AMD soll über Produktions-Verlagerung zu Samsung nachdenken
Laut einem Gerücht aus Asien erwägt AMD, dass man Teile der Fertigung zu Samsung umzieht, damit man in eine bessere Position bei der Versorgung kommt. Die Mehrkosten des Umzugs könnten sich lohnen, wenn man dadurch mehr verkauft. Gerade Radeon-Grafikkarten sind besonders rar gesät.
AMD könnte derzeit deutlich mehr Chips gebrauchen, als das Kontingent bei Produktions-Partner TSMC zulässt. Zum einen werden die Custom-Chips der Konsolen dort gefertigt, zum anderen die Ryzen-Prozessoren und die Radeon-GPZs. Und von den Radeon-Chips sieht man derzeit kaum etwas auf den Markt kommen. Global Foundries, wo man die I/O-Chips fertigen lässt, kommt wegen des verfügbaren Prozesses in 12 nm nicht infrage. Und so kommt einmal mehr das Gerücht auf, AMD könnte mit Teilen der Fertigung bei Samsung andocken, wo ein 8-nm-Prozess zur Verfügung steht, den auch Nvidia nutzt.
Und da derzeit nicht absehbar ist, dass sich die Lage bei TSMC entspannt, dürfte das zumindest nicht überraschen. AMD soll laut einem Bericht aus Asien 50 Prozent mehr Kontingent bei TSMC anfragen, die das selbst mit Erweiterung der Kapazitäten wohl nicht leisten können. Die Vertragsvereinbarungen in der Halbleiterindustrie sind in der Regel nicht kurzfristig änderbar - schon gar nicht bei solch hohen Volumen. Und am Ende steht auch immer die Frage nach der Wirtschaftlichkeit.
Für AMD ist ein Wechsel mit Teilen der Chips zu Samsung natürlich mit Kosten verbunden, aber die können sich am Ende des Tages lohnen, wenn absehbar ist, dass sich der Markt gar nicht entspannt. So könnte zum Beispiel die Fertigung von Grafikkarten-Chips zu Samsung verlegt werden, um aus der extrem knappen Versorgungsfalle zu kommen. Auch APUs ließen sich wohl ganz gut bei Samsung parken, während man die Prozessoren vom Typ Ryzen und Epyc sowie die Custom-Chips für die Konsolen weiter bei TSMC bezieht. So würde man auf der einen Seite die Lage bei den Radeons verbessern und gleichzeitig auch Kapazitäten für mehr Custom-Chips schaffen.
Was an den Gerüchten dran ist, lässt sich wie so oft schwer sagen. Auch Samsung muss die Kapazitäten haben und die Fertigung sollte rentabel sein. Zwar fehlen auch andere Komponenten in der Halbleiterindustrie, aber die Versorgungslage bei Nvidia zeigt, dass auch Samsung kein Allheilmittel ist. Samsung betreibt derzeit drei Fabs mit sechs Linien; zwei in Südkorea und eine in Austin, Texas. In Giheung läuft unter anderem die S1-Line mit 8 nm, in Hwaseong die V1-Line mit 7 nm und in den USA die S2-Line mit bis zu 11 nm. In Pyeongtaek entsteht die Fertigung bis 5 nm.
Quelle: Clién, Harukaze5719 (Twitter)

Der Lockdown wird ebenfalls sowie wir ihn momentan noch haben bis Ende Mai/Juni laufen, danach wird bis Ende Oktober wieder alles geöffnet, und ab November grüßt Covid-21 und das ganze Affentheater mit dem Lockdown beginnt von vorne....
Und zum Wechsel zu Samsung: Das kann für AMD nur von Vorteil sein. Man denke sich nur, alle hängt bei denen von einem einzigen Quasi-Monopolisten ab, der noch dazu auf der Insel sitzt, die von China seit jeh her als abtrünnig betrachtet wird und jeder Zeit militärisch einverleiben könnte. Außerdem ist diese Insel ein Erdbebengebiet- ein Erdbeben = Totaler Produktionsausfall. Und das sind wir noch nichtmal bei den Preisen, die TSMC als Monopolist fordern kann. Dieser Abhängigkeitszustand ist doch für AMD und auch andere Auftraggeber, die komplett von TSMC abhängen, der reinste wirtschaftliche Wahnsinn/Rasierklingenritt.
Infineon kommt Aufgrund der Fertigungstechnologie (verwendeten Nodes) nicht Infrage. Weiterhin ist Infineon spezialisiert auf Power Elektronik, Security, Automotive, passt also nicht ins Portfolio.
Meines Wissens hat Infineon den letzten Node (28nm) mit Qimonda gehabt und wie wir alle wissen, sind die nicht mehr existent.
Um die Prozessoren von AMD zu fertigen wären DUV Systeme bzw. mittlerweile EUV (3300/3400 Systeme) notwendig, das hat Infineon nicht.
Gruß Blacktemplar
Gruß
Ich kenne keinen.