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  • Geforce RTX 2080 Ti & RTX 2080 im Test: Turing gegen Pascal und Vega [Update]
    Quelle: PC Games Hardware

    Geforce RTX 2080 Ti & RTX 2080 im Test: Turing gegen Pascal und Vega [Update]

    Die Geforce RTX 2080 Ti und RTX 2080 im Test mit Benchmarks: Die ersten beiden Turing-Geforce-Grafikkarten stehen in den Startlöchern. PC Games Hardware hat sich die Leistung der RTX 2080 Ti und RTX 2080 in realitätsnahen Spieleszenarien angesehen und klärt im ausführlichen Turing-Test, ob sich die Neulinge auch aus Preis-Leistungs-Sicht lohnen. Jetzt mit HDR-Benchmarks.

    Aktualisierung vom 20.09.2018: Wir haben die Benchmarks zu Geforce RTX 2080 (Ti) um HDR-Werte aus drei Spielen aktualisiert.


    Am morgigen Donnerstag, den 20. September, wird Nvidia offiziell die erste Grafikkarte aus der Turing-Familie veröffentlichen: Die Geforce RTX 2080. Eigentlich sollte der Stichtag auch für das neue Topmodell, die Geforce RTX 2080 Ti gelten, deren Launch wurde jedoch kurzfristig um eine Woche auf den 27. September verschoben. Am heutigen Mittwoch darf die Fachpresse nun ihre Testberichte zu beiden Modellen veröffentlichen. Ursprünglich war eine gestaffelte Berichterstattung seitens Nvidia geplant, aufgrund von Verzögerungen bei der Bemusterung fiel der Plan jedoch flach. Erste Exemplare trudelten bereits Anfang vergangener Woche in der PCGH-Redaktion ein, den notwendigen Treiber lieferte Nvidia allerdings erst am Freitag - damit blieben immerhin noch ein paar Tage zum Testen.

    Dank eines beinahe ununterbrochenen Testmarathons inklusive ausgedehnter Wochenendschicht haben wir sowohl die Geforce RTX 2080 Ti als auch die Geforce RTX 2080 gut genug kennengelernt, um Ihnen die nötige Informationsmenge zum Launch bereitzustellen. Dennoch muss gesagt werden, dass selbst die erzielten 50 Teststunden zu wenig sind, um wirklich alle Nuancen einer neuen GPU-Architektur kennenzulernen. Das Folgende ist das Aggregrat besagter Tests, voller Erkenntnisse und Messwerte. Freuen Sie sich dennoch auf einige Updates sowie Folge-Artikel, welche Teildisziplinen der Turing-Architektur weiter beleuchten und mit bis dahin gewonnenen Erkenntnissen anreichern.

    Die Geforce-RTX-Reihe mit dem Codenamen "Turing" besteht vorerst aus drei Grafikchips. Der größte hört auf den Codenamen TU102, bringt 18,6 Milliarden Transistoren auf stolzen 754 mm² unter und sitzt auf der Geforce RTX 2080 Ti. Darunter positionieren sich der 545 mm² große TU104 mit 13,6 Mrd. Transistoren auf der Geforce RTX 2080 und der 445 mm² große TU106 mit 10,8 Mrd. Transistoren auf der Geforce RTX 2070 - Letztere wird Nvidia kommenden Monat offiziell veröffentlichen. Die Größen deuten es schon an: Nvidia lässt alle drei GPUs bei TSMC im 12FFN-Prozess fertigen, der wiederum auf 16FF+ basiert. Feinere Strukturbreiten standen nicht rechtzeitig in den benötigten Mengen zur Verfügung, was zu überdurchschnittlich großen Kerngrößen führt.

    Spezifikationen der RTX 2080 Ti, RTX 2080 & RTX 2070 im Überblick      

    Auf dem Papier ist Turing nicht nur ein Transistor- und somit Flächengigant, auch die erreichten Leistungsdaten können sich sehen lassen. Blendet man den Volta GV100 aus, welcher nicht als Gaming-Geforce in den Handel kam, erreicht der TU102 in jeder Disziplin Spitzenwerte. Diese beziehen sich nicht nur auf die Theorie, sondern sollen auch praktisch erreicht werde. Denn mit Turing hat Nvidia einige Änderungen an der GPU-Mikroarchitektur vorgenommen, welche die Familie deutlich von Pascal (abseits des GP100) differenzieren. Ein Blick auf die oben stehende Tabelle offenbart einige davon: Genauso wie GV100 und der HPC-Ableger von Pascal, der GP100, bringen sämtliche Turing-Grafikchips 64 und nicht mehr 128 FP32-Shader pro Shader-Multiprozessor (SM) unter. Gleichzeitig bekommen der TU102 und TU104 ein stärkeres Front-End mit einer Organisation innerhalb von sechs statt vier Graphics Processor Clustern (GPCs) spendiert. Zusammen mit den durchweg größeren Caches soll das die praktisch erzielte Shader-Leistung erhöhen. Dazu gesellen sich Neuerungen wie dedizierte INT32-Recheneinheiten, die Tensor-Kerne sowie Raytracing-Einheiten. Letzteren beiden schenkt Nvidia bei der Vermarktung von Turing besonders viel Aufmerksamkeit: Die Geforce-RTX-Reihe will mehr sein als nur eine höhere Bildrate - Nvidia verspricht nicht weniger, als "die Grafik neu erfunden" zu haben. Ob das gelingt, prüfen wir in diesem Artikel erstmals.

    ModellRTX 2080 TiRTX 2080RTX 2070Titan VTitan XpGTX 1080 TiGTX 1080GTX 1070
    Codename/KonfektionTU102-300A-K1TU104-400ATU106(-425A?)GV100-400GP102-450GP102-350-K1GP104-400GP104-200
    Name der AchitekturTuringTuringTuringVoltaPascalPascalPascalPascal
    Chipgröße (reiner Die)754 mm²545 mm²445 mm²815 mm²471 mm²471 mm²314 mm²314 mm²
    Transistoren Grafikchip (Mio.)18.60013.60010.80021.10012.00012.0007.2007.200
    Fertigungsverfahren12 nm FFN12 nm FFN12 nm FFN12 nm FFN16 nm FF+16 nm FF+16 nm FF+16 nm FF+
    Shader-/SIMD-/Textureinheiten4.352/68/2722.944/46/1842.304/18/1445.120/80/3203.840/30/2403.584/28/2242.560/20/1601.920/15/120
    Tensor-Kerne544368288640----
    Raytracing-Kerne684636-----
    Leistung RT-Kerne (Giga-Rays/s)1086-----
    Raster-Endstufen (ROPs)8864649696886464
    GPU-Basistakt (MHz)1.3501.5151.4101.2001.4801.4801.6071.506
    GPU-Boost-Takt (MHz)1.6351.8001.7101.4551.5821.5821.7331.683
    FP32/FP64-Leistung (TFLOPS)14,23/0,4510,60/0,337,88/0,2514,90/7,4512,15/0,3811,34/0,358,87/0,286,46/0,20
    Größe des Level-2-Cache (KiB)5.6324.0964.0965.3763.0722.8162.0482.048
    Speicheranbindung (Bit)3522562563.072384352256256
    Geschwindigkeit RAM (GT/s)14,014,014,01,711,411,010,08,0
    SpeichertypGDDR6GDDR6GDDR6HBM gen2GDDR5XGDDR5XGDDR5XGDDR5
    Speicherübertragung (GB/s)616,0448,0448,0653,6547,4484,7320,4256,0
    Übliche Speichermenge (MiB)11.2648.1928.19212.28812.28811.2648.1928.192
    PCI-Express-Stromanschlüsse2 × 8-poligJe 1 × 8-/6-poligvmtl. 1 × 8-poligJe 1 × 8-/6-poligJe 1 × 8-/6-poligJe 1 × 8-/6-polig1 × 8-polig1 × 8-polig
    Typische Leistungsaufnahme<260 Watt<225 Watt<185 Watt<250 Watt<250 Watt<250 Watt<180 Watt<150 Watt

    Angaben der Leistung jeweils mit typischem Boost laut Hersteller. In der Praxis schwankt die Frequenz und somit auch der Durchsatz.

    Was Turing anderen GPUs voraus hat      

    Einer der Pfeiler Turings ist der "Heilige Gral" des Renderings: Raytracing. Dabei handelt es sich um die virtuelle Nachbildung von Lichtstrahlen, mit der automatisch eine lebensechte Beleuchtung einher geht. Traditionelle Rasterisierung, wie sie 99,999 Prozent der Spiele verwendet, erzielt nur mithilfe von Tricks und guten Künstlern ein realistisch anmutendes Ergebnis. Der Grund, warum Raytracing dennoch keinen Durchbruch feiern konnte, liegt in den enormen Leistungskosten.

    Mit Turing möchte Nvidia Raytracing in Echtzeit salonfähig machen. Die dafür erstmals im Chip installierten Schaltkreise, die RT Cores, berechnen virtuelle Lichtstrahlen wesentlich effizienter als traditionelle Shader-ALUs. Die Raytracing-Leistung der Turing-Chips reicht allerdings noch nicht, um das komplette Bild entsprechend zu berechnen, weshalb ein Hybrid-Absatz mit klassischer Rasterisierung als Basis zum Einsatz kommt. Microsoft hat derweil mit DXR eine API in DirectX 12 integriert, welche die Raytracing-Funktionalität offenlegt. Nvidia nennt sein auf DXR basierendes Back-End RTX (wie das neue Geforce-Kürzel), AMD dürfte mit einer eigenen Lösung folgen. Ebenso wird die Khronos Group eine Alternative in Vulkan integrieren.

    Wie wäre es, wenn Ihre Grafikkarte in der Lage wäre, in Echtzeit Spiele, Bilder und Filme drastisch aufzuwerten? Die zweite große Neuerung der Turing-Architektur besteht aus der Nutzbarmachung sogenannter Neuronaler Netzwerke. Bestimmt sind Sie in den vergangenen Jahren immer wieder über diesen Begriff gestolpert, welcher im Kontext der Schlagworte Machine Intelligence und Deep Learning auftaucht. Sie alle beschreiben die IT-Leitthemen des aktuellen Jahrzehnts: Künstliche Intelligenz, lernende Computer, "schlaue" Programme. Bis zu Skynet und einem Terminator ist noch viel zu tun, die Fortschritte auf dem Gebiet der Inferenz (Schlussfolgerung) sind jedoch beeindruckend. Nvidia hat in den vergangenen Jahren viel Hirnschmalz und Forschungsgeld investiert, um die eigenen Grafikchips und Programme in dieser Disziplin voranzubringen. Mit Turing haben erstmals auch normalsterbliche Anwender etwas davon, während die Jahre zuvor in erster Linie Forscher und Programmierer ihren Spaß damit hatten.

    Wie wäre es, wenn Ihre Grafikkarte in der Lage wäre, in Echtzeit Spiele, Bilder und Filme drastisch aufzuwerten? Das ist nur einer der vielen Einsatzzwecke. Damit das funktioniert, braucht es Unmengen an Rechenleistung, zur Verfügung gestellt von Supercomputer-Netzwerken, Petabytes an Basisdaten sowie lernende Algorithmen. Dieses Training, wie die Fütterungs- und Verdauungsprozess beim Deep Learning genannt wird, führt am Ende zu Wissen, das Sie bei sich Zuhause anwenden können. Nvidia hat zu diesem Zweck die Tensor-Kerne eingeführt, welche die Erkenntnisse des Netzwerks in Echtzeit anwenden. Merken sie sich an dieser Stelle das Schlüsselwort Deep Learning Super-Sampling (DLSS) - dazu gleich mehr.

    Eine ausführliche Auseinandersetzung zu Turing und den drei GPUs TU102, TU104 sowie TU106 finden Sie in unserem ausführlichen Technik-Dossier. Wir empfehlen Ihnen die Lektüre dieses Artikels, um die Ergebnisse des vorliegenden Artikels richtig zu erfassen.

    Die Preissituation aufgeschlüsselt      

    Nvidia nennt im Falle der Geforce RTX 2080 Ti, RTX 2080 und RTX 2070 wie schon bei Pascal zwei verschiedene Preisempfehlungen: Zum einen UVPs für die hauseigenen Founders Editions und zum anderen "ab"-Preise für die Boardpartner:

    ModellPreisempfehlung Founders EditionPreisempfehlung Custom-Designs
    Geforce RTX 2080 Ti1.199 US-Dollar/1.259 Euroab 999 US-Dollar/entspricht ca. 1.030 Euro
    Geforce RTX 2080799 US-Dollar/849 Euroab 699 US-Dollar/entspricht ca. 720 Euro
    Geforce RTX 2070599 US-Dollar/639 Euroab 499 US-Dollar/entspricht ca. 515 Euro

    Diese "ab"-Preise müssen die Hersteller nicht einhalten. Vor allem mit den "dicken" Flaggschiffen orientieren sie sich vielmehr an den Founders Editions und überschreiten deren Preise teilweise sogar. Nvidia erwartet, dass sich die Boardpartner zunächst auf die werkseitig übertakteten Modelle mit ausladenden Kühllösungen konzentrieren und in den folgenden Wochen vermehrt die schwächeren Varianten in größeren Mengen auf den Markt bringen werden. Vor allem die Lösungen mit Direct-Heat-Exhaust-Kühlern samt Radiallüftern dürften sich dann den günstigeren Preisempfehlungen nähern. Darüber sortieren sich üblicherweise die "Brot und Butter"-Grafikkarten mit Dual-Slot-Kühlern und zwei Axiallüftern ein. Modelle vom Schlage ROG Strix, Aorus und Gaming X bilden die Speerspitze.

    15:51
    Zotac Geforce RTX 2080 Ti AMP Edition: Temperaturen, Lautstärke und Overclocking
      • Von Mitchpuken Software-Overclocker(in)
        AW: Geforce RTX 2080 Ti & RTX 2080 im Test: Turing gegen Pascal und Vega

        Sorry fürs Zerpfücken
        Zitat von Rollora
        Du siehst auch nur einen Teil. Einen PC hat man heutzutage sowieso daheim.
        Ganz im Gegenteil. Immer mehr Leute im Bekanntenkreis verzichten auf einen PC, sobald man diesen Aufrüsten müsste. Die meisten steigen auf einen Laptop um oder nutzen die Gelegenheit für ein Tabletkauf, weil das Handy für alles doch zu klein ist. Eine PC mit Bildschirm braucht viel Platz. Wohnungen werden immer kleiner und viele der Bekannten haben jetzt Kinder für die ein Konsole wichtiger ist als ein PC.
      • Von Mitchpuken Software-Overclocker(in)
        AW: Geforce RTX 2080 Ti & RTX 2080 im Test: Turing gegen Pascal und Vega

        Sorry fürs Zerpfücken
        Zitat von Rollora
        Du siehst auch nur einen Teil. Einen PC hat man heutzutage sowieso daheim.
        Ganz im Gegenteil. Immer mehr Leute im Bekanntenkreis verzichten auf einen PC, sobald man diesen Aufrüsten müsste. Die meisten steigen auf einen Laptop um oder nutzen die Gelegenheit für ein Tabletkauf, weil das Handy für alles doch zu klein ist. Eine PC mit Bildschirm braucht viel Platz. Wohnungen werden immer kleiner und viele der Bekannten haben jetzt Kinder für die ein Konsole wichtiger ist als ein PC.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Geforce RTX 2080 Ti & RTX 2080 im Test: Turing gegen Pascal und Vega

        Zitat von DarkWing13
        >60" UHD TV + Spiele-Konsole + ein paar Spiele obendrauf = GTX2080Ti

        Klar, nicht die FPS, nicht die "Bildqualität", wie beim PC, aber die meisten "sehen" den Unterschied im Eifer des Gefechts sowieso nicht...außerdem fehlt bei der Rechnung auch noch der restliche PC und Monitor dazu (nochmal >1000€)

        mfg
        Du siehst auch nur einen Teil. Einen PC hat man heutzutage sowieso daheim. Für Spiele benötigte Hardware ist billig und langlebig sofern es keine Highend GPU/CPU sein soll. Mein 2008er i7 (220€) und meine 2011er 7970 schaffen zumindest auf dem 2010er 27 Zöller (200 Euro) auch heute noch jedes Spiel. Die ich dank Steam Sales um 5-10 Euro kaufe (neulich Witcher 3 um 10, Doom um 5).
      • Von Duvar Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Geforce RTX 2080 Ti & RTX 2080 im Test: Turing gegen Pascal und Vega

        Auch interessant YouTube
      • Von cPT_cAPSLOCK BIOS-Overclocker(in)
        AW: Geforce RTX 2080 Ti & RTX 2080 im Test: Turing gegen Pascal und Vega

        Zitat von Duvar
        Poste doch einfach das Video YouTube
        Wirklich sehr gut gemachtes Video, was vieles sehr gut auf den Punkt bringt. Nur dieser Akzent..
        gRU?; cAPS
      • Von Duvar Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Geforce RTX 2080 Ti & RTX 2080 im Test: Turing gegen Pascal und Vega

        Poste doch einfach das Video YouTube
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