Intel mit guten Quartalszahlen: Alder Lake-S kommt im zweiten Halbjahr 2021
Intel hat Zahlen für das vierte Quartal 2020 veröffentlicht und die liegen, obwohl nicht perfekt, über den Erwartungen. So ist das Notebook-Segment erneut stark gewachsen. Außerdem bestätigt der Chipriese, dass Alder Lake-S im zweiten Halbjahr produziert werden soll.
Intel hat neue Quartalszahlen veröffentlicht. Der Umsatz fürs vierte Quartal 2020 fällt demnach deutlich höher aus als erwartet. Vor drei Monaten hatte man die Erwartungen noch auf 17,5 Milliarden US-Dollar gedämpft. Nun vermeldet der Konzern einen Quartalsumsatz von 19,978 Milliarden US-Dollar. Auch der Nettogewinn kann sich mit 5,857 Milliarden US-Dollar sehen lassen.
Als Zugpferd erwies sich einmal mehr die PC-Sparte. Vermutlich auch Corona-bedingt stieg im Notebook-Segment der Umsatz um 30 Prozent. Dafür ging allerdings auch das Geschäft mit Desktop-CPUs um sechs Prozent zurück. Unterm Strich bleibt aber ein kräftiges Plus. Die Client Group vermeldet für das letzte Jahresviertel einen Umsatz von fast 11 Milliarden US-Dollar, neun Prozent höher mehr als im Quartal davor.
Auch wenn sie aufs ganze Jahr gesehen noch ein Plus von acht Prozent ausweist, ließ die Data Center Group Federn. Hatte Intel im vierten Quartal 2019 hier noch 7,2 Milliarden US-Dollar umgesetzt, waren es zuletzt nur noch 6,1 Milliarden.
An der Börse gewann Intel seit Bekanntgabe der Zahlen nicht an Wert, allerdings war der Kurs in den letzten Wochen bereits um knapp 30 Prozent gestiegen. Hintergrund waren diverse Umstrukturierungen, die Aktionäre gnädig stimmten. Vor drei Monaten hatten die Quartalszahlen noch zu einem eklatanten Einbruch geführt. Für das üblicherweise schwächere erste Quartal peilt Intel 2021 übrigens einen Umsatz von 17,5 Milliarden US-Dollar an.
Alder Lake S noch dieses Jahr
Passend zu den Ergebnissen hat Intel Zeitfenster verschiedener Produkte eingeschränkt. Verzögerungen waren zuletzt immer wieder Thema, gerade mit Blick auf die 10- und 7-nm-Fertigung. Aktuell scheinen sich jedoch keine weiteren anzubahnen. So sei Rocket Lake-S - ebenso wie Server-Prozessoren mit Ice Lake-Technik - gerade auf dem Weg zum Kunden.
Ebenfalls interessant: Intel Alder Lake: 16 Kerner mit DDR5 zeigt sich in Datenbanken
Auch die für Ende 2021 geplanten Alder-Lake-S-Prozessoren sind offenbar auf einem guten Weg. Die erstmals in 10 nm produzierten Desktop-Prozessoren sollen im zweiten Halbjahr 2021 in die Qualifizierungsphase gehen. Kurz darauf sollte dann auch die Massenproduktion beginnen. Bei Alder Lake stimmt Intel aktuelle Atom- und Core-Technik aufeinander ab, ähnlich dem Big Little-Ansatz von ARM-Prozessoren. Ende 2021 wird schon länger als Release-Zeitfenster gehandelt.

Wird interessant werden wenn Intel die ersten Wellen 5G etc abgedeckt hat - sie haben immerhin 3 Fabs die 10nm produzieren und das mit einem größeren Kontingent als AMDs gesamtes 7nm Lineup und dennoch scheint das bisher noch nicht ausgereicht zu haben (bzw wird auch noch Stock aufgebaut für den vollen release)
mal schaun wies wirklich wird.
=> Sockel 1700 im März 2022?
Zusätzlich könnte man als Indikator auch noch Aussagen von Adata in Verbindung mit zwei großen MB-Herstellern hinzunehmen, die DDR5-8400-Module noch in diesem Jahr in dem Markt bringen wollen. Die Aussage würde ebensowenig Sinn ergeben, wenn es kein ADL dieses Jahr gäbe bzw. dann bliebe nur AMD zur Rettung dieses Werbeversprechens und hier ist noch nicht einmal klar, ob da schon dieses Jahr DDR5 einführen werden. Müsste ich mich festlegen, würde ich Okt/Nov für ADL annehmen.
Btw, als zusätzlicher Gedanke: Warum sollte sich Intel jetzt auch konkreter äußern, denn es steht der Launch von RKL bevor, der zwar anscheinend selbst bei Intel als reines Übergangsprodukt gesehen wird, aber man muss dem seinen Start ja nicht zusätzlich unnötigerweise selbst torpedieren, indem man schon vorab mitgibt, dass bspw. im Okt. bereits ALD verfügbar sein wird. Eine zu konkrete Zeitbestimmung zu ADL hätte sicherlich einen negativen Effekt auf den RKL-Launch. Dass man es also jetzt bei einem vagen 2HJ21 belässt, erscheint daher zumindest mir keinesfalls suspekt (zumal man der Konkurrenz ja auch nicht unnötig früh den konkreten Launchzeitpunkt verraten muss).
Zumindest für GPUs werden sie es ja trotzdem ausprobieren. Ob der N6 in für Intel, AMD und alle anderen ausreichenden Mengen produziert werden kann, wird sich erst zeigen müssen.
AMD muss sich nicht ohne Grund fokussieren und bestimmte Produkte auf bspw. OEMs einschränken, weil man keine großen Stückzahlen anders fertigen/liefern kann. Erschwerend kommt dann noch seit dem 4. Quartal die allgemeine Fertigungsmisere hinzu, aber selbst die ändert nichts an den bestehenden Größenverhältnisse zwischen AMD und Intel.
Beispielsweise kann man für dieses Jahr grob abschätzen, dass sich AMDs gesamter CPU-Absatz in etwa (grob wohlgemerkt) auf das Volumen beschränkt, das Intel an grafikfähigen CPUs in nur einem einzigen Quartal absetzt und selbst bei dieser Abschätzung besteht noch die Möglichkeit, dass AMD nicht einmal ganz diesen Quartalswert erreicht. In 2019 lag AMDs gesamter Jahresumsatz gar noch deutlich unter den 50 - 60 Mio. grafikfähigen CPUs, die Intel gemittelt in nur einem Quartal absetzt (und zwar auch noch über alle Zen-CPUs (also auch Zen+ und Zen), nicht nur die 7nm-CPUs. AMD hat hierzu mal Anfang 2020 Investoren und Analysten ein paar Zahlen zur Verfügung gestellt, die eine grobe Rückrechnung erlaubten).
Das "trotzdem ausprobieren" dürfte eine unzutreffende Formulierung sein. Die Kapazitäten sind schon längst gebucht, weil es eine entsprechende Planung gab, d. h. dass Xe-HPG bspw. extern gefertigt wird ist reguläre Planung und hilft zudem die 10nm-Kapazitäten zu schonen (und weiter schrittweise zu erhöhen), sodass man die für CPUs (und anderen Kleinkram wie 5G-SoCs, AI-Chips, FPGAs, etc.) zur Verfügung hat. Zudem sagte Pat Gelsinger, dass das externe Volumen absehbar bei Intel noch erhöht werden wird (zusätzlich zu Intels eigenen Kapazitäten), d. h. nach einem "Ausprobieren" sieht das eher nicht aus. Und zudem, wenn man die Kapazitäten hat, ist man vertrglich gebunden und muss die irgendwie sinnvoll Nutzen (oder weiterverkaufen?), denn TSMC wird die sicherlich nicht einfach aus dem/den Vertrag/ägen entlassen, nur weil Intel ggf. doch noch seine 7nm innerhalb des neuen Zeitplans in den Griff bekommt. Darüber hinaus bietet sich Xe-HPG als komplett neues Produkt auch geradezu für eine Auslagerung an.
Bezüglich der Kapazitäten bei TSMC braucht man sich da zudem keine Gedanken zu machen, denn hier diskutiert man bereits über längst gebuchte und seitens TSMC verkaufte Kapazitäten. Aktuell werden Kunden primär für das Jahr 2022 verhandeln und ein wenig weitreichender das Jahr 2023.
Siehe hier: https://www.heise.de/news...
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Wir sprechen hier von einem Faktor >7 beim Umsatz. Ich habe NVidia und Apple als Vergleichswerte auch drin gelassen um die Dimensionen deutlich zu machen wie verdammt groß Intel ist.
Zumindest für GPUs werden sie es ja trotzdem ausprobieren. Ob der N6 in für Intel, AMD und alle anderen ausreichenden Mengen produziert werden kann, wird sich erst zeigen müssen.
=> Sockel 1700 im März 2022?