Mittelerde-Drama: Amazons Herr-der-Ringe-MMO ist tot

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Mittelerde-Drama: Amazons Herr-der-Ringe-MMO ist tot
Quelle: New Line Cinema; Warner Bros

Nun ist es also offiziell: Amazon Games stellt die Entwicklung seines ambitionierten MMOs zu Der Herr der Ringe endgültig ein. Das Mittelerde-Projekt der New-World-Macher fiel den großen Stellenstreichungen vom Oktober 2025 zum Opfer.

Was sich seit den massiven Stellenstreichungen bei Amazon Games im Oktober 2025 bereits unübersehbar abgezeichnet hatte, wurde jetzt auch offiziell bestätigt: Wie das Branchenmagazin Eurogamer berichtet, hat Amazon die Entwicklung seines vor exakt drei Jahren angekündigten und hochambitionierten Mittelerde-MMOs im Universum von J. R. R. Tolkiens Der Herr der Ringe nun endgültig beerdigt.

Aus für Amazons Mittelerde-Traum: MMO gestrichen

Jeff Gattis, Head of Games bei Amazon, bestätigte das Aus indirekt, aber unmissverständlich: Amazon arbeite weiterhin "an einer überzeugenden neuen Spielerfahrung, die J. R. R. Tolkiens Welt gerecht wird", kooperiere weiter eng mit Middle-Earth Enterprises und sei "auch weiterhin von der Marke begeistert". Bereits Ende Oktober vergangenen Jahres äußerte sich Amazons ehemaliger Tech Lead zum Aus des hochambitionierten Tolkien-MMOs. Schon damals gab es kaum noch Hoffnung, da Amazons große Entlassungswelle bereits angelaufen war.

Heute Morgen war ich Teil der Entlassungen bei Amazon Games, zusammen mit meinen unglaublich talentierten Kollegen von New World und unserem aufstrebenden Herr-der-Ringe-Spiel. Ihr hättet es geliebt.

— Ashleigh Amrine, ehemaliger Tech Lead bei Amazon Games

Eine Bestätigung mit Schmerzfaktor - denn das groß angekündigte Mittelerde-MMO ist damit Geschichte. Laut Quellen sollten ursprünglich rund 1.000 Entwickler aus dem New-World-Team auf das Lord-of-the-Rings-Projekt verschoben werden, um 2025 in die aktive Pre-Production zu gehen - dann kam der große Stellenabbau, welcher schätzungsweise 14.000 Mitarbeiter den Job kosten sollte, dazwischen.

Eine kurze Chronik des Scheiterns

Damit scheitert Amazon Games jetzt wohl zum zweiten Mal bei dem Versuch, ein Online-Rollenspiel im Universum von J. R. R. Tolkien zu realisieren. Bereits im Jahre 2019 hatten Amazon Games und das chinesische Unternehmen Leyou ein MMORPG zu Der Herr der Ringe angekündigt, welches nur zwei Jahre später aufgrund von Vertragsstreitigkeiten gestrichen wurde. Leyou wurde damals von Tencent übernommen, was Amazon dazu bewog, das Projekt zu stoppen.

Crystal Dynamics arbeitet wohl an einem Mittelerde-Spiel

Für Fans Mittelerdes muss das Aus für Amazons MMO aber kein endgültiges Aus für neue Herr-der-Ringe-Spiele bedeuten, im Gegenteil. Wie das bekannte Branchen-Portal Insider Gaming exklusiv berichtet, soll Tomb-Raider-Entwickler Crystal Dynamics bereits an einem neuen Herr-der-Ringe-Spiel arbeiten, welches mit einem großen Budget von 100 Millionen US-Dollar durch das Abu Dhabi Investment Office möglicherweise ein würdiges Mittelerde-Erlebnis sein könnte.

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Quelle: Amazon Games via Eurogamer / Insider Gaming

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    • Kommentare (8)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Homerclon Volt-Modder(in)
        Zitat von Misanthrop68
        Zu mindestens haben die damit paar Leuten ihr Gehalt bezahlt und es nicht bei den Investoren vernichtet.
        Darauf kann man sich bei Amazon verlassen, die zahlen nämlich keine Dividenden - und so wenige Steuern wie möglich.
      • Von Homerclon Volt-Modder(in)
        Zitat von Misanthrop68
        Zu mindestens haben die damit paar Leuten ihr Gehalt bezahlt und es nicht bei den Investoren vernichtet.
        Darauf kann man sich bei Amazon verlassen, die zahlen nämlich keine Dividenden - und so wenige Steuern wie möglich.
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        die sollten ihre Firma umbenennen in

        Amaflop
      • Von cryon1c Lötkolbengott/-göttin
        New World war eigentlich ganz gut. Am Anfang. Dann haben die einiges verpeilt und die Spielerzahlen gingen langsam runter.
        Warum die dieses Projekt einstampfen anstatt dem eine Chance zu geben... aber big corpos versteht man eh nicht.
        Amazon ist da nicht anders als Microslop oder Google - alle stampfen recht brauchbare und teils erfolgreiche Projekte und Studios ein. Egal wie zufrieden die Kunden damit sind. Verbessern und das ganze als Projekt halten, auch wenn es keine Gewinne generiert (gibt ja genug Beispiele, siehe YouTube oder Twitch die selbst nicht profitabel sind) - neeeeeee, wäre zu einfach.
      • Von Misanthrop68 Volt-Modder(in)
        Zu mindestens haben die damit paar Leuten ihr Gehalt bezahlt und es nicht bei den Investoren vernichtet.
      • Von trigger831 Software-Overclocker(in)
        Da wird halt gnadenlos unfassbar viel Geld vernichtet. Kommt bei denen aber etwas zu oft vor. Gehört aber scheinbar zum guten Ton.
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