Einstiegs- & Premiummodelle, Zielgruppe
In diesem Artikel
Was sollte ein gutes Einsteigermodell bei Poolrobotern können?
Ein Roboter für den Pool soll bei der Poolreinigung den Poolbesitzer entlasten. Hierzu sollte er zumindest folgende Kriterien erfüllen:
Filtersystem - selbstständig und zugänglich
Es existieren nicht nur eigenständige, sondern auch halbautomatische Poolsauger, die an die Filteranlage des Pools angeschlossen sind. Das überlastet diese nicht nur, sondern der Poolroboter muss auch mit der Anlage kompatibel sein. Stattdessen sollte es sich um ein eigenständiges Filtersystem handeln, mit einem leicht zugänglichen Filter. Bestenfalls ist es ein Top-Load-Gerät, dessen Filter an der Oberseite des Poolroboters, statt an der Unterseite, zu finden ist. Doch nicht nur die Position, sondern auch die Feinheit des Filters ist entscheidend. Günstigere Modelle können lediglich gröbere Partikel zwischen 200 und 250 µm filtern. Das genügt für gröbere Partikel oder Laub, Blütenstaub hingegen ist feiner.
Akkulaufzeit/Betriebsdauer - muss zur Beckengröße passen
Handelt es sich um einen kabelgebundenen Poolroboter, ist die Betriebsdauer nahezu unendlich. Lediglich das Kabel kann die Laufzeit begrenzen, wenn der Roboter kein Drehgelenk in Form eines Swivels installiert hat.
Akku-Modelle sind heutzutage häufiger anzutreffen, da sie keine Kabelinstallation erfordern und nicht an diesem hängen bleiben können. Problematisch ist dafür die Betriebsdauer. Einsteigermodelle reinigen zwischen 60 und 90 Minuten den Pool. Das entspricht einer Bodenfläche von in etwa 40 Quadratmetern. Ist der Pool größer, benötigt es einen hochwertigeren Poolroboter.
Wartungsfreundliche Features - erleichtern den Poolalltag
Anders als ein Rasenroboter fährt ein Poolroboter nicht selbstständig zur Ladestation, sondern der Besitzer muss ihn aus dem Pool heben und zur Ladestation bringen. Deshalb sollte er nicht nur möglichst leicht sein, bestenfalls zwischen drei und sechs Kilogramm, sondern auch immer zur selben Position fahren.
Ein weiteres Feature, das an Bord sein sollte, ist die Touch-and-Reverse-Funktion. Durch sie ändert der Poolroboter automatisch die Richtung, wenn er gegen etwas im Pool fährt. Das kann die Poolleiter, ein vergessener Schwimmring oder die Bodenablauf-Abdeckung sein.
Funktion und Extras von Premium-Poolrobotern - das kann nicht jeder Poolsauger
Nicht nur die Grundlagen in Form der Grundreinigung sollten bei Poolrobotern der Oberklasse dabei sein, sondern auch folgende Features für anspruchsvolle Poolbesitzer oder komplexe Becken:
Wand- und Wasserlinienreinigung - hier trennt sich die Spreu vom Weizen
Günstigere Modelle schrubben fast ausschließlich den Boden. Das hat den Nachteil, dass Dreck und andere Partikel zuerst zum Boden sinken müssen. Hochwertige Modelle schaffen es, die Wasserkante zu reinigen, um Fett- oder Schmutzränder zu entfernen. Selbiges trifft auf die Wände des Poolbeckens zu, die ein günstiger Poolroboter lediglich am Übergang zwischen Wand und Boden reinigen kann.
Intelligentere Navigation - Pool-Scanning statt Chaos-Prinzip
Günstigere Poolroboter und Mähroboter haben eines gemeinsam: das Chaos-Prinzip. Sie irren für die Poolreinigung wahllos im Pool herum und reinigen dadurch die gesamte Fläche - oder auch nicht. Wesentlich intelligenter sind hochwertigere Modelle, die via Pool-Scanning oder Adaptive Seek in systematischen Bahnen den Pool abfahren. Mithilfe von Gyrosensoren oder Ultraschallsensoren erkennen sie sowohl Hindernisse als auch Schmutz und lernen den Pool kennen. Das reduziert das Risiko, dass Stellen ausgelassen werden oder der Roboter im Pool festhängt.
Quelle: Aiper
Je besser die Navigation ist, desto mehr Bereiche und Poolformen können effizient abgedeckt werden.
App-Steuerung - Bequemlichkeiten der Moderne
Günstige Roboter haben einen vorher eingestellten Zeitplan für die Poolreinigung. Premium-Modelle ebenfalls, doch diese können vom Nutzer aus der Ferne angesteuert werden. Mithilfe einer App oder Fernbedienung sind folgende Einstellungen möglich:
- Anpassung der Reinigungszyklen
- Wechsel der Modi (Wand oder Wand + Boden)
- manuelle Lenkung
Diese Features sind zwar auch Technikspielerei, können aber in gewissen Situationen im Alltag helfen.
Automatische Rückkehr - Selbstparker
Das bequemste Feature von hochwertigen Poolrobotern ist das automatische Andocken, wenn der Roboter merkt, dass der Akkustand zu niedrig wird. Dann fährt er immer dieselbe Stelle am Beckenrand an und parkt selbstständig ein - sogar an einer Dockingstation, wenn diese vorhanden ist.
Bessere Filterleistung - mehr und feiner
Premium-Modelle sind nicht nur in der Feinheit der Filter besser und filtern Blütenstaub heraus, sondern haben auch einen höheren Wasserdurchsatz. Zwischen 15 und 20 Kubikmeter Wasser fließen durch die stärkeren Pumpen.
Quelle: Dolphin
Blitzblank, keine glitschigen Algen, keine toten Insekten - das ist, was ein Poolroboter verspricht.
Reinigt der Poolroboter auch meinen Bestway-Aufstellpool?
Eine häufige Frage von Besitzern von Aufstellpools (Intex Easy Set oder Bestway Frame Pools) ist, ob sie diese mit einem Poolroboter reinigen können. Die gute Nachricht: Ja, grundsätzlich sind viele Poolroboter auch für einfache Aufstellbecken geeignet. Allerdings gibt es folgende Dinge zu beachten:
- flacher, ebener Boden.
- Bodensauger wählen, wenn die Wände zu weich sind, bei starren Wänden sind Wandkletterer ebenfalls empfehlenswert.
- Roboter entsprechend der Poolgröße wählen (müssen aufeinander abgestimmt sein).
- Hindernisse (Leitern, Schläuche oder Spielzeug) vor der Reinigung entfernen.
Für wen lohnt sich ein Poolroboter?
Poolreinigung leicht gemacht - mithilfe von Robotern. Doch wer profitiert überhaupt von den Geräten und für wen lohnen sie sich nicht? Dann sind die Geräte besonders praktisch:
Bei Zeitersparnis - bequeme Poolreinigung
Boden schrubben, Wände putzen und Laub von der Wasserlinie fischen - Manuelle Poolreinigung ist ein Graus und kostet Zeit. Mit Poolrobotern spart sich der Käufer diese Zeit, denn bei mittelgroßen bis großen Pools kommen mehrere Stunden Reinigungsarbeit pro Woche auf den Besitzer zu.
Wer in dieser Zeit lieber entspannt oder schlichtweg nicht die Zeit hat, sollte diese Investition tätigen.
Bei hoher Verschmutzung - Bäume, Blüten oder Felder
Bäume, Blüten und Felder sind der Feind des Poolwassers. Aber auch Hautschuppen, Haare oder Sonnenschutzmittel verschmutzen das Wasser. Wer den Pool häufiger nutzt, oder wenn Bäume, Felder sowie Blumen mit Blüten in der Nähe des Pools stehen, ist die Investition sinnvoll. Andernfalls ist die manuelle Poolreinigung nicht nur anstrengend, sondern auch beinahe unmöglich.
Bei mittelgroßen Standard-Pools - die Größe und Form macht's
Bei kleinen Pools in Form von Planschbecken oder Mini-Whirlpools ist der Kauf von Poolrobotern unsinnig. Ebenso bei komplizierten Poolformen, mit vielen Engstellen oder verwinkelten Treppen. Dann kommen die großen Geräte nicht an jegliche Stellen.
Ovale, runde oder rechteckige Standardbecken hingegen sind die liebsten Pools von Poolrobotern. Sie können sich sowohl frei am Boden als auch an den Wänden bewegen und den Pool reinigen.
Wenn Preis und Leistung stimmen
Der Kauf eines Poolroboters bedeutet nicht selten eine gewisse Investition, denn die Geräte können über 1.500 Euro kosten. Wenn nicht einmal der Pool diesen Betrag kostete, ist die Anschaffung unsinnig. Erst wenn das Verhältnis von Roboter zu Pool im Preis passt, ist die Anschaffung sinnvoll.
