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  • Diablo Immortal und Fallout 76: Ex-CEO von Square Enix mit Ratschlägen

    Diablo Immortal hat viele Diablo-Fans verärgert. Quelle:  Blizzard

    von George J. King - Mike Fischer war drei Jahre lang der CEO von Square Enix America und hat den Fehlstart von Final Fantasy XIV auf dem PC miterlebt. Aufgrund der damaligen Erfahrungen mit einem Titel, der die Fans einer beliebten Serie zunächst bitter enttäuschte, gibt er in einem Artikel den Studios Bethesda und Blizzard für Diablo Immortal und Fallout 76 einige Ratschläge.

    In dem Artikel für Venturebeat schreibt Fischer, dass es für einen Publisher keinen schlimmeren Albtraum gäbe, als einen neuen Titel einer großen Marke vorzustellen und statt viel Lob und Anerkennung zu erhalten, damit die größten Fans zu verärgern und enttäuschen. Genau das war zuletzt bei Diablo Immortal von Blizzard und Fallout 76 von Bethesda der Fall.

    Fallout 76 & Diablo Immortal: Studios sollten Fehler durch CEOs oder Kreativchefs eingestehen

    Fischer selbst hat das mit Final Fantasy XIV auf dem PC erlebt, das 2010 die Fans enttäuschte und erst das 2013 neu veröffentlichte Final Fantasy XIV: Realm Reborn habe dann den gewünschten Erfolg gehabt. Damals habe man bei Square Enix viel gelernt und einiges davon dürfte auch hilfreich für Bethesda und Blizzard sein. So sollten sich die Unternehmen klar machen, dass sie kein PR-, sondern ein Vertrauens-Problem haben und darum müsse sich entweder der CEO persönlich oder der leitende, kreative Kopf kümmern. Marketing-Leute oder Community-Manager seien nicht ausreichend.

    Als Negativbeispiel nennt Fischer auch, dass Electronic Arts auf die Kritik an den freischaltbaren Charakteren in Star Wars: Battlefront 2 mit dem zu einem Meme gewordenen Satz antwortete, dass damit "ein Gefühl des Stolzes und der Leistung geschaffen" werden sollte. Auch halbherzige Reaktionen, beispielsweise Ingame-Währung im Wert von 5 Euro wie von Bethesda als Wiedergutmachung angeboten, oder Sätze wie "Habt ihr denn keine Smartphones?" von Blizzard würden nur für noch mehr verärgerte Fans sorgen.

    Mehr zum Thema: Anthem: Bioware will die Fehler von Fallout 76 vermeiden

    Man müsse die Fehler direkt bei den Fans, nicht den Investoren, eingestehen und dann beheben. Schnell sei dabei gut, aber gründlich sei besser. Fans, die dem Spiel von Anfang an treu waren, sollten belohnt werden und die Entwickler sollten nie vergessen, dass die Fans verärgert sind, weil sie die Spiele des Studios lieben. In den Foren seien nicht wütende Dörfler mit Fackeln zu finden, sondern loyale Spieler.

    Die Entwickler müssten auf diese Fans hören und einen transparenten Zeitplan für die Behebung der Probleme - oder im Fall von Blizzard für Diablo 4 - veröffentlichen. Wenn die Fans dann irgendwann zufrieden gestellt sind, was lange dauern und teuer sein kann, könnte sich dadurch die Loyalität der Gamer sogar erhöhen, wie Studien laut Fischer gezeigt hätten.

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  • Diablo Immortal
    Release
    2019
      • Von Ionenkanone Schraubenverwechsler(in)
        Bei Fallout 76 gibts nichts zu retten das ist ein Trashgame was etwa 1-2 Jahr zu früh veröffentlicht wurde und auf einer 3 Jahre alten Engine läuft, die wissen einfach nicht mehr wie man Spiel herrstellt da sie das letzte Jahrzehnt immer mit 60€ Sandboxeditoren durchgekommen sind das dass früher oder später in sowas wie 76 endet hätte man sehen können wenn man kein verblendeter Fanboy wäre.
      • Von dgeigerd PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Medicate
        Es dauert halt immer bis solche Anpassungen ins Spiel kommen. Bis dahin hat man viele Spieler vergrault. D2 finde ich mittlweile ein klasse Spiel, nur die Playerbase hat wirklich start darunter gelitten. Was zum Teil auch an dem Neupreis für das große Forsaken DLC lag. Klar kosten Entwickler Geld und man hat einiges an zahlender Kundschaft eingebüßt, aber durch solche Preise behält man nur die Player, die wirklich an das Game/Studio/Publisher glauben. Ist halt schon mies, für den Fix an nem Spiel was man anders erwartet noch zur Kasse gebeten wird.
        Ich hab D2 gratis zu meiner GTX 1080 bekommen und ich muss sagen es is schon n recht nices Game. Was mich nervt ist dass ich letztens 2x spielen wollte und es dann immer diese update von 55GB runterladen wollte was mit ner 50mbit leitung schon lang dauert weswegen ich das dann zum 2. mal aufgegeben hab.
      • Von Medicate Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Torsley
        schau dir zb. destiny2 und bungie an. nun haben sie mit dem aktuellen DLC alles negative wieder rausgerissen. die leute die noch spielen sind zufrieden. aber da viele leider das vertrauen verlohren haben sind die verkäufe halt nur mau. was ist also die management entscheidung. es müssen nun wieder mehr ingame käufe eingebaut werden von denen man ja nun gerade ein wenig weg ist um die fans zu beruhigen.


        Es dauert halt immer bis solche Anpassungen ins Spiel kommen. Bis dahin hat man viele Spieler vergrault. D2 finde ich mittlweile ein klasse Spiel, nur die Playerbase hat wirklich start darunter gelitten. Was zum Teil auch an dem Neupreis für das große Forsaken DLC lag. Klar kosten Entwickler Geld und man hat einiges an zahlender Kundschaft eingebüßt, aber durch solche Preise behält man nur die Player, die wirklich an das Game/Studio/Publisher glauben. Ist halt schon mies, für den Fix an nem Spiel was man anders erwartet noch zur Kasse gebeten wird.
      • Von Torsley BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von denrusl
        Captain Obvious, ich bezweifle das die anderen Managergruppen so vernebelt sind und das nicht wissen...
        aus unserer sicht ist es offensichtlich aber schau dir an was im moment für entscheidungen getroffen werden die am ende massive negativ zurück kommen. ich sage dir das management ist nur auf der seite der aktionären und drückt alles durch was die BWL'er für gut berechnet haben. schau dir zb. destiny2 und bungie an. nun haben sie mit dem aktuellen DLC alles negative wieder rausgerissen. die leute die noch spielen sind zufrieden. aber da viele leider das vertrauen verlohren haben sind die verkäufe halt nur mau. was ist also die management entscheidung. es müssen nun wieder mehr ingame käufe eingebaut werden von denen man ja nun gerade ein wenig weg ist um die fans zu beruhigen. guck dir die EA aktie an. wie weit ist sie mittlerweile eingebrochen? 40%...50%? und dennoch haut EA weiter einen bullshit nach dem anderen raus. die checken einfach nicht das kundenvertrauen auf lange sicht wichtiger ist als schnelles geld. wie sagt jim sterling doch immer: "companys like EA dont want some money.... they want all the money!"
      • Von Arkintosz
        Ich kann Square Enix keine Vorwürfe machen. Man merkt, dass man als Kunde bei der Firma willkommen ist und die Ausrichtung ist sehr langfristig. Die Spiele sind ordentlich und werden zum großen Teil auch auf Linux portiert, obwohl sich das wahrscheinlich erst langsam auszahlt und man in den letzten Jahren das gute Image aufbauen musste.
        Wenn so jemand Ratschläge gibt, sollten andere Manager hinhören. Ich finde die Analyse sehr gut und sie trifft meiner Meinung nach genau das, was bei Bethesda und Activision/Blizzard aktuell falsch läuft. Kontinuität, Zukunftssicherheit und Kundenorientiertheit lassen die vermissen.

        Edit: Maximaler Profit geht nur, wenn die Käufer auch zufrieden sind - Insofern tut man Aktionären etc. manchmal etwas gutes, wenn man sie enttäuscht und sich lieber darum kümmert, dass der Laden morgen noch läuft.
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