Bulldozer FX-4200: Teildeaktivierter Achtkerner ohne CMT mit 3,3 GHz unterwegs?

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Geht es nach einem Eintrag in Gigabytes CPU-Support-Liste für den Sockel AM3+, so soll ein FX-4200 mit 3,3 GHz erscheinen. Dieser verfügt aber über volle 8 MiByte L2-Cache, was auf vier Module schließen lässt - dann würde aber der Name eigentlich nicht passen.

AMDs bisheriges FX-Portfolio sieht drei Modellreihen vor: Die FX-81x0 mit je vier Modulen, den FX-6100/-6200 mit drei Modulen ud die FX-41x0 mit zwei Modulen. Laut Gigabyte könnte aber ein FX-4200 in den Handel kommen, der aufgrund von acht MiByte L2-Cache eigentlich ein FX-81x0 sein müsste - dafür spricht auch die TDP von 125 Watt bei "nur" 3,3 GHz Basistakt.

Dies lässt mehrere Spekulationen zu: Die Daten sind schlichtweg ein Fehler, da sie sehr unstimmig sind. Oder aber AMD könnte einen Chip mit vier Modulen hernehmen und bei jedem eine Integer-Einheit deaktivieren. Dann aber wäre das, was die Bulldozer-Architektur einzigartig macht - nämlich CMT (Core Multithreading) - nicht mehr vorhanden. Die Leistung pro Takt würde jedoch gegenüber einem gewöhnlichen FX-41x0 mit zwei Modulen steigen, einmal durch mehr L2 und andererseits durch mehr Ressourcen pro Thread.

Unsere Benchmarks zeigen, dass ein FX mit 4M/4T gegenüber einem FX mit 2M/4T in Anwendungen deutlich zulegt, vor allem was die Gleitkomma-Leistung anbelangt. Bei 3,6 GHz sind es im Cinebench R11.5 etwa plus 20 Prozent und im x264 HD gar plus 24 Prozent - in Paint wiederum nur plus 10 Prozent und in Truecrypt gerade einmal plus 5 Prozent. In Dragon Age maßen wir in der PCGH 12/2011 immerhin plus 16 Prozent und in F1 2010 plus 12 Prozent.

Der FX-4170 taktet zwar mit satten 4,2 bis 4,3 GHz - der pro Thread stärkere FX-4200 nur mit 3,3 GHz - und damit 27 Prozent höher, wenngleich der Turbo des FX-4200 unbekannt ist. Sollte dieser tatsächlich ohne CMT, aber mit vier Modulen antreten, wäre der Name zumindest teilweise gerechtfertigt. Technisch wäre diese Lösung kein Problem für AMD, es kann sich aber wie gesagt auch um einen Fehler seitens Gigabyte handeln.

Quelle: Gigabyte

Bulldozer FX-4200: Teildeaktivierter Achtkerner ohne CMT mit 3,3 GHz unterwegs? Quelle: PC Games Hardware Bulldozer FX-4200: Teildeaktivierter Achtkerner ohne CMT mit 3,3 GHz unterwegs?

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    • Kommentare (20)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von mhmdemin PC-Selbstbauer(in)
        das ding soll dann weniger basis takt, also 3300mhz
        und 125W verbrauch haben, für mich uninteressant..
      • Von mhmdemin PC-Selbstbauer(in)
        das ding soll dann weniger basis takt, also 3300mhz
        und 125W verbrauch haben, für mich uninteressant..
      • Von GoldenMic Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Roter Fisch
        Test: AMD

        Dass Intels 4-Kerner schneller sind liegt ja nicht daran dass ein Kern generell schneller als ein Modul wäre. Das liegt zum einen an Intels scheinbar besserer Architektur und vor allem an deren weit überlegener Fertigung.

        Ich versteh nicht was du jetzt von mir möchtest. Das hat überhaupt nichts mit meiner Aussage zu tun.
      • Von Roter Fisch Schraubenverwechsler(in)
        Zitat von GoldenMic
        4 Module sind eben nicht schneller als 4 Kerne, wenn du dir die Spiele Benches mal ansehen würdest.
        Um schneller zu sein müssten sie erstmal genutzt werden.


        Test: AMD

        Dass Intels 4-Kerner schneller sind liegt ja nicht daran dass ein Kern generell schneller als ein Modul wäre. Das liegt zum einen an Intels scheinbar besserer Architektur und vor allem an deren weit überlegener Fertigung.
      • Von XE85 Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Roter Fisch
        Das Moduldesign exisitert ja nicht weil es schneller wäre. Natürlich sind 2 vollständige Kerne schneller als 1 Modul. Der Gedanke dahinter ist ja, dass ein Modul nur knapp mehr Fläche als ein Kern benötigt. 1 Modul ist in dem Sinne für kaum mehr Aufwand deutlich schneller als nur ein Kern. Gleichzeitig lassen sich so leichter 8 Kerne (4Module) in eine CPU bauen. 8 Kerne nach klassischem Design wären um ein vielfaches schwieriger und teurer. Das ist der Grundgedanke hinter dem Moduldesign von Bulldozer
        Das stimmt. Nur geht das ganze Konzept aktuell nur bedingt auf. Denn aufgrund der vergleichsweise geringen Transistorpackdichte ist der Chip trotz des Modulkonzeptes 315mm2 groß. Wenn man das jetzt mit dem i7-3820 vergleicht wird das noch deutlicher. Dieser stammt ebenfalls aus dem Serverbereich, hat mehr Performance und ist nur unwesentlich größer. Hat dabei aber schon PCIe 3.0 und ein Quad Channel SI an Board, welches beim BD erst durch ein MCM Design möglich wird. So gesehn hat AMD noch einges an arbeit vor sich, denn aktuell kann sich das Konzept nicht wirklich gegen jene mit hoher IPC durchsetzten, weder im Desktop noch bei Servern.

        Zitat von Ovaron
        Und wenn man sich mal die Anwendungsgtests anschaut sieht man, das die 4 Module doch schneller als die 4 Kerne sind.

        Welche meinst du da konkret? Denn im Anwendungsmittel von CB liegen der 2600k und der ebenfalls aus dem Serverbereich stammende i7-3820 vorne, letzterer sogar mit 22%.

        @Topic ... wäre interessant so ein Chip, denn dann hat direkten vergleich zwischen 4M/4T und 2M/4T

        mfg
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Die Architektur gibt aber nur eine Möglichkeit her
        Je nach Modell eben 4M/8T,3M/6T, 2M/4T - oder in Zukunft enventuell auch 4M/4T.
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