Wissenschaftliche Studie: Wie schnell sind Mäuse, Tastaturen und Gamepads wirklich?

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Studie: Wie schnell sind Mäuse, Tastaturen und Gamepads wirklich? (2)
Quelle: https://hci.ur.de/projects/latency

Medieninformatiker der Universität Regensburg haben eine Methode entwickelt, um präzise und schnell zu messen, wie viel Zeit zwischen einem Tastendruck und der Reaktion des Computers darauf vergeht.

Vor allem bei Computerspielen, aber auch in vielen anderen Bereichen, ist es wichtig, dass die Eingabe des Benutzers möglichst schnell bei der Anwendung ankommt. Dabei spielt die Wahl des Eingabegeräts eine wichtigere Rolle, als bisher bekannt. Medieninformatiker der Universität Regensburg haben nun eine Methode entwickelt, um präzise und schnell zu messen, wie viel Zeit zwischen einem Tastendruck und der Reaktion des Computers darauf vergeht. Das Forschungsprojekt "Physical-Digital Affordances" wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst im Rahmen des Zentrums Digitalisierung Bayern (ZDB) gefördert.

... Logitech hat sowohl extrem schnelle, als auch eher langsame Mäuse im Portfolio.Die Wissenschaftler untersuchten 36 verschiedene Eingabegeräte - Mäuse, Tastaturen und Gamepads - von verschiedenen Herstellern. Für jedes Gerät führten sie automatisiert 10.000 Messungen durch. Dabei stellten sie fest, dass sich nicht nur die durchschnittliche Verzögerung (Latenz) bei den Geräten stark unterscheidet - zwischen 5 und 35 Millisekunden - sondern, dass die Verzögerung bei vielen Geräten stark schwankt. Ein Tastendruck kommt mal etwas früher und mal etwas später beim Betriebssystem an

"Wir waren selbst sehr überrascht, wie stark sich die Eingabegeräte hier unterscheiden, und wie groß die Unterschiede auch bei Geräten des gleichen Herstellers sind. Zum Beispiel hat die Firma Logitech sowohl extrem schnelle, als auch eher langsame Mäuse im Portfolio", erzählt Dr. Raphael Wimmer, Leiter der ZDB-Nachwuchsgruppe "Physical-Digital Affordances". Dies sei für normale Benutzer in der Regel verschmerzbar. Bei Computerspielen oder anderen Anwendungen, bei denen schnelle und präzise Reaktionen gefragt sind, kann dieser Unterschied aber entscheidend sein. Einige der Geräte kann man allerdings zu einer höheren Geschwindigkeit zwingen, indem man das Betriebssystem instruiert, das Gerät einfach häufiger nach Updates zu fragen. Die Erkenntnisse stellten die Forscher am Donnerstag, dem 9. Mai 2019, auf der Fachkonferenz "CHI '19" in Glasgow, UK, vor.

Die detaillierten Messergebnisse finden sich auf der Projektwebseite. Dort kann man auch Software und Bauanleitung herunterladen, um selbst die Geschwindigkeit von Tastaturen, Mäusen und Gamepads zu messen. Dazu muss man allerdings das Gerät öffnen, was zum Verlust der Garantie führen kann. Die Wissenschaftler erproben deshalb momentan Verfahren, um nicht-invasive Latenzmessungen durchzuführen.

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    • Kommentare (24)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Mitchpuken
        AW: Wissenschaftliche Studie: Wie schnell sind Mäuse, Tastaturen und Gamepads wirklich?

        Ja schon

        Ist das von mir Geschriebene denn für den 0815 Spieler Zuhause richtig? Der Link in Post#8 zeigt, dass es Mäuse mit ca. 15ms gibt. Wenn da jetzt die Varianz 2ms sind, dann ist das ansich schon 1 frame, liegt das Bild gerade ungünstig, dass können das 2 frames sein
      • Von Mitchpuken
        AW: Wissenschaftliche Studie: Wie schnell sind Mäuse, Tastaturen und Gamepads wirklich?

        Ja schon

        Ist das von mir Geschriebene denn für den 0815 Spieler Zuhause richtig? Der Link in Post#8 zeigt, dass es Mäuse mit ca. 15ms gibt. Wenn da jetzt die Varianz 2ms sind, dann ist das ansich schon 1 frame, liegt das Bild gerade ungünstig, dass können das 2 frames sein
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Wissenschaftliche Studie: Wie schnell sind Mäuse, Tastaturen und Gamepads wirklich?

        Zitat von Hubacca
        Auf jeden Fall muss die ganze Kette betrachtet werden (hab ich ja auch schon aufgeführt) und natürlich addieren sich alle Latenzen und sollten deswegen möglichts kurz gehalten werden.
        Irgendwann gerät man dabei aber auch an physikalisch, technische Grenzen und ich gehe mal davon aus das man mit min. 2ms bei einer Maus leben muß.
        Alleine das Entprellen der Schalter ist dabei ein Faktor der nur mit hohem mechanischem Aufwand behoben/beschleunigt werden kann.
        Ich habe jedoch auch oft festgestell das durch unsaubere Installation, Fremdtreiber, im Hintergrund laufende Programme und so weiter oft viel "Sachen" verlangsamt/beeinflusst werden.
        Wie oft bremsen Antivirenprogramme andere Programme aus und man wundert sich das der tollste Gamer PC zwischendurch im Schneckentempo dahinkriecht ?

        Alles mögliche Latenzquellen und deshalb muß ich immer lachen wenn jemand sein schlechtes abschneiden beim Shooter auf die zu langsame Tastatur oder Maus schiebt .....

        @ PCGH_Torsten: Bildschirmfoto nicht gesehen ? Ich hab mit Dauerklicken 0,014 Sekunden erreicht !-) Vielleicht brauchst du ja doch eine neue Maus ?
        'türlich hab ich das gesehen, sonst hätte ich nicht auf den Dialog geantwortet. Aber zumindest bei mir lag die Mehrheit der Ergebnisse durch Dauerklicken weit höher und das kann nicht an der Latenz der Maus liegen.

        Zitat von Mitchpuken
        Super interessant! Gerne mehr davon, ach was, mehr von solchen Thema überhaupt!

        Wie ist das bei 60hz (16ms) und zb 10ms Mausklick? Ist der Bildaufbau bei <6ms, dann landet man bei 15ms und sieht den Schuss noch im nächsten Bild. Ist der Bildaufbau gerade bei 7ms kommt man auf 17ms und dann dauert es bis 32ms bis man den Schuss im übernächsten Bild sieht? Natürlich bei kostanten 60fps (muss ja extra dazuschreiben für manche hier, sonst... )

        Entstehen vll auch so die Schwankungen beim selben Eingabegerät? Das hätte ich mir jetzt nicht gedacht. Wobei das irgendwie logisch ist, weil die Abfrage, egal um was es geht im System immer Schritweise passiert. Da gibt es doch sowas wie einen Taktgeber. Ich glaube das ist auf der Seite der Punkt mit "kernel switching".

        Edit: Habe eben versucht mit dem Handy bei 480fps Maus und Bildschirm zu filmen. Leider kein Ton vom Klicken zu hören.
        R-Ws Studie wertet das Signal direkt aus, ohne Umweg über den Monitor und somit auch ohne etwaige Verzögerungen dort.
      • Von Mitchpuken
        AW: Wissenschaftliche Studie: Wie schnell sind Mäuse, Tastaturen und Gamepads wirklich?

        Super interessant! Gerne mehr davon, ach was, mehr von solchen Thema überhaupt!

        Wie ist das bei 60hz (16ms) und zb 10ms Mausklick? Ist der Bildaufbau bei <6ms, dann landet man bei 15ms und sieht den Schuss noch im nächsten Bild. Ist der Bildaufbau gerade bei 7ms kommt man auf 17ms und dann dauert es bis 32ms bis man den Schuss im übernächsten Bild sieht? Natürlich bei kostanten 60fps (muss ja extra dazuschreiben für manche hier, sonst... )

        Entstehen vll auch so die Schwankungen beim selben Eingabegerät? Das hätte ich mir jetzt nicht gedacht. Wobei das irgendwie logisch ist, weil die Abfrage, egal um was es geht im System immer Schritweise passiert. Da gibt es doch sowas wie einen Taktgeber. Ich glaube das ist auf der Seite der Punkt mit "kernel switching".

        Edit: Habe eben versucht mit dem Handy bei 480fps Maus und Bildschirm zu filmen. Leider kein Ton vom Klicken zu hören.
      • Von JoM79 Trockeneisprofi (m/w)
        AW: Wissenschaftliche Studie: Wie schnell sind Mäuse, Tastaturen und Gamepads wirklich?

        Zitat von PCGH_Torsten
        Verglichen mit der gesamten Wiedergabekette sind 10 ms einfach sehr wenig. Allein durch Nutzung eines 144-Hz-Monitors hast du durchschnittlich knapp ±4 ms Latenz, bei 60 Hz sind es schon über 8 ms und bei in vielen Fällen immer noch spielbaren 30 Fps sind es 16 ms. Für VR-Anwendungen gelten bis zu 20 ms Lag zwischen In- und Output selbst im nachhinein mit deutlich mehr Analysezeit als nicht wahrnehmbar für das Gehirn.
        Also bei 30Hz treff ich fast nix mehr und bei 60Hz ist es auch eher anstrengend.
        144Hz sind da wesentlich angenehmer und genauer.
      • Von Hubacca Software-Overclocker(in)
        AW: Wissenschaftliche Studie: Wie schnell sind Mäuse, Tastaturen und Gamepads wirklich?

        Auf jeden Fall muss die ganze Kette betrachtet werden (hab ich ja auch schon aufgeführt) und natürlich addieren sich alle Latenzen und sollten deswegen möglichts kurz gehalten werden.
        Irgendwann gerät man dabei aber auch an physikalisch, technische Grenzen und ich gehe mal davon aus das man mit min. 2ms bei einer Maus leben muß.
        Alleine das Entprellen der Schalter ist dabei ein Faktor der nur mit hohem mechanischem Aufwand behoben/beschleunigt werden kann.
        Ich habe jedoch auch oft festgestell das durch unsaubere Installation, Fremdtreiber, im Hintergrund laufende Programme und so weiter oft viel "Sachen" verlangsamt/beeinflusst werden.
        Wie oft bremsen Antivirenprogramme andere Programme aus und man wundert sich das der tollste Gamer PC zwischendurch im Schneckentempo dahinkriecht ?

        Alles mögliche Latenzquellen und deshalb muß ich immer lachen wenn jemand sein schlechtes abschneiden beim Shooter auf die zu langsame Tastatur oder Maus schiebt .....

        @ PCGH_Torsten: Bildschirmfoto nicht gesehen ? Ich hab mit Dauerklicken 0,014 Sekunden erreicht !-) Vielleicht brauchst du ja doch eine neue Maus ?
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