Tiger Lake: Intel veröffentlicht heimlich 10nm CPUs für den Desktop

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Tiger Lake: Intel veröffentlicht heimlich 10nm CPUs für den Desktop (1)
Quelle: PC Games Hardware

Auf der offiziellen Webseite von Intel wurden Produktseiten bekannt, aus denen hervorgeht, dass der Hersteller bereits erste 10-Nanometer-CPUs veröffentlicht hat. Konkret geht es um vier unterschiedliche Modelle, welche für den Desktop veröffentlicht wurden und vier bis acht physische Kerne haben. Die TDP beläuft sich bei allen Modellen auf gerade mal 65 Watt.

Hinweis: Intel hat in einer Stellungnahme erklärt, dass die neuen Chips speziell für Anbieter kompakter PCs gedacht sind. Bei den neuen Prozessoren handelt es sich um BGA-Chips.

Hier die Intel-Stellungnahme im Wortlaut (übersetzt): "Intel ist eine Partnerschaft mit Kunden eingegangen, die ihr Produktportfolio um Enthusiasten-Desktop-Designs mit kleinem Formfaktor erweitern möchten. Der Intel Core i9-11900KB Prozessor ist eine BGA-Lösung, die mit einzigartigen Spezifikationen und Leistungen speziell für diese Designs gebaut wurde".


Viele Jahre mussten sich Hardware-Fans gedulden, dass Hardware-Hersteller Intel endlich ihren hauseigenen 10-Nanometer-Fertigungsprozess in den Griff bekommt. Bislang mussten sich insbesondere Desktop-Kunden noch mit der etwas betagten 14-Nanometer-Technologie zufrieden geben. Doch nun gibt es einen Hoffnungsschimmer, obwohl dieser zunächst für Verwirrung gesorgt hat. So hat Intel wohl scheinbar heimlich vier Desktop-CPUs auf 10-Nanometer-Basis veröffentlicht.

Intel Tiger Lake: Heimlicher 10nm-Launch?

Es geht dabei um die Modelle Core i9-11900KB (8 Kerne, 16 Threads), Core i7-11700B (8 Kerne, 16 Threads), Core i5-11500B (6 Kerne, 12 Threads) und Core i3-11100B (4 Kerne, 8 Threads). Der Zusatz "B" soll scheinbar für eine aktualisierte 10nm-Variante stehen und verdeutlichen, dass es sich hierbei um Tiger Lake handelt. Alle Modelle kommen auf 65 Watt TDP. Das Top-Modell in Form des Core i9-11900KB hat einen Basistakt von 3,3 Gigahertz, Turbo Boost Max 3.0 von 4,9 Gigahertz und Thermal Velocity Boost von 5,3 Gigahertz.

Im Vergleich zum Core i9-11900K des Rocket-Lake-S-Lineups liegen die Taktraten außer beim Thermal Velocity Boost etwas niedriger bei der 10-Nanometer-Variante. Kurios ist zudem, dass die Ark-Seiten der neuen Modelle nicht über die Suche aufgerufen werden können, sondern nur durch Zufall entdeckt wurden. Zudem gibt das Online-Magazin Videocardz an, dass Intel die CPUs auf den Produktseiten kurzzeitig als Mobile bezeichnet hatte. Mittlerweile sind die Seiten aber wieder als "Desktop" deklariert.

Quelle: Intel

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    • Kommentare (21)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von mgutt Komplett-PC-Käufer(in)
        Und warum kann man da nicht einfach 12te Generation draufschreiben? B... Was ein Quark.
      • Von mgutt Komplett-PC-Käufer(in)
        Und warum kann man da nicht einfach 12te Generation draufschreiben? B... Was ein Quark.
      • Von PCTom Volt-Modder(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Artikel auch gelesen? Das ist ein Duell des zweitschnellsten 2006er Intel-Pentiums gegen dem schnellsten Athlon von 2007/2008. Das bedeutet 8 Prozent Takt zu wenig bei Intel und 23 Prozent Takt zu viel bei AMD im Vergleich zur realen Situation im Frühjahr 2006, was den Vorsprung AMDs von "rund ein Drittel" ziemlich exakt negiert. Tatsächlich habe ich das so auch aus zeitgenössischen Tests in Erinnerung: Der Pentium D 965EE konnte, nach gut einem Jahr währender Durststrecke, endlich mit Athlon 64 X2 und sogar FX mithalten. Übrigens auch vom Verbrauch her – eine ähnliche Relation zum Ryzen 9 5950X wäre für Intel heute also eine deutliche Verbesserung gegenüber Rocket Lake.
        (Noch wichtiger wäre allerdings eine Wiederholung der zweiten Hälfte von 2006: Das sich heute nur noch Übertakter an Presler erinnern liegt vor allem daran, dass weniger als ein halbes Jahr später die ersten Core 2 erschienen.)
        Nach dem Athlon XP war erst mal nicht mehr viel mit Intels Krone, bis der Core 2 Duo kam ich weiß. Danach war noch kurz Hoffnung das es mit dem Phenom2 besser wird, dann walzte der Bulldozer AMD nieder. Ich kenne die Zeit noch, der Verfasser des Beitrages, auf den ich reagiert hatte anscheinend nicht. Das hatte mich dazu veranlasst diesen Beitrag reinzusetzen .
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Und genau aus letzteren Gründen ist es für Intel egal, wieviele Selbstbauer direkt auf die neue Plattform wechseln: Potenzielle Aufrüster generieren sie, wenn sie die Mainboard-Specs vernünftig wählen, auch über dem OEM-Weg mehr als genug. Wichtig ist aber, dass sie bereits zum Launch die Sympathie derjenigen auf ihrer Seite haben, die in ihrem Bekanntenkreis als Nerd bekannt sind. Und dahin führen kurzfristig (d.h. ohne schnell noch Alientec zu entwickeln) eigentlich nur zwei Wege: Sehr niedrige Preise, von denen dann aber alle profitieren/was richtig teuer wird und guter Support für alte Produkte. Bislang ist Intel genau für das Gegenteil bekannt und das hängt ihnen bei jeder Empfehlungsüberlegung wie ein Klotz am Bein.

        Für Besitzer von LGA-1200- oder -1151-(CFL)-CPUs mit mindestens 12 Threads wird eine Aufrüstung auf ALD vermutlich ohnehin noch nicht attraktiv genug sein. Die haben noch keinen aktuen Bedarf und ein Wechsel auf LGA1700, erst recht mit DDR5, wäre mit hohem Aufwand und Kosten verbunden. Die holt man entweder mit einem Drop-In-Replacement ab oder sie warten noch ein Jahr, bis man sich zwischen AM5 und LGA1700 entscheiden kann. LGA-1151-(SKL)er könnten im nächsten Jahr die wichtigste Bastlergruppe sein und die haben bislang einen richtig großen Grund, aus Prinzip kein Intel zu kaufen.
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Wenn der real bei PL1=TDP gehaltene Takt dem entspricht
        Ich wollte ja nicht gleich den Teufel an die Wand malen, da würde es hier im Forum ja gleich wieder hoch hergehen (a la Blasphemie). Insgesamt gemittelt würde ich annehmen, dass eine leichte Gap bleibt, wobei die vermutlich aber nicht übermäßig relevant sein dürfte. (Wobei mein Gap hier auch Perf/Watt miteinbezieht; in einer reinen Perf-Betrachtung könnte das Pendel gar eher leicht zugunsten von Intel ausschlagen.)
        Intel demonstierte bspw. in seiner aktuellen Key Note einen zweifellos cherry-pickten Crysis Remastered-Benchmark zwischen TGL-H 11980HK und Ryzen 5900HX in Verbindung mit einer RTX 3080 (wenn ich mich recht erinnere) und das Intel-System schnitt hier deutlich besser ab (+20 % mittlere Fps). Zu beachten ist aber auch, dass die CryEngine eine recht hohe Last auf dem Main-Thread hat, d. h. hier profitiert man natürlich in erhöhtem Maße von einem hohen Takt, unabhängig davon aber dennoch ein durchaus beachtenswertes Ergebnis.

        Wie gesagt, ich hoffe, dass du/ihr mal was wie Tiger Lake H oder auch B in die Finger bekommt für einen guten Vergleich gegen eine aktuelle AMD-Zen3-APU, um mal die Architektur und den aktuellen Stand des Prozesses direkt vergleichen zu können.
        Offensichtlich konnte man ja bereits auch die aktuellen 10nm SuperFin schon noch ein wenig optimieren, denn nun bietet man reguläre 5,0 GHz in den H- und U-Modellen und konnte die B-Modellte gar bis maximal 5,3 GHz (mit TVB) hochziehen (natürlich bei entspr. Verbrauch), was durchaus beachtlich ist und annehmen lässt, dass ADL voraussichtlich Vergleichbares erreichen wird, d. h. Intel kann nun den 14nm-Takt anscheinend unverändert für das neue Design übernehmen und hier vollumfänglich von den IPC-Zugewinnen profitieren.

        Zitat von PCGH_Torsten
        Marktstrategisch wäre es für Intel sehr geschickt, solche Prozessoren eben gerade als "Alt-Gen" für Aufrüster rauszubringen. Intel mag von Alder Lake überzeugt sein, aber
        Da bin ich mir nicht so sicher. Zweifellos ist es eine mögliche Überlegung und nicht ausschließbare Option, aber mir scheint der Marktdruck hierfür zu gering zu sein und da könnte man umsatztechnisch besser fahren, wenn man die komplett neue Plattform in den Fokus rückt.
        Zudem habe ich den Eindruck, dass Intel primär mit ADL-S auf dem Desktop starten wird (absehbar mit hohem Volumen), denn die mobilen ADL's hatte wohl "gerade erst" ihr Power-on, d. h. mit deren Vorstellung würde ich erst auf der CES rechnen (erste Geräteverfügbarkeiten dann voraussichtlich noch im 2Q22?).
        Mit einem großen ADL-S-RollOut im 2HJ21 denke ich nicht, dass man da nun die Alt-Desktop-Plattform noch nachträglich aufwerten wird. Aus Kundensicht wäre das sicherlich nice-to-have, die Frage ist aber hier, wie groß Intel den Absatzmarkt tatsächlich einschätzt und wie der negative Effekt auf den ADL-Absatz zu quantifizieren wäre?
        Wie gesagt, ich könnte mir vorstellen, dass hier der ein oder andere Bordhersteller eine Nische sieht und ein kleineres Board mit entsprechenden CPUs verkauft, sodass auch Bastler an derartige Hardware kommen könnten, aber selbst hier sehe ich kein übermäßiges Marktpotential, d. h. ich erwarte hier tatsächlich eher fast ausnahmslos kompakte Komplettsysteme ... aber ich lasse mich auch gerne überraschen (wobei für einen kleinen Home-Server fände ich die ECC-fähige 4-Kern-Variante interessanter, nur bieten dazu nur wenige IoT-Boards an ).

        Eine mögliche Überlegung zum Thema "Multiplikator": Man kennt Intels Planung bzgl. dem LGA1700 nicht (LGA1800 ist möglicherweise nur HEDT?), aber es wäre denkbar, dass Intel die Plattform gar bis Meteor Lake nutzen wird. Wenn dem so wäre, dürfte es für Intel interessanter sein, Kunden frühzeitig an die neue Plattform zu "binden". Ein Aufrüster dagegen, würde vielleicht ein oder zwei weitere Jahre überbrücken und sich dann erneut auf die Suche machen und dann schaut man bei der Konkurrenz auf Zen4 und es zeichnet sich bereits Zen5 am Horizont ab.
        Hier würde ich dem frühzeitigen Gewinnen neuer Kunden auf der neuen Plattform tatsächlich einen relativ hohen Stellenwert einräumen, wenn es mir nun strategisch gelänge in einer Zeit, in der die Konkurrenzsituation recht genau bekannt und überschaubar ist, direkt relativ viele Kunden für meine neueste Plattform zu gewinnen (die im besten Falle auch dieses Mal noch eingermaßen "langlebig" sein könnte?).

        Darüber hinaus bleibt aber auch zu berücksichtigen, dass die Marktsituation hier für beide Firmen unterschiedlich ist. AMD ist auf Consumer und "Selbstbauer" angewiesen; die beginnen gerade erst bei den OEMs Fuß zu fassen. Relativ gesehen dagegen ist insbesonderer letzterer Anteil bei Intel deutlich kleiner und die machen den Großteil ihres Umsatzes über die OEMs, d. h. hier werden per se Komplettsysteme verkauft, sei es fürs Büro oder für Privatleute als bspw. Medion- oder Saturn-Angebot. Für ein wenig genauere Zahlenspiele bräuchte man Einsicht in Intels intere Statistiken.
      • Von RX480 Lötkolbengott/-göttin
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