Benchmarks zeigen einige Überraschungen: Was für PC-Spieler bei Forza Horizon 6 zählt
Forza Horizon 6 ist nicht nur ein Verkaufserfolg, sondern gehört auch zu den technisch besten Rennspielen auf dem Markt. Wer für den Titel einen neuen Gaming-PC kaufen oder aufrüsten möchte, sollte wissen, was wir durch Benchmarks und eine Technik-Analyse herausgefunden haben.
Auf dieser Seite
- 1 Die japanische Spielwelt ist sehr atmosphärisch
- 2 Raytracing erstmals im Rennbetrieb
- 3 Radeons stark, auch dank genügend Grafikspeicher
- 4 Ryzen 9000X3D klar in Front, Zen(+) leider schwach
- 5 PCGH-Aktions-PC RX9070-Edition
- 6 PCGH-Performance-PC RX9070XT-Edition V2
- 7 Technik-Fazit: Forza Horizon 6
- 8 PCGH-PCs: Gaming-PC konfigurieren für jedes Budget
Nach Australien, Großbritannien und Mexiko verschlägt es die Reihe diesmal nach Japan - ein Szenario, das sich viele Fans bereits seit Jahren wünschten. Playground Games liefert dabei genau das, was viele erwartet haben: eine riesige, optisch beeindruckende Open World voller kurviger Gebirgsstraßen, traditioneller Dörfer, dichter Wälder, der verschneiten Nordinsel Hokkaido und dem neonbeleuchteten Tokio.
Die japanische Spielwelt ist sehr atmosphärisch
Die neue Karte fällt fast 25 Prozent größer aus als Mexiko aus Forza Horizon 5, wichtiger ist allerdings die deutlich höhere Detaildichte und Vertikalität. Besonders eindrucksvoll wirkt Tokio inklusive der berühmten Stadtautobahn C1. Dazu kommen Regionen wie das schneebedeckte Sotoyama, die kurvenreichen Drift-Strecken von Nangan oder idyllische Küstenstraßen mit Blick auf eines der bekanntesten Wahrzeichen Japans, den 3.776 Meter hohen Vulkan Fuji. Wechselnde Jahreszeiten sorgen zusätzlich für Dynamik und verändern Optik wie Fahrverhalten spürbar stärker als noch im tropischen Vorgänger.
Am Gameplay hat Playground Games bewusst wenig verändert. Forza Horizon 6 bleibt klar ein Horizon-Spiel mit einem zugänglichen Arcade-Handling, einer riesigen Open World, unzähligen Aktivitäten und einem starken Fokus auf Fahrspaß anstelle eines Simulationsanspruchs. Neben klassischen Rennen gibt es erneut Sammelobjekte, Drift-Zonen, Scheunenfunde und Festival-Events. Neu sind unter anderem renovierbare Häuser, Fotoschnitzeljagden nach seltenen Fahrzeugen und bereits getunte Gebrauchtwagen, die sich direkt in der Spielwelt entdecken lassen.
Natürlich spielen aber vor allem die Fahrzeuge eine zentrale Rolle und gerade japanische Autos erhalten diesmal viel Aufmerksamkeit. Ältere Modelle aus früheren Teilen wurden teilweise komplett überarbeitet und besitzen nun deutlich detailliertere Modelle und modernisierte Texturen. Auch beim Sound legt Playground Games sichtbar nach. Motoren klingen aggressiver, differenzierter und lebendiger als zuvor. Ein echter Ohrenschmaus ist das Audio-Raytracing: Steht das Fahrzeug etwa in einem Tunnel oder nahe einer Wand, verändern sich Schallreflexionen hörbar dynamisch, abhängig von Umgebung und Position.
Raytracing erstmals im Rennbetrieb
Bei Forza Horizon 6 kommt weiterhin die bekannte Forzatech-Engine zum Einsatz, welche bereits die Vorgänger antrieb. Trotz vieler Gemeinsamkeiten gibt es jedoch mehrere wichtige Weiterentwicklungen. Die Materialdarstellung wurde verbessert, Vegetation und Sichtweiten wirken dichter und die Zahl gleichzeitig dargestellter NPCs sowie Fahrzeuge wurde sichtbar erhöht - insbesondere in Tokio. Dazu kommen neue Beleuchtungseffekte und verfeinerte Schatten.
Die größte technische Neuerung ist allerdings, dass der sechste Teil der Rennspielreihe Raytracing nicht nur in Garagen oder Fotomodi, sondern optional direkt während des normalen Spielbetriebs nutzt. Unterstützt werden Raytracing-Reflexionen sowie eine globale indirekte Beleuchtung per RT-GI. Gerade in Waldgebieten, bei Nacht oder auf nassen Straßen erzeugt das sichtbar realistischere Lichtstimmungen. Spiegelungen wirken glaubwürdiger und die Umgebung erhält mehr Tiefe.
Allerdings arbeitet Playground Games dabei mit mehreren Tricks. Die Reflexionen basieren weiterhin teilweise auf dynamischen Cube-Maps und Screen-Space-Reflections, die durch Raytracing ergänzt werden. Gerade auf Fahrzeuglacken oder Fensterscheiben wechseln sich mehrere Spiegelungstechniken miteinander ab. Trotzdem fällt der optische Zugewinn in vielen Situationen sichtbar aus.
Radeons stark, auch dank genügend Grafikspeicher
Die optische Aufwertung erfordert natürlich Rechenleistung. Bereits das Preset "+RT Ultra" kostet rund 30 Prozent Leistung gegenüber Ultra ohne Raytracing. Die höchste RT-Stufe verschlingt je nach Szene sogar bis zu 50 Prozent Performance. Besonders nachts steigt die Hardwarelast stark an, da zusätzlich zu Mond- oder Sonnenlicht zahlreiche weitere Lichtquellen inklusive Schatten berechnet werden müssen.
Hinzu kommt ein deutlich gestiegener VRAM-Bedarf. Vor allem die höchsten Extrem-Settings inklusive Raytracing verlangen überraschend viel Grafikspeicher. Mit allen Reglern auf Maximum gerät beispielsweise eine Geforce RTX 5070 mit 12 GiByte in WQHD an ihre Grenzen, insbesondere in Tokio mit seinen vielen hochauflösenden Assets. Wer einzelne Detailregler leicht reduziert oder auf das Preset "+RT Ultra" setzt, kann die Situation allerdings deutlich entspannen.
Trotzdem bleibt Forza Horizon 6 erfreulich gut skalierbar und ist wie die Vorgänger auch mit weniger leistungsfähiger Hardware ohne allzu große optische Einbußen gut spielbar. Im PCGH-Benchmark-Test von Forza Horizon 6 setzte sich zwar wie üblich die Geforce RTX 5090 an die Spitze des Felds, dahinter schneiden aber aktuelle Radeon-Modelle ungewöhnlich stark ab. So liegt eine Radeon RX 9070 XT beispielsweise mit klassischem Rasterizing auf Augenhöhe mit einer RTX 5080 und eine RX 9060 XT 16 GB ist meist etwas flotter als eine RTX 5060 Ti 16 GB.
Wie üblich liegen maximale Raytracing-Details den Nvidia-Modellen etwas besser, doch die AMD-GPUs schlagen sich angesichts der Preisunterschiede beachtlich: In Full HD liegt die RX 9070 XT in unserer Testszene praktisch auf RTX-5080-Niveau und kann sich selbst in 4K UHD noch knapp vor einer RTX 5070 Ti behaupten. Die RX 9060 XT 16 GB ist in Full HD wiederum etwas flotter als eine RTX 5060 Ti 16 GB, in WQHD etwa auf Augenhöhe und erst in 4K UHD langsamer - wobei hierzu gesagt werden sollte, dass hierfür beide Karten zu langsam sind, obwohl alle Raytracing-Benchmarks der Performance und Praxistauglichkeit zuliebe mit 67 % Auflösungs-Upsampling durchgeführt wurden.
Ryzen 9000X3D klar in Front, Zen(+) leider schwach
Die Anforderungen an den Prozessor sind relativ moderat. Bereits ältere Modelle wie ein Core i9-9900K oder Ryzen 5 3600 erzielen in unserer Testszene durchschnittlich über 80 Fps und zumindest 60 P1-Fps, dreistellige Bildraten sind ab der Gewichtsklasse Ryzen 5 5600 und Core i5-12400F drin. Die höchste Leistung bieten, wie üblich, aktuelle Zen-5-CPUs mit 3D-V-Cache wie der Ryzen 7 9800X3D, welcher durchschnittlich über 200 Fps erzielt.
Alder Lake schlägt sich allerdings ebenfalls wacker und liefert vergleichsweise hohe P1- und P0,1-Fps ab, soll heißen: Ein Core Ultra 7 270K Plus liefert zwar niedrigere, aber weniger stark schwankende Bildraten im Vergleich zu Sockel-AM5-CPUs wie dem Ryzen 9 7950X3D oder Ryzen 7 7800X3D. Deutlich abgehängt sind allerdings Zen(+)-Prozessoren wie der Ryzen 5 1600X und Ryzen 5 2600, die mit durchschnittlich jeweils 54 Fps reproduzierbar deutlich hinter Zen 2 in Gestalt des Ryzen 5 3600 hinterherhinken, der unter gleichen Bedingungen 85 Fps liefert. Im Folgenden empfehlen wir zwei Gaming-PCs, die in Forza Horizon 6 eine hohe Performance zum fairen Preis bieten.
PCGH-Aktions-PC RX9070-Edition
Bei diesem in limitierter Stückzahl gebauten Gaming-PC für 1.830 Euro kommt ein Ryzen 7 7800X3D zum Einsatz, der eine starke Leistung in dem Rennspiel zeigt: In unserer Testszene erzielte der 8-Kerner durchschnittlich 183 Fps und da selbst die P1- und P0,1-Fps noch im dreistelligen Bereich liegen, ist CPU-seitig ein geschmeidiges Spielgefühl stets gewährleistet. Allerdings schlägt sich auch die im PCGH-Aktions-PC RX9070-Edition verbaute Radeon RX 9070 sehr gut, was zum einen am 16 GiByte großen Grafikspeicher, zum anderen an der allgemein guten Performance aktueller Radeon-Modelle in dem Titel liegt.
Mit maximalen Rasterizing-Details sind durchschnittlich rund 109, 90 und 60 Fps in Full HD, WQHD und 4K UHD zu erwarten, womit die Grafikkarte trotz der deutlichen Ersparnis fast auf dem Niveau einer Geforce RTX 5070 Ti liegt, die hier 119, 95 und 65 Fps erzielt. Mit maximalen Raytracing-Details samt 67 Prozent Upsampling liefert die GPU 92,72 und 44 Fps, wodurch also nur in 4K UHD noch größerer Optimierungsbedarf für ein flüssiges Spielgefühl besteht.
PCGH-Performance-PC RX9070XT-Edition V2
Noch eine Schippe Extraleistung liefert der PCGH-Performance-PC RX9070XT-Edition V2 für 1.925 Euro, auch wenn der verbaute Core Ultra 5 250KF Plus mit durchschnittlich 165 Fps auf den ersten Blick hinter einem 7800X3D mit 183 Fps liegt. Doch bei den P1-Fps herrscht bereits Gleichstand (122 vs. 123 Fps) und die P0,1-Fps fallen mit 108 statt 101 Fps beim Intel-Chip sogar besser aus. Die durchschnittliche Bildrate ist also zwar niedriger, doch die 18 Kerne der Sockel-1851-CPU sorgen für eine gleichmäßigere Bildausgabe - und nebenbei bemerkt für eine höhere Leistung abseits des Spielbetriebs (PCGH-Index-Wert für Anwendungen: 65,9 vs. 46,7 Prozent).
Stark ist aber insbesondere die Radeon RX 9070 XT, welche sich in Forza Horizon 6 von ihrer besten Seite zeigt und es mit maximalen Rasterizing-Details sogar mit einer Geforce RTX 5080 aufnimmt: Sie liefert 135, 109 und 74 Fps in Full HD, WQHD und 4K UHD, während die Nvidia-GPU 135, 109 und 76 Fps erzielt. Maximale Raytracing-Details inkl. 67 Prozent Upsampling stemmt die Karte in den drei Auflösungen mit 111, 89 und 55 Fps, wodurch also nochmal rund 21 bis 26 Prozent mehr Leistung als mit einer Radeon RX 9070 (ohne "XT") locken.
Technik-Fazit: Forza Horizon 6
Wer wie bei den Vorgängern keine Simulation erwartet, sondern abwechslungsreiches Racing und Erkunden großer japanischer Schauplätze, kommt mit dem sechsten Serienteil auf seine Kosten. Dank der guten Performance der Forzatech-Engine benötigt man dafür auch keine High-End-Hardware, wenngleich diese für die bestmögliche Raytracing-Optik die größten Reserven mitbringt. Schön wäre es, wenn die Entwickler noch FSR Frame Generation und XeSS Frame Generation implementieren würden, denn bisher wird nur DLSS Frame Generation geboten. Zudem könnte das Level-of-Detail-System weniger deutlich zu Werke gehen.
Quelle: Krotus Computer
Krotus Computer bietet bei allen PCGH-PCs einen umfangreichen Service: Stresstest, Lüfterkurven, aktuelle UEFI- und Treiberversionen etc.
Was meinen Sie? Spielen Sie Forza Horizon 6 bereits und wie empfinden Sie die Hardware-Anforderungen und die gebotene Optik?
PCGH-PCs: Gaming-PC konfigurieren für jedes Budget
Im PC-Konfigurator von Krotus Computer haben Sie die Möglichkeit, jeden PCGH-PC umfassend zu individualisieren, bevor Sie ihn bestellen. Sollte ein bestimmtes Merkmal Ihren Wünschen nicht entsprechen, können Sie die Konfiguration des PCGH-Gaming-PCs anpassen, um ihn optimal auf Ihre Bedürfnisse abzustimmen. So können Sie etwa ein anderes Gehäuse und mehr RAM auswählen oder eine zusätzliche SSD hinzufügen.
Quelle: PCGH
Benchmarks zeigen einige Überraschungen: Was für PC-Spieler bei Forza Horizon 6 zählt
Alle PCGH-PCs basieren auf der zur Verfügung stehenden Auswahl an Komponenten sowie unseren Tests und Empfehlungen aus der Redaktion. Die PC-Zusammenstellungen werden regelmäßig aktualisiert. Sie können diese auch als Bauvorschläge für den Selbstbau nutzen, als Komplett-PC bestellen oder im PC-Konfigurator bei unserem Partner Krotus Computer Ihren Wünschen anpassen.

Spart Strom, schont die GPU. und das Gehör nebenbei noch den Geldbeutel.
Nur Vorteile ohne, deutlich erkennbare Nachteile!