Gesund bleiben im Homeoffice

Zuhause - und besonders im Homeoffice - sollte unbedingt auf Ergonomie am Arbeitsplatz geachtet werden. Zentraler Faktor ist ein ergonomischer Stuhl. Doch was macht einen ergonomischen Stuhl eigentlich aus?

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Special PCGH Redaktion
Gesund bleiben im Homeoffice
Quelle: Caseking

Seien wir mal ehrlich, selbst nach Feierabend im Homeoffice sitzen wir noch lange am Rechner - Clans, neue Levels, ganze virtuelle Völker warten dann auf uns. Die Anpassung des kombinierten Arbeits- und Freizeitplatzes an die natürliche Körperhaltung, um den Arbeitsablauf und das anschließende Gaming so komfortabel wie möglich zu gestalten, dient nachweislich der Prävention gesundheitlicher Folgeschäden - besonders verursacht durch zu langes Sitzen. Das gilt umso mehr, wenn die Bewegung durch den Weg ins Büro und zurück wegfällt.

Ergonomie heilt nicht

Allerdings ist es wichtig zu verstehen, dass Ergonomie nicht - wie fälschlicherweise oft angenommen - bestehende gesundheitliche Nachteile heilt. Die Wirbelsäule wird nicht wieder gerade, weil man auf einem ergonomischen Stuhl sitzt. Eine Skoliose muss immer durch Behandlung therapiert werden, ein Stuhl ist hier keine Lösung. Bewegung und sportliche Aktivität kann ebenfalls durch keinen Stuhl der Welt ersetzt werden.

Der ergonomische Stuhl, eine lohnende Investition

Kissen bei Noblechairs Quelle: Caseking Kissen bei Noblechairs Beim Kauf eines Stuhls, der sowohl für das Arbeiten zuhause und das Gaming geeignet ist, sollte man nicht sparen, sondern wohl überlegt an die Sache herangehen. Vor allem sollte man die Herstellerangaben ganz genau betrachten. Eine beworbene 360°-Drehung oder stufenlose Höhenverstellung sind lediglich Standardfunktionen, die nur unwesentlich zur Ergonomie beitragen und eigentlich auch die billigsten Bürostühle bieten müssten. Meist ist die Rückenlehne zu klein und flach gestaltet, eine Kopfstütze fehlt. Ergonomische Stühle unterscheiden sich von herkömmlichen Stühlen in erster Linie durch die Form der Rückenlehne, der Funktionen der Wippmechanik, der Stabilität und, nicht zu guter Letzt, der Qualität der Materialien. Das ergonomische Design der noblechairs-Stühle orientiert sich übrigens auch an den Sitzen in Sportwagen, bei denen Insassen durch Beschleunigung und Abbremsen teils hohen G-Kräften ausgesetzt sind.

Unterstützung der natürlichen Körperhaltung

Ergonomische Stühle haben besonders in der unteren Region der Rückenlehne eine natürliche Wölbung oder verfügen über eine Option, die Wirbelsäule zu stützen, etwa durch fixierbare Kissen oder integrierte, anpassbare Lendenwirbelstützen. Diese Wölbung hilft die natürliche Krümmung der Wirbelsäule im Bereich der Lordose beizubehalten. Jeder Mensch hat seine eigene ganz spezielle Körperform, manch einer etwa ein ausgeprägtes Hohlkreuz. Um das zu kompensieren, ist eine verstellbare Lordosenstütze hilfreich, wie sie alle Modelle der HERO-Serie von noblechairs mitbringen. Aber auch Kissen, vorzugsweise mit dem sogenannten Memory Foam, der sich an die individuellen Körper anschmiegt und auch bei längerer Nutzung seine Form behält, können helfen, die Wirbelsäule zu stützen. Zusätzlich ist die Position der Wölbung sehr oft für kleinere Personen relevant. Es bringt nichts, wenn die Lordosenstütze zu hoch liegt, weil sie dann den falschen Bereich stützt und unvermeidlich zu Rückenschmerzen führen wird. Den noblechairs HERO empfehlen wir daher stets für größere Personen, da die Rückenlehne sehr hoch und breit ist.

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Die ideale Sitzposition finden

Eine integrierte Wippmechanik hilft nicht nur dabei, die ideale Sitzposition zu finden, sondern ermöglicht auch, schnell und bequem die Position anzupassen, ein absolutes Muss bei längerer sitzenden Tätigkeit, besonders, weil eine aufrechte Sitzhaltung auf Dauer den Rücken zu sehr belastet. Ähnliches gilt auch für den Nacken. Eine Kopfstütze hilft dabei, die Halswirbel zu entlasten, das dazugehörige Kissen, die ideale Kopfposition zu finden und halten. Ein Fußstütze wiederum entlastet ebenfalls Rücken und Beine.

Entlastung für den Nacken

Kleinere Personen sollten darauf achten, dass das Nackenkissen oder die Kopfstütze auch im Nacken positioniert werden kann, damit der Kopf adäquat gestützt wird. Viele Stühle verfügen über Schulterstützen. Durch diese Stützen können die Nackenkissen mit elastischen Gummibändern nicht auf die richtige Höhe gebracht werden. Das ist der Grund, warum wir neben dem noblechairs EPIC und dem HERO auch den ICON konzipiert haben. Beim ICON haben wir auf diese Ausdehnungen verzichtet, damit das Nackenkissen niedriger positioniert werden kann. Durch unsere Nackenkissen mit Steckverschluss an den Gummibändern lässt sich das Nackenkissen durch die Eyeholes beim EPIC ebenfalls niedriger platzieren.

Noblechairs: Wichtige Details Fußstütze Quelle: Caseking Lordosenstütze Quelle: Caseking Rückenlehne EPIC Eyeholes Quelle: Caseking Wippmechanik Quelle: Caseking

Das optimale Sitzklima

Das Material der Sitzfläche eines Stuhls spielt ebenfalls eine große Rolle und sollte vor allem bei langem Sitzen bequem sein, je nach Präferenz weicher oder härter. Unsere noblechairs-Serie "Black Edition" beispielsweise hat einen Kunstlederbezug aus einem fortschrittlichen Hybrid-Material. Durch eine chemische Reaktion beim Herstellungsprozess entstehen im Material mikrofeine Poren, die durchlässig für Luft und Wasserdampf sind. Dies führt zu einem deutlich besseren Sitzklima.

Der ideale Platz für die Arme

Auch die Armlehnen können bei der Ergonomie eine wichtige Rolle spielen. Viele passen sie auf die Höhe des Tisches an, damit sie eine einheitliche Ebene bilden, um die Maus und Tastatur bedienen zu können und dabei den Arm und die Ellenbogen auf den Armlehnen abzulegen. Andere wiederum ziehen sich mit dem Stuhl sehr weit unter den Tisch und arbeiten in einer halb-liegenden Position, mit den Armen auf dem Tisch und Maus und Tastatur weiter zur Tischmitte und nutzen die Armlehnen dann, um die Position zu ändern oder eine Pause zu machen.

Das Wichtigste: Viel Bewegung

Regelmäßiges Aufstehen und ausgiebige Bewegung bleiben trotz eines idealen Gaming-Stuhls jedoch unerlässlich. Muskeln und Gelenke müssen immer wieder in Schwung gehalten werden. Das aktiviert auch den Kreislauf und fördert die Durchblutung, was wiederum die Konzentration verbessert. Bleiben Sie gesund!

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    • Kommentare (10)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Malustra Freizeitschrauber(in)
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Incredible Alk
        Wie gut das auf nem uralten 4 Kerner mit 4 GB RAM und ohne SSD läuft kannste dir vorstellen .
        Ich hab meinen Arbeits-Laptop von 4 auf 10GB aufgerüstet, weil ständig der Speicher voll war.
        Jetzt bringt nur noch chkdsk die RAM-Voll-Meldung zustande.
      • Von Terracresta BIOS-Overclocker(in)
        Gestern erst nen neuen Schreibtischstuhl für meine Frau bestellt, da der alte sowas von durchgesessen ist. Diesmal auch kein mehr für 100€, sondern was Besseres und Ergotopia scheint ja recht gut zu sein. Der Stuhl ist auch eher mit den guten auf Arbeit zu vergleichen und um "Gaming"- und "Chef"-Sessel mach ich inzwischen nen Bogen. An der Wippmechanik sieht man oft schon, ob ein Stuhl Mist ist oder nicht. Auch (Kunst-)Leder ist nicht wirklich toll, vor allem im Sommer, sondern lieber was, wo der Rücken atmen kann.
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Das ist die Normalität: So lange benutzen bis kaputt. In vielen Fällen ist das ja auch völlig ok wenn die Anforderungen nahe Null sind - wir haben heute noch Pentium4-PCs in manchen Büros wo nix gemacht wird außer interne Mails lesen/schreiben.
        Ich habe aber auch teilweise CAD-Anwendungen, kleinere Simulationen, Datenbankprogramme, Virtuelle Desktopfarmen und son Kram am laufen, möglichst gleichzeitig.
        Wie gut das auf nem uralten 4 Kerner mit 4 GB RAM und ohne SSD läuft kannste dir vorstellen (glücklicherweise kann ich viel aufm Server machen der deutlich leistungsfähiger ist als meine lokale Kartoffel). Die Kosten eines halbwegs neuen PCs wären alleine mit der Zeit, die ich pro Quartal mit dem Betrachten von Ladebalken und Sanduhren verbringe schon bezahlt. Aber ab einer gewissen Firmengröße werden Strukturen extrem unflexibel, solche Denkansätze gibts einfach nicht bzw. nur in Extremsituationen.
      • Von Lichtbringer1 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Incredible Alk
        Mein Arbeitgeber hat seit vielen Jahren ein Interesse daran zu überleben. Büromobiliar ist so ziemlich das letzte was du anschaffst wenn du aus den roten Zahlen nicht rauskommst.
        Ja, ich sitze auf nem 20 Jahre alten Stuhl vor einem i5-2500 mit 4GB RAM und einem 22 Zoll TFT mit 1680er Auflösung. Ohne Mikro, Kamera oder Boxen - was in Videokonferenz-Zeiten besonders geil ist (da ich mich zwar zuschalten kann um meinen Desktop zu zeigen aber immer noch zusätzlich am Telefon hängen darf um auch was zu hören/sagen).

        Prinzipiell haste natürlich Recht. Und sollten bessere Zeiten kommen wird das auch alles erneuert. Und wenn die nicht kommen macht der Laden eh zu (oder wird irgendwo hin verlangert nach China/Taiwan/sonstwo wo man halt nicht die ganzen EU-Gängelungen hat die uns vernichten im Vergleich zur Konkurrenz).


        Ich plädiere auch immer dafür die ganzen alten Stühle und Rechner rauszuwerfen aber da diese teilweise noch nicht quietschen/ die Rechner noch laufen passiert da nichts. Manches ist leider schon mehr als 9 Jahre alt und war selbst zu Launchzeiten nichts gutes.
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