Technologie: Hitachi will HDD-Datendichte mit Nanotechnik verdoppeln
Hitachi hat nach eigenen Angaben mit Hilfe von Nanotechnik und sogenannten selbstausrichtenden Molekülen die Datendichte für Festplatten verdoppelt. Bis zu 1,2 Billionen (us-engl: trillion) magnetisch nutzbare Punkte pro Quadratzoll kündigte man stolz per Pressemitteilung an.
Quelle: HGST
Das Bild zeigt die magnetischen "inseln", welche die HGST-Labore mit Hilfe von Nanotechnik und Selbstaufbauenden Molekülen erreicht hat. Die Dichte beträgt 1,2 Billionen Punkte pro Quadratzoll (~= 645 mm²)
Hitachi Global Storage Technologies, kurz HGST, gehört inzwischen zu Western Digital, forscht aber offenbar noch aktiv an Weiterentwicklungen im Bereich der Festplattentechnik. Immer größere Anforderungen an hohe Speicherkapazitäten aufgrund von sozialen Netzen (Social Media Platforms) samt der dort von den Nutzern erstellten und hochgeladenen Inhalte (User-Generated Content) sowie durch die Cloud-Anbieter erfordern laut HGST weitere Fortschritte bei der Speichertechnik.
Diese hat der Festplattenhersteller nun erzielt. Erstmals, so HGST, sei es dabei gelungen, die 10-nm-Technik auf selbstaufbauende Moleküle in den für Festplatten nötigen radialen und kreisförmigen Mustern anzuordnen.
Mit den nun erzielten Fortschritten will man mittelfristig, vor dem Jahr 2020, die Speicherdichte herkömmlicher Festplatten verdoppeln - auf einen Bruttowert von rund 222 MiB/mm² (wenn man von einem Bit pro Punkt ausgeht). Wenn unser Excel uns nicht täuscht entspricht das den von HGST angegebenen 1,2 Billionen (us-engl. "trillion") DPI pro Quadratzoll.
Quelle: Pressemitteilung
Über Festplattentechnik der Zukunft, unter anderem auch Bit Patterned Media, berichtete PC Games Hardware bereits in Ausgabe 10/2011:
Der Text des Extrakastens:
Das superparamagnetische Limit ist der Punkt, ab welchem die magnetischen Partikel so klein sind, dass sich ihre Magnetisierung nicht mehr sicherstellen lässt. Nach dem Übergang von der "longitudinal" (MLR) zur "perpendicular"-Speicherung (PMR) wird zurzeit noch eifrig geforscht, um Daten noch verdichteter in der Magnetschicht unterzubringen. Eine der kommenden Techniken ist Shingled Write, bei der sich überlappende Magnet-Bits ähnlich wie Dachschindeln angeordnet werden. Danach muss bereits mit thermisch unterstützter Aufzeichnung (T/HAMR) gearbeitet werden, bevor speziell aufbereitete Medien zum Einsatz kommen müssen, bei denen per Litographie einzelne magnetische Zellen vorbereitet werden. Hier reichen einzelne Teilchen anstelle einer größeren Menge pro Bit aus (Bit-patterned Media, BPM). Ob in zehn Jahren dann mit Mikrowellen (MAMR) oder in mehreren Dimensionen (TDMR) gespeichert werden wird, steht in den Sternen.

Imho wäre das aber auch gar kein Problem, wenn die HDD-Hersteller nicht gepennt hätten. Unter den Leseköpfen einer modernen HDD flutschen mehr als 600 MB an Daten pro Sekunde vorbei und sie bieten ~den 16 fachen Speicherplatz einer SSD gleichen Preises.
Wenn ich 16 mal mehr Daten speichern kann, wieso gibt es dann überhaupt noch verteilte Zugriffe? Eine bißchen Kooperation/Lobbyarbeit bei den Softwareherstellern und ein Installationsmodus, der wichtige Spieleinhalte einfach mehrfach ablegt, und schon würden Festplatten strahlen.
Wieso auf Zugriffszeiten achten, wenn z.B. alle benötigten Texturen direkt hinter der Leveldatei noch mal in Kopie liegen und der Ladevorgang ein einziger Burstzugriff ist? Wenn sie ggf. sogar niedrig komprimiert vorliegen, so dass man sich im Vergleich zu einer SSD sogar Zeit sparen kann, weil die CPU nicht nacharbeiten muss? (viele Spiele profitieren ja weiterhin kaum von SSDs, weil der Transfer der Daten im Vergleich zu deren Aufbereitung fast egal ist)
Aber nö - die Festplattenhersteller glauben weiterhin, im IT-Bereich mit langsamen linearen Wachstum mehr als genug zu tun
Bei gleicher Umdrehung sind sie damit schneller geworden.
Ich finde es auch erstaunlich, dass sie angeblich jetzt 160mb/s im Mittel schaffen sollen (seit der Katastrophe habe ich keine Platte mehr gekauft).
Meine schaffen glaube ich 90 im Mittel und 120 in der Spitze und das durchgehend bei 7200rpm 2TB Platten von Samsung.
Ironie?
5-7 Jahre alte HW mit aktueller HW zu vergleichen?
Verbaue auf meinem Desktop Rechner selbst nur noch 2,5 HDDs da kleiner, weniger wärme, weniger Stromverbrauch, leichter und leiser.
Nebenbei auch ideal für Mini PCs.
5,25 Zoll HDDs würde ich auch keine mehr einsetzen wollen ^ 3,5 kommen mir seit ich 2,5er verbaue extrem klobig vor.
Ich würde auch 5,25 Zoll noch verbauen, die könnten wohl auf 8-10 TB kommen, das wäre doch sehr erstrebenswert. Aber 2,5er in Desktops einbauen? Absolut sinnloser Quatsch! Macht nur in absoluten Mini PCs Sinn, sonst einfach nur Geldverschwendung.