Nova Lake: Intel endlich mit X3D-Konkurrenz? 144 MiB L3-Cache für Core Ultra 5 genannt

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Nova Lake: Intel endlich mit X3D-Konkurrenz? 144 MiB L3-Cache für Core Ultra 5 genannt
Quelle: Sven Bauduin

Angeblich wird Intel die kommenden Nova-Lake-Prozessoren mit einer X3D-Alternative namens bLLC auf den Markt bringen. Der vergrößerte L3-Cache soll bei den Core-Ultra-5-Prozessoren zum Einsatz kommen und diese mit 144 MiB ausstatten.

Beim Release der ersten Ryzen-Prozessoren von AMD konnte Intel die Konkurrenz vor allem bei der Gaming-Leistung auf Distanz halten. Inzwischen ist die Situation aber eine andere: Durch die Einführung des X3D-Caches konnte das Unternehmen die Performance in Spielen deutlich steigern - und für die entsprechenden Prozessoren einen deutlichen Aufpreis verlangen. Um dem etwas entgegenzusetzen, will Intel angeblich bald einen ähnlichen Weg gehen: Für die kommende Desktop-Generation Nova Lake ist in der Gerüchteküche derzeit eine X3D-Alternative namens bLLC im Gespräch.

Drastisch vergrößerter Cache

Diese Abkürzung soll für "big Last Line Cache" stehen und auf einen deutlich vergrößerten L3-Cache hinweisen. Einen möglichen Ansatz dafür hat Intel bereits für die Server-Prozessoren der Familie Clearwater Forest angekündigt, bei denen zusätzlicher Cache im Interposer sitzt. Für das Endkunden-Segment wurde die Technik nie bestätigt, angeblich soll sie aber doch kommen.

Auslöser des Gerüchts ist eine Auflistung der Chip-Konfigurationen, in denen Nova Lake angeblich auf den Markt kommen soll. Auf eine entsprechende Übersicht des Leakers @g01d3nm4ngo reagierte @harukaze5719 mit einer Nachfrage nach dem bLLC-Speicher. Darauf antwortete wiederum der Leaker @Haze2K1: Laut ihm soll der Ausbau mit 8 P- und 12 oder 16 E-Kernen mit bLLC-Speicher erscheinen. Das wären die beiden schnelleren der drei insgesamt von @g01d3nm4ngo genannten Core-Ultra-5-Konfigurationen.

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Ob alle entsprechenden Chips auf den großen Cache setzen sollen, und wie er technisch umgesetzt wird, wurde leider nicht verraten. Immerhin: Vom X-Nutzer @_wildc gibt es eine Aussage, laut der der bLLC den L3-Cache von 36 MiB auf 144 MiB vergrößert. Zum Vergleich: AMD stattet die X3D-Prozessoren mit 64 MiB zusätzlichem Cache aus. Intel würde hier also etwas mehr als die aktuelle Konkurrenz bieten. Vorausgesetzt natürlich, dass die kursierenden Gerüchte stimmen - und genau das ist derzeit noch nicht abzusehen. Sicher ist nur, dass eine Intel-Alternative zum X3D-Cache wünschenswert wäre - damit die Konkurrenzsituation mit Blick auf die Gaming-Performance mit Nova Lake wieder in Schwung kommt.

Wie könnte und sollte Intel den bLLC umsetzen? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Zum Kommentieren müssten Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln.

Quelle: @Haze2K1 (X) via Techspot

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    • Kommentare (74)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Markzzman BIOS-Overclocker(in)
        Und so stressfrei war ein Upgrade auf AM4 auch nicht.

        Wenn ich an das ganze Bios geupdate denke und nicht kompatiblen vorhanden CPUs.
        Wo selbst AMD schon Aktionen machen musste um Leih CPUs zu verschicken.
        (Was aber auch irgendwie cool war)
      • Von Markzzman BIOS-Overclocker(in)
        Und so stressfrei war ein Upgrade auf AM4 auch nicht.

        Wenn ich an das ganze Bios geupdate denke und nicht kompatiblen vorhanden CPUs.
        Wo selbst AMD schon Aktionen machen musste um Leih CPUs zu verschicken.
        (Was aber auch irgendwie cool war)
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Gab es beim AM3 auch nicht. Und beim FM1 nicht, beim FM2 nicht, bei Leuten die vor dem 1600X beim AM4 eingestiegen sind nicht (zugegeben: Das waren wenige) und wer den 5800X3D haben wollte, bevor Alder Lake Druck im Markt aufgebaut hat, hat ebenfalls in die Röhre geguckt. Ebenso wie bis heute alle, die PCI-E 4.0 und ein stabiles final-UEFI wollen. Von daher: Abwarten. Die Chancen auf Aufrüstung stehen bei AMD ohne Zweifel allgemein höher denn bei Intel, schließlich haben erstere das Thema schon für (teils falsche) Marketing-Claims genutzt, während sich letztere seit gut 20 Jahren einen Dreck darum kümmern. Aber dass der AM5 ab 2026 eine längere Restlebensdauer haben wird als der dann nagelneue LGA1954 ab 2026, darauf würde ich nicht wetten.

        Und nie vergessen: Das tolle am AM4 ist nicht, dass er fünf Jahre aktuell blieb, ehe ein Nachfolger erschien. Das schaffen auch AM3+ und 2066 locker. Das tolle am AM4 ist, dass es innerhalb dieser fünf Jahre drei ordentliche Leistungssteigerungen für Gamer gab, die einen 5800X3D erheblich schneller als einen 1800X machen. Ausgehend vom 7800X3D muss dass der AM5 überhaupt erstmal schaffen, ausgehend vom heutigen 9800X3D halte ich vergleichbares für schwer möglich und ausgehend vom 11800X3D, der mit Nova Lake konkurrieren wird (wenn letzterer schnell genug ist.^^) dürfte es unmöglich sein, ohne die dann bereits vier Jahre alte Plattform zu ändern.
      • Von paladin60 Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Bei welcher Intel-Plattform können denn nicht alle CPUs in alle Mainboards verbaut werden?
        War wohl nicht genau beschrieben, meinte es wie bei AM4 wo ich von meinem 1600X auf den 5800X3D upgraden konnte. Bei AM5 scheints ja wieder ähnlich zu laufen das jemand der gleich mit der 7000er Reihe eingestiegen ist wohl mit diesem Board auf einen Ryzen 11000 oder vielleicht einen 13000 aufrüsten können wird.
        Das gibts halt bei Intel nicht.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Das wäre, da Sockel 1700 noch nicht Tile-based ist, eine komplett getrenntes CPU-Design gewesen, aber mit Teilen aus dem gleichen Baukasten. Halt ein Beispiel für "der Hersteller könnte" aber auch für "der Hersteller hat etwas anderes priorisiert". AMD hätte, an Stelle einer L3-Ansteuerung die dreimal mehr Speicherzellen bei geringer Latenz verwalten kann, sicherlich ebenfalls in einen (Multi-)Ring-Bus investieren können, der mehr als acht Kerne pro CCX erlaubt hätte. Sie haben sich aber für den Cache entschieden, was zweifellos ein dicker Vorteil für uns Gamer war. Bei Intel dagegen waren wir das fünfte Rad am Wagen und statt eines "13600K3D" gab es den 13900K, wie wir ihn kennen und sicherlich mit mehr Anwendungsleistung, als sie meine Alternativvorschläge hätten bringen können.

        Das ist bei Intel leider schon häufiger der Fall gewesen: Man weiß, dass die CPUs in Spielen im Nachteil sind. Man weiß wie man das beheben könnte. Aber man macht nichts, weil gut informierte Gamer keinen relevanten Anteil an den Verkaufszahlen eines Herstellers haben, der sein Geschäft überwiegend mit OEMs macht. Das war beim Pentium 4 so, das war beim L4-Cache so (den es mobile schon für Haswell und weiterhin bei Skylake gab, im Desktop aber nur als Notlösung damit die Alibi-Broadwells nicht langsamer als ihre Vorgänger sind), das scheint regelmäßig bei den RAM-Spezifikationen respektive deren übergroßen Sicherheitsreserven der Fall zu sein und es ist auch eine passende Erklärung für die Entwicklung nach Alder Lake: Ryzen 9 in Anwendungen die Stirn zu bieten (obwohl die Designs viel kleiner waren) scheint die überragende Priorität gewesen zu sein.
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        mehr interner Cache gewesen. Ein Raptor-Lake-E-Cluster belegt ungefähr so viel Chip-Fläche wie 6-7 Raptor-Lake-3-MiB-Cache-Slices, ein P-Kern soviel wie 4-5 Slices. Man hätte mit dem gleichen Produktionsaufwand des 8+16-Kerners 14900K, 36 MiB L3, also auch schätzungsweise 8+8 72 MiB, 6+8 102 MiB oder 8+0 114 MiB monolithisch realisieren können
        Darüber hab ich noch gar nicht nachgedacht.
        Das einzige was ich spontan sehe dagegen wäre dass man vermutlich einen extra Compute Tile (und damit ggf auch package....) hätte auflegen müssen da man kleinere Modelle eher nicht mit solchen Caches/Diesize Kosten produzieren will.
      Direkt zum Diskussionsende
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