Details zum 80-Kern-Chip von Intel

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80-Kern-Chip 80-Kern-Chip Wie bereits letzten Monat berichtet, wird Intel auf der zurzeit in San Francisco stattfindenden ISSCC (International Solid State Circuits Confernence) neue Details zu ihrem 80-Kern Forschungs-Chip preisgeben. Der programmierbare 65-Nanometer-Prozessor mit 80 Rechenkernen soll über 100 Millionen Transistoren verfügen (Die-Größe: 275 mm^2), welche auf dem Fingernagel großen Chip untergebracht sind.

Bei einer Taktrate von 3,16 GHz (bei 0,95 Volt) sollen eine Billion Fließkommaoperationen pro Sekunde (ein Teraflop) möglich sein. Dabei sollen lediglich 62 Watt an Energie verbraucht werden.
Die Übertragungsrate zwischen den einzelnen Prozessorer-Kernen beträgt dabei 1,62 Terabits in der Sekunde. Wird die Taktfrequenz auf 5,7 GHz angehoben, bei einer Spannung von 1,35 Volt, sollen sogar 1,81 Billionen Fließkommaoperationen pro Sekunde möglich sein. Der Energiebedarf steigt in diesem Fall auf 265 Watt.

Zum Vergleich zieht Intel den "ASCI Red" Supercomputer (Bild ) heran. Der ASCI Red war der erste Computer welcher 1996 die Teraflop-Rechenleistung erreichte. Dabei wurden 10.000 Pentium-Pro-Prozessoren (mit 200 MHz) eingesetzt, die alleine schon 500 Kilowatt an Strom benötigten. Zusätzlich waren weitere 500 Kilowatt für die Kühlung des 185 Quadratmeter großen Raumes von Nöten.

Intel hat diesen Chip zwar nur als Forschungsprojekt entwickelt, jedoch sind die gewonnenen Erkenntnisse für die Entwicklungsarbeit im Teraflop-Bereich von sehr großer Wichtigkeit. Dies ist besonders von Interesse, um zu erforschen wie die Verbindungen von Chip zu Chip und ein optimaler Datentransport gewährleistet werden kann.

Für die Zukunft ist geplant, die Tera-Scale-Forschungen in Richtung dreidimensionaler Bauweise zu fokussieren. So ist angedacht, Speicherbausteine direkt unter dem Chip zu platzieren - um noch mehr Leistung zu generieren. Zudem sollen die nächsten Prototypen auf der Intel-Prozessor Architektur basieren, um den Einsatzbereich vielseitiger zu gestalten.

Außerdem muss für diese Art von Multi-Core-Systeme besonders die Software angepasst werden. So Arbeiten nicht alle 80 Kerne gleichzeitig, nur benötigte Kerne sind aktiv. Wird ein Kern zu heiß, wird dieser abgeschaltet und ein anderer Kern übernimmt seine Aufgaben.

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