Geforce RTX 3060: Mobil-GPU wird gegen Mining-Limit zur Grafikkarte gemacht
In China sind Imitate von Desktop-Grafikkarten der Geforce RTX 3060 aufgetaucht, die auf eine Mobil-GPU setzen und so die Mining-Limitierung umgehen.
Grafikkarten sind für das Errechnen bestimmter Kryptowährungen weiterhin gefragt, wobei es offizielle Maßnahmen wie Nvidias Lite-Hash-Rate-Modelle (LHR) den Minern zuletzt schwerer machten. Bestrebungen zur Umgehung der Sperren gab es mit mehr oder minder großem Erfolg bereits einige, doch auf der chinesischen Handelsplattform Goofish ist nun eine völlig neue Herangehensweise aufgetaucht: Hier werden Custom-Grafikkarten unbekannter Herkunft angeboten, die offenbar recycelte RTX-3060-Mobile-Chips verwenden, um Nvidias Mining-Limiter zu umgehen, wie Tomshardware.com via cnbeta.com berichtet.
Da die Umwidmung mobiler Chips zu einer Desktop-Grafikkarte nichts ist, was in dem Ausmaß ein jedermann nebenbei zu Hause bewerkstelligen kann, wird dem Bericht nach vermutet, dass ein Grafikkartenhersteller die mysteriösen Modelle auf den chinesischen Markt gebracht hat. Dabei sind sie auch auf den ersten Blick - abseits der gefälscht wirkenden Nvidia-Aufkleber - nicht von herkömmlichen Modellen zu unterscheiden und bieten ein schwarzes Dual-Slot-Gehäuse mit einem Kühlkörper nebst zwei Kupfer-Heatpipes und Doppellüfter sowie einen HDMI-Port.
Anderer Chip, gute Mining-Leistung
Dabei setzt die Geforce RTX 3060 Mobile bekanntlich auf eine Variante des GA106-Chips mit 30 aktivierten Stream-Multiprozessoren (SMs) und bietet mit 3.840 CUDA-Kernen sogar 7,1 Prozent mehr Recheneinheiten im Vergleich zur Desktop-Variante mit 28 SMs, hat aber nur 6 GiB GDDR6-RAM gegenüber 12 GiB beim Desktop-Modell.
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So erreicht die umfunktionierte Mobil-GPU laut Screenshots aber eine Hash-Rate von bis zu 50 MH/s, was der Ethereum-Mining-Leistung der originalen Geforce RTX 3060 ohne Mining-Limit entspricht, während das LHR-Modell maximal 34 MH/s erreicht. Die modifizierten RTX-3060-Grafikkarten werden auf dem chinesischen Markt für 545 bis 570 US-Dollar verkauft (umgerechnet rund 496 Euro bis 519 Euro) - je nach Abnahmemenge. Das liegt gegenwärtig im Bereich einer regulären RTX 3060 für den Desktop, die im PCGH-Preisvergleich hierzulande ab rund 505 Euro startet - aber hier eben mit LHR-Sperre. Die Spielleistung der ungewöhnlichen Custom-Modelle soll aber entsprechend geringer ausfallen.

Solange der Laptop nicht unter dem Preis der Desktopkarte ist, geht man eher auf die Desktopkarten.
Seitdem brutzeln ja alle Hersteller die nicht freigegebenen Bereiche mit dem Laser weg.
Was eher dafür spricht, dass der Samsung Prozess immer noch mangelhaft ist, wenn dabei so viele Chips rumkommen die sich nur für eine 6GB 1080p Laptopkarte eignen. Eigentlich wäre zu erwarten gewesen, dass nach zwei Jahren Herstellung der Prozess so weit gereift ist, dass die 3070Laptop mit 8GB (also das bessere Binning) dominiert.