Bulldozer: Ex-AMD-Ingenieur sieht automatische Designprozesse für mangelnde Performance verantwortlich
Von seiner Chipfläche und Transistorenzahl ausgehend müsste AMDs Achtkerner der neuen FX-Serie Intel in fast allen Belangen die Rücklichter zeigen. Dach die Realität sieht anders aus. Bis auf wenige Ausnahmen bleibt AMDs Bulldozer in so ziemlich allen Bereichen hinter der Konkurrenz. AMDs Ex-Ingenieur Cliff A. Maier sieht den Grund dafür in automatischen Designprozessen. Diese hätten den Bulldozer zu groß, zu langsam und zu teuer gemacht.
Für viele Technikfreunde offenbarte sich Bulldozer in der vergangenen Woche als herbe Enttäuschung. Eine gesunkene Leistung pro Kern (und Takt) trifft eine ergo nur wenig gestiegene Multicore-Performance. Dabei klingt das Potenzial beeindruckend: Sage und schreibe 2 Milliarden Transistoren sind auf acht Integer-Einheiten, jede Menge Cache und große FPUs verteilt. AMDs ehemaliger Ingenieur Cliff A. Maier vermutet, dass automatische Design-Prozesse die Leistung des Bulldozers erheblich mindern.
Als Maier noch für AMD arbeitete, seien die CPUs noch von Hand designt worden. Doch Tests habe es damals schon gegeben. Und jedes Mal wären die Designs 20 Prozent größer und 20 Prozent langsamer als die von Hand erstellten gewesen, was zu höheren Produktionskosten und schlechterer Energieeffizienz führte. Probleme wie Elektromigration gesellten sich laut Maier dazu. Ungeachtet dessen sei AMD trotzdem auf diese Prozesse umgestiegen, um die Entwicklung zu beschleunigen und um AMD- und ATI-Architekturen miteinander zu verbinden.
Obwohl unklar ist, ob AMD bei Bulldozer tatsächlich von der tradierten Entwicklung abwich, scheint doch einiges dafür zu sprechen. Die eingangs erwähnten Daten zeigen, dass AMD seine stark gestiegene Transitorzahl nicht in Leistung ummünzen kann.
Quelle: Xbit
Bin ernsthaft am überlegen ob ich mir nicht ein Phenom II X6 1090T zulege, ein altes AM2+ Mainboard, mit der AM3 Unterstützung habe ich schon. ( Asus M3N72-D )
Naja wenn man von einem Hersteller mal enttäuscht wird, greift man zum anderen. Problem bei den CPUs: Es gibt kaum alternative Hersteller. 2006 war´s für mich ein AMD und 2011 ein Intel. Übrigens glaube ich (im Falle meines i7-2600 "Sandy Bridge"), dass die aktuellen Intel-CPUs doch robust erscheinen und von der Bugfreiheit kann ich mich ja im Laufe der Jahre des Betriebs überzeugen.
Das B2-Stepping war leicht fehlerhaft (erwartete Ausfallquote 5-15% nach 3 Jahren), B3 ist narrensicher. Meine alte AMD CPU habe ich verschenkt und die läuft jetzt noch bei einem Bekannten. An sich keine Überraschung, wenn man nicht übertaktet (es nicht in Serie braucht wie bei Bully) und den Original Boxed Lüfter nimmt.
Ein jeder Hersteller lernt, was Zuverlässigkeit angeht, aus seinen Fehlern. Ich finde Sandy Bridge technisch ausgereift und AMD wird in Zukunft sicher was gebacken bekommen, aber warum lässt AMD eine Maschine den Großteil der Denkbarbeit bei der Gestaltung machen? Das Design ist nicht vollständig "inclusive" und da die heutigen CPUs eine gewisse "Klasse" besitzen, frage ich mich, wer bei AMD entschieden hat, Panik zu schieben. Wenn Bully keine Gewinne einbringt, hätte man gleich ein Statement machen können von wegen Bully gibt´s nicht und man möchte gerne den Computer entscheiden lassen, wie AMD Prozessor und AMD Grafikkarte am besten miteinander harmonieren. Ich wäre nicht enttäuscht gewesen, denn solch ein Schritt zugunsten der Firma erfordert Mut.
Es geht in Ordnung, wenn AMD keinen Ringbus in ihren CPUs will, aber auf das "Inclusive" Design zu verzichten, bei dem man alle Cache-Daten auch im nächsthöheren Cache ablegt, ist schon sehr interessant/riskant.
Zu gerne erinnert man sich an AMD´s "Hammer" CPUs in der jungen Vergangenheit. Die aktuellen Führungspersönlichkeiten bei AMD werden´s aber richten und tun, was immer sinnvoll ist im Sinne des Verbrauchers, so meine Hoffnung. Ein maximal 20% besseres Gesamtpaket wird´s mit neuem Stepping und Updates bei den Betriebssystemen geben. Ein Freund von mir konnte sein Glück kaum fassen, nachdem ich ihm im März einen i7-2600 empfahl.
AMD FX-8150 - Bulldozer im ausfhrlichen Test - Prozessorvergleich (Seite 47) - HT4U.net
AMD FX-8150 - Bulldozer im ausfhrlichen Test - Prozessorvergleich (Seite 47) - HT4U.net
Viel zu gerne hätte ich Unrecht gehabt mit einem sensationell guten FX Bulldozer. Den ScienceMark-Vorsprung von 165/175% des i5/i7 kann man ja ignorieren, weil die Software den Bully nicht richtig anspricht. Ich mag Intel, weil bei der Entwicklung Vernunft+guter Wille eine Rolle gespielt haben, und nicht Panik. Bulldozer ist interessant, doch für Freunde empfehlen werde ich einen Sandy Bridge, unabhängig vom Einsatzzweck.
FX Zanbezi Bulldozer - "Ich kann mich rechtfertigen!! Schade für so wenig clevere 8-fach-Multithread Programme."
Intel Sandy Bridge - "All you can eat...alles inklusive jederzeit und überall so gut es nur geht."
Da ist AMD selber schuld aber auch wenn das Programm günstiger kommt als der Ingenieur, die CPUs von AMD sind günstig,ausser den BD da ist P/L nicht so gut, da könnte AMD doch lieber zum Ingenieur greifen und auch wenn die CPUs dann etwas teurer werden, wenn die P/L immer noch stimmt dann verkaufen die auch ihre CPUs
AMD will eben alles dran setzen die CPUs noch zu verkaufen obwohl APUs verkaufen sich sicher gut und die Grafikkarten auch.
Die hätten besser gewartet und nicht schon so früh bekannt gegeben wann die CPU rauskommt, auch wenn es AMD mehr kostete noch länger zu brauchen schlussendlich würden sie die CPU beser verkaufen. War ja auch so mit der PS3, Sony hat die PS3 nach der Xbox360 rausgebracht dafür mit BLuRay LAufwerk die hatten gewartet bis sich HD DVD oder BLuray durchsetzt und dank Toshiba wurde es BluRay und bis Heuet haben die 50Millionen Konsolen verkauft laut Wikipedia. Tja AMD könnte auch 50Millionen BD verkaufen wenn die einfach etwas mehr überlegt hätten.
Ich mag Intel nicht mehr seit ich Probleme hatte mit meinem i7 für den Sockel 1366 mit dem HT da habe ich dann zum Phenom II X4 gewchselt auch mit Grafikkarte und seit dem zufrieden mit dem.
Klar lieben wir alle AMD und natürlich ist man durch Intel´s verrückte Wissenschaftler auch Fan geworden. Bei Intel fühle ich mich als Normalverbraucher zurzeit wohler (und nicht wegen 9 koreanischen Girls, die singend für Intel Werbung machen). Es sind die Speicherbandbreiten und die Unerschütterlichkeit von Sandy Bridge.
Es war töricht von mir, zu hoffen, dass ein FX-8150 die gleiche Anzahl an FPS generieren kann in einem Spiel, das nur 2 Threads beansprucht, wie ein i3-21XX. Diese haben nämlich eine zu den größeren i5/i7 Sandy Bridge Prozessoren ähnliche Schlagkraft pro Kern und Takt. Dementsprechen dürfte in z.B. StarCraft 2 sogar ein Sandy Bridge Pentium unter einem i3 den größten Bulldozer aufrauchen. Warum ist das so?
Der Scheduler ist eine Sache klar, aber warum ist der L1-Daten-Cache im Integer-Cluster ("Kern") nur 16KB (4-fach assoziativ) groß? Warum ist er nicht um Faktor 3 schneller? Warum werden aus dem riesigen L3 Cache Daten gelöscht und im kleinen L1 Cache abgelegt?
ht4u sagt, dies erinnert stark an die Markteinführung vom Intel Pentium 4, deren Fehler aber schnell ausgebessert werden konnten. So richtig angefangen mich für Technik zu interessieren war zu Beginn der Nintendo GameCube Zeiten.
Der Arbeitsspeicher war klein, aber auch schnell. Ihm wurde nachgesagt, er sei der Flaschenhals, aber andere sagten dies sei die Stärke des Systems, denn der IBM-Prozessor "Gecko" oder die ATI-Grafikkarte "Flipper" waren ansehnlich, aber nicht verantwortlich für die schlechte Grafik in dem einen Spiel und der herausragend guten Grafik im anderen Spiel.
Intel legt seit Prozessor-Generationen Daten auch im jeweils nächsthöheren Cache ab, was die Bandbreite um was weiß ich 2-10% verringert, aber die Latenzen sowas von verbessert, weil man nicht nach Veränderungen im L2 Cache schnüffeln "schnoopen" muss.
In einem Abwasch werden die Daten verarbeitet ohne Risiko, sie nochmal zurückschicken zu müssen, was die Latenzen/Zugriffszeiten bei Sandy Bridge stark verbessert. Dass sich 2 Kerne die Daten teilen müssen, geht zugunsten des Stromverbrauchs in Ordnung, aber ich möchte eine Frage stellen:
Ist vom Bulldozer-Nachfolger mehr zu erwarten als die von der Fachpresse angesprochenen Flaschenhälse? Wenn ja, dann kann man von 2 Milliarden Transistoren nämlich noch viel mehr Dampf erwarten, weil bei Intel wird mit Speicher selbst dann noch gekleckert, wenn dieser z.B. beim Pentium oder i3 auf 3MB (L3) beschränkt wird. Bulldozer leidet an Kurzatmigkeit, allerdings können bei 8 genutzten Threads durchaus konkurrenzfähige Ergebnisse zustande kommen. Doch ist der Stromverbrauch/die Belastung des Mainboards auch da schlechter als bei Intel. Und bei wenigen genutzten Threads rennt Sandy Bridge dem Bully einfach davon
PCGH weist gerne da drauf hin, dass die Zukunft Multithreading ist, aber warum dann nur mit Mehrverbrauch? Ihr habt das von mir aus schon richtig erkannt und Bulldozer wäre mit sehr guter Schlagkraft pro Kern vergleichbar gut wie Sandy Bridge, selbst wenn es mehr Transistoren und mehr Strom benötigt. Man stelle sich das mal vor: Bully stemmt bei StarCraft oder anderen "lightly threaded applications" genauso viel wie Sandy Bridge und würde in x264 Anwendungen mit 8 Threads haste nicht gesehen 200% davonziehen...dann würde uns Verbrauchern Bulldozer genauso viel Spaß machen wie Sandy Bridge.
ht4u sagt, Anno 1404 macht Gebrauch von vielen Kernen, reagiert aber gleichzeitig sensibel auf IPC und Single Thread Performance. Die Anzahl der Kerne darf niedriger sein, wenn die Gesamtperformace stimmt. Egal wie ein Konzept aussieht: Es funktioniert immer dann, wenn das Ergebnis für den Verbraucher gut aussieht
In Zukunft erwarte ich Großes von AMD, doch der ausgeschiedene Mitarbeiter von AMD hat wahrscheinlich Recht und er tut AMD damit einen Gefallen, ihnen das zu sagen, nachdem er vorher bei Besprechungen durch die Überzahl an Mitarbeitern gescheitert ist, die Angst hatten und einfach einen groß und stark wirkenden Bulldozer auf die Verbraucher loslassen wollten. AMD kann selbst mit Core Multithreading statt Hyperthreading seine CPUs von Hand viel ähnlicher zu Sandy Bridge gestalten als bisher angenommen. Die Belohnung wird ein höherer Marktanteil sein und alle werden sich freuen über einen AMD "Piledriver", der nicht an Kurzatmigkeit leidet. Mag der L3 Cache z.B. beim i5-2300 kleiner sein...laut ht4u ist dieser Prozessor mit 4x2,8GHz im Schnitt 3% schneller als der FX-8150. Und trotztdem ist der Bulldozer vom Prinzip her eine äußerst interessante Architektur
Ich für meinen Teil nehme es Intel jedenfalls nicht übel, wenn sie so einen hevorragenden Job machen, selbst wenn das Gleichgewicht der x86-Chipriesen AMG gegen Intel damit zunächst zestört scheint. Sandy Bridge ist einfach besser als erwartet, vor allem auch was Preis/Leistung angeht.
Es war nie AMDs Intention, eine CPU mit angemessener Gewinnspanne zu fertigen/verkaufen?
Das glaube ich ehrlich gesagt nicht. Man mag lange vor den ersten Leaks eingesehen haben, dass man nicht auf Augenhöhe mit Intel konkurrieren wird, aber dass AMD von Anfang an geplant hat, mit CPUs, die ~das doppelte in der Herstellung kosten dürften und mehr Strom verbrauchen, gegen Intel anzutreten, kaufe ich dir nicht ab.