ist ein GoldenSample , ... die anderen im Luxx kommen da net ganz ran)