Shattered Horizon angespielt: Schwerelos-Shooter von Futuremark benötigt DirectX-10-Grafikkarte
Auf der Gamescom bat Futuremark zum Probespielen des Shooters Shattered Horizon. Die Besonderheiten: Kämpfe in der Schwerelosigkeit sowie eine DirectX-10-Grafikkarte als Minimalvoraussetzung.
Futuremark, bisher durch die Entwicklung von Benchmarks bekannt, will mit Shattered Horizon auch in der Spielebranche Fuß fassen. Nach der Ankündigung letztes Jahr gab es im weiteren Verlauf bis auf ein paar Screenshots und einer geplanten Beta wenig Neues zu berichten. Doch nun hat Futuremark anlässlich der Gamescom eine brandneue Version von Shattered Horizon im Handgepäck gehabt, die PC Games Hardware probespielen konnte.
Shattered Horizon: Release, Beta, Preis
Shattered Horizon kommt exklusiv für PC, geplant ist ein Release Ende 2009, sofern das Feedback der Beta entsprechend positiv ausfällt. Letztere wird voraussichtlich Ende August/Anfang September starten, 2.000 Glückliche dürfen dann gegeneinander antreten. Bis zu 32 Spieler passen auf eine Karte, in der Beta sind drei Levels enthalten, die unterschiedliche Herausforderungen bieten (Höhlen, Tunnel, Bodenstationen und der Nachbau der original ISS), außerdem drei typische MP-Modi.
Shattered Horizon ist ein reines Multiplayer-Spiel und wird über Steam vertrieben. Dementsprechend peilt Futuremark auch einen fairen Preis an, der deutlich unter dem eines Vollpreis-Spiels liegen soll. Die Steam-Zusammenarbeit wird auch für das Finden von willigen, gleichgesinnten Spielern genutzt.
Shattered Horizon: DirectX 10-only, Vantage-Engine
Wie bereits mehrfach berichtet und vermutet: Shattered Horizon ist nun auch ganz offiziell eines der wenigen Spiele, das eine DirectX-10-Grafikkarte voraussetzt. Das Echtzeitstrategie-Spiel Stormrise verlangte ebenfalls nach einer DirectX-10-fähigen Grafikkarte und damit zwangsläufig auch mindestens nach Windows Vista. Shattered Horizon soll laut Futuremark auch unter Windows 7 gut laufen. Beim Probespielen mit 30-40 Fps hatten wir ein flüssiges Spielgefühl, vermutlich wird schon eine Geforce 8800 GT reichen, um Shattered Horizon ohne Ruckler zu spielen.
Basis des Spiels ist wie berichtet die Engine des 3D Mark Vantage. Diese mussten allerdings deutlich überarbeitet werden, schließlich mangelt es dem Benchmark an Spielcode. Futuremark hat nach eigenen Aussagen vor allem an den Schatten gearbeitet, diese spielen in Shattered Horizon aufgrund des "harten" Lichts im Weltall eine wichtige Rolle. Dass Physx als grundsätzliche Physikengine zum Einsatz kommt, ist bekannt.
Bildergalerie
Shattered Horizon: Herausforderungen ans Leveldesign, einfache Spielmechanik
Im Spiel sind Sie schwerelos, was einen massiven Einfluss auf Ihre Beweglichkeit hat. Wer schon mal Low-Gravity-Mods für Unreal Tournament 2004 (dt.) gespielt hat, kann sich ungefähr vorstellen, wie sich das anfühlt. Per WASD bewegen Sie vor-, rück- und seitwärts; nach oben und unten geht es mit Springen und Ducken. Einen Jetpack-Turbo nutzen Sie für Beschleunigungen, dazu kommt, dass Sie an Oberflächen wie Felsen oder Teilen der Raumstationen "andocken" können, um die Schwerelosigkeit für kurze Zeit zu umgehen. Vorsicht: Auf diese Weise können sich Gegner gut tarnen, indem sie sich Fledermaus-artig an Höhlendecken hängen.
Die eigentliche Spielmechanik wird von Futuremark bewusst einfach gehalten. Lediglich eine Waffe steht zur Verfügung, die drei Modi kennt: Nahkampf (MG), Kämpfe in mittlerer Entfernung (Granaten) und Fernkampf (Sniper). Im Granaten-Arsenal befinden sich EMP (Spieler verliert kurzzeitig das HUD, das Fadenkreuz und den Sound, kann sonst aber weiterspielen), Eisgranate (Spieler kann sich kurzzeitig verstecken) und Teleporter (Spieler wird ein gutes Stück zur Seite gebombt). Die Waffe macht sich dabei relativ dominant im Sichtfeld bemerkbar und bietet Statusanzeigen.
Das Element der Schwerelosigkeit bietet Chancen für neue Leveldesign-Ideen. Der Spieler erreicht ja nun praktisch jeden Winkel und kann sich entsprechend überall verstecken und auf die Gegner warten. Sniper müssen aber aufpassen: Ein Schuss in den Benzintank am Rücken bedeutet das sofortige Ende, genau so wie ein Schuss ins Visier vorne.
Shattered Horizon: Grafik
Die blau glühende Erde im Hintergrund, viele Höhlenverstecke, da hartes Licht der Sonne - die Beleuchtung in Shattered Horizon ist aufwendig. Bei der Vorführung auf einem Notebook mit Geforce 8600 schaltete Futuremark zwar nicht alle Grafikdetails ein, trotzdem überzeugte die Optik meistens. Shattered Horizon sieht Welten besser aus als noch vor einem Jahr in Leipzig, was vor allem an den mittlerweile angebrachten Detailtexturen mit aufwendigem Tiefeneffekt liegt. Per SSAO (Screen Space Ambient Occlusion) erhält die Beleuchtung den nötigen Realitätskick, adaptives Tone Mapping hilft ebenfalls, den großen Dynamikumfang besser darzustellen. Blaue Lens Flares und Regenbogen-Halos blenden den Spieler, wenn er im entsprechenden Winkel Richtung Erde blickt. Weniger hübsch wirken manche einfarbige Flächen von Bodenplatten oder Plattformen; hier sieht der Überstrahleffekt noch künstlich aus. Manche der Höhlen wirken auch noch kantig, hier wurde offenbar an Polygonen gespart.
Quelle: Futuremark
Shattered Horizon: Gamescom-Screenshots (4)
Shattered Horizon: Angespielt
Obwohl Futuremark FPS-Fans einen schnellen Einstieg verschaffen will: Bis das Zusammenspiel aus Seitwärts-Strafen, Beschleunigen, Hoch-/Runterschweben und Andocken an Oberflächen flüssig von der Hand geht, dauert es etwas. Beherrscht man diese Grundklaviatur, muss man sich erst an das Waffenaiming und die FOV gewöhnen; Gegner wirken immer relativ weit entfernt. Die Sniperfunktion ließ sich etwas schwerfällig auslösen. Spaß machte unser Ausflug zum Mond allemal, spannend dürfte sein, wie sich Shattered Horizon mit 32 Spielern anfühlt. Erst dann dürfte sich auch das tatsächliche Spaßpotenzial der Level offenbaren, die sehr viele taktische Möglichkeiten eröffnen. Unklar ist, ob Futuremark ein Kit veröffentlicht, damit Fans eigene Karten schnitzen können.
Hintergrund: Shattered Horizon
Shattered Horizon ist das erste Spiel der 3DMark-Entwickler Futuremark. Der Multiplayer-Shooter, welcher auf Basis der 3DMark-Vantage-Engine entwickelt wird, spielt im Weltraum, wo die Überlebenden einer Mond-Katastrophe unter anderem um Kontrollpunkte kämpfen. Als Engine kommt nicht die originale des 3DMark Vantage zum Einsatz, sondern eine stark überarbeitete Version, die allerdings weiterhin exklusiv unter DirectX 10 läuft. Durch Mitgliedschaft im Nvidia-Entwicklerprogramm TWIMTBP ist auch die Nutzung von Physx nicht überraschend - zumal bereits der 3DMark Vantage diese API nutzt.


Dass Spiel scheint ja der Hammer zu sein. Und feur den Preis.
Will haben.
Ich habe einen Key bekommen und teste es gerade, ist gar nicht übel.
Hat jemand von euch einen Key bekommen?
sowas nennt man schlichtweg Technologiebremsen. Ich begrüße es sehr das es da Hersteller gibt die sagen zack DX10-Only.
Wenn man ehrlich ist konnte DX10 nie sein potenzial entfalten da immer DX9 der Hauptpfad war und DX10 mehr oder minder
reingeklatscht wurde, wenn es soweiter geht würde es wahrscheinlich DX11 auch noch so ergehen im schlimmsten Fall.
DX10 bietet einfach nicht genug vorteile&Leistung.
Nicht die DX9 Systeme selbst sind die Bremsen, sondern ein Killertitel der von DX10 entscheidende Vorteile zieht (nein kein Crysis, das mit Mod genauso aussieht wie in DX10 Modi unter DX9) sowie ein entscheidend besseres Betriebssystem. Immer dieses "aufhalte" bzw" bremse" gequatsche. Nicht die Vorhandenen DX9 Grafikkarten und XP sind da die bremsen, sondern die Konsolen also wird sich DX10 bzw 11 sowieso erst dann durchsetzen, wenn die Performance von den Konsolen nicht mehr tragbar ist für moderne Titel.
Wer wirklich jetzt noch eine DX9 Karte hat, legt im Gegenteil sicher jeden Euro zu Seite und nimmt gleich ne DX11 Karte.