[26/11/2021] Forza Motorsport vs. Forza Horizon: Prinzipiell bin ich ganz angetan. Ich fahre gerne ab und an mal ein eher simulationslastiges Rennen. Und im Grunde gefällt mir auch das Fahren in Forza Motorsport, das ist definitiv eine ganze Ecke näher an einer Simulation als das doch ziemlich arcadige Forza Horizon 5. Ich werde mich auch sicherlich noch ausführlicher mit der neuen Microsoft-Raserei beschäftigen, doch bis ich mich richtig „einfahre“ und mehr Zeit investiere, warte ich wohl zumindest noch ab, bis ein paar Macken behoben wurden. Prinzipiell ist mein Eindruck aber gut. Was mich aktuell noch stark stört, ist die doch ziemlich rempelige KI, die einem mit Vorliebe ins Heck oder die Seite kachelt und mich eher an das Fahrverhalten road-ragender Egomanen erinnert, die Gift und Galle spuckend mit hochrotem Kopf und Bluthochdruck im Feierabendverkehr feststecken. Schnell sind sie, wenn man die Schwierigkeit auf zumindest Grad 6 stellt. Auf dem Leichtesten fahren sie allerdings wie Großmütterchen bei der ersten Fahrstunde und lassen sich selbst auf Strecken, bei denen die Rundenzeit bei kaum 2 Minuten liegt, pro Runde locker um 30 Sekunden verheizen. Die Balance scheint mir noch nicht ganz zu stimmen und für eine Simulation ist die KI ein wenig arg aggro, so kontaktfreudig war ja nicht einmal die DTM in den wilden 90ern. Forza Motorsport sieht schick aus, abseits dessen hat es aber ein Problem: Assetto Corsa, das sich nochmals um Längen besser fährt und um ein Vielfaches besser anhört. Und obendrein mit Mod-Support daherkommt. Und wenn ich wirklich einmal ein bisschen schweißtreibenden Speed genießen will, dann schwing ich mich in Ride 5 oder TT Isle of Man: Ride on the Edge 3 aufs Bike – tatsächlich bin ich nämlich eher Zweirad-Fan. Insbesondere gegen das Geschwindigkeitsgefühl in letzterem Titel kann Forza absolut nicht anstinken, selbst die schnellsten Rennflundern fühlen sich dagegen behäbig an. (Philipp Reuther)