AMD Phenom X3: Triple-Core "probegespielt"
Drei Kerne im Einsatz. Mit welcher Taktrate die CPU lief, wollte AMD nicht verraten. (Bild: PCGH)
Heute früh hat AMD seine Triple-Core CPU offiziell vorgestellt (siehe Meldung unter "Links zum Thema"). Mittlerweile hatten wir die Gelegenheit, einen ersten Dreikern-Prozessor in Aktion zu sehen, zusätzliche Informationen von AMD zu bekommen und den Unreal-Engine-3-Shooter Stranglehold mit drei Kernen auszuprobieren.
So bestätigte uns AMD, dass entsprechende CPUs Phenom X3 heißen sollen. Zudem ist es wahrscheinlich, dass es sich um Quad-Core-Phenoms handelt, bei denen ein Kern nicht funktioniert. Während die Vierkern-Varianten mit der neuen AMD-Architektur im vierten Quartal angeboten werden sollen, kommt der Phenom X3 erst im ersten Quartal 2008. AMD spricht von einem guten Preispunkt zwischen Dual- und Quad-Core. Dabei räumt man ein, dass ein hoch getakteter Triple-Core-Prozessor schneller als ein Vierkern-Modell mit geringerem Takt sein kann.
Der L3-Cache soll bei allen X3-Modellen zwei MiByte groß sein - genauso wie beim Vierkern-Phenom. Zwar wäre es möglich den Cache zu variieren, das ist aber nicht vorgesehen. Die Triple-Core-CPUs sind für Systeme zwischen dem Value- und High-End-Bereich gedacht. Als Beispiele, die bereits von drei Kernen profitieren, nannte AMD Bioshock und Unreal Tournament 3.
Ein Demo-System (Vista) mit Stranglehold stand ebenfalls bereit. Dabei handelte es sich allerdings nicht um einen spielbaren Abschnitt, stattdessen liefen mehrere aufwendige Szenen hintereinander ab. Wir behielten den Task-Manager im Auge: Alle drei Kerne wurden genutzt, die gesamte CPU-Last lag die meiste Zeit zwischen 61 und 69 Prozent. Maximal waren es 71 Prozent, aber nur kurz. Zur Erinnerung: Bis 66 Prozent CPU-Last wäre ein Dual-Core-Prozessor mit gleichem Takt und identischer Cache-Ausstattung genauso schnell.
Um dem Aufrüster bei der Kaufentscheidung zu helfen, will AMD ein Tool veröffentlichen, dass die Unterschiede zwischen Dual-, Triple- und Quad-Core-Prozessoren demonstriert.
