High-Performance Computing: AMD Epyc verprügelt Intel Xeon in Benchmarks
AMD baut seinen Vorsprung im Bereich der professionellen Server-CPUs für High-Performance Computing ("HPC") weiter aus. Die neuesten Epyc 9004 der Familie "Genoa-X" und "Bergamo" verprügeln Intels aktuelle Xeon-Prozessoren der Serie "Sapphire Rapids" hinsichtlich Leistung und Effizienz nach Strich und Faden und sind in jeder Lebenslage überlegen.
Was die technischen Spezifikationen der aktuellen Server-Prozessoren der Familie AMD Epyc 9004 und Intel Xeon Platinum in einer direkten Gegenüberstellung bereits erahnen lassen, haben erste Benchmarks der Webseite Phoronix jetzt noch einmal deutlich unterstrichen: Intels Sapphire Rapids sieht gegenüber AMD Genoa-X mit gestapeltem 3D V-Cache und Bergamo mit 128 besonders leistungseffizienten Prozessorkernen ("Zen 4c") kein Land und geht schier hoffnungslos unter.
Intel Xeon ist aktuell kein Gegner für AMD Epyc
Wie die ausführlichen Benchmarks der insbesondere auf Linux spezialisierten Webseite belegen, ist sowohl der Epyc 9684X ("Genoa-X") mit 96 Zen-4-Kernen und mehr als 1 GiByte L3-Cache als auch der Epyc 9754 ("Bergamo") mit 128 Zen-4c-Cores im Durchschnitt deutlich schneller in den professionellen Server-Applikationen unterwegs als der Xeon Platinum 8490H ("Sapphire Rapids").
Quelle: Phoronix
AMD Genoa-X und Bergamo vs. Intel Sapphire Rapids
Der AMD Epyc 9754 ("Bergamo") liefert eine rund doppelt so hohe Leistung wie ein Intel Xeon Platinum 8490H ("Sapphire Rapids") und nimmt derweil signifikant weniger Leistung auf. Die Effizienzmessungen von Phoronix lesen sich beinahe vernichtend für Intels aktuelle HPC-Generation. Alle Benchmarks wurden mit einen 2P-System, einem sogenannten Dual-Sockel, durchgeführt. In Sachen Leistung und Effizienz sowie daraus resultierend Leistung pro Watt spielt Epyc in einer anderen Liga.
Quelle: Phoronix
AMD Genoa-X und Bergamo vs. Intel Sapphire Rapids
Das Fazit von Phoronix fällt dementsprechend deutlich aus und bescheinigt Genoa-X und Bergamo die absolute Leistungskrone im HPC-Segment und das bei einer überlegenen Effizienz.
For those looking to maximize their HPC performance right now, the AMD Epyc 9684X is easily one of the best processors I've looked at in the past 19 years of Phoronix.
The larger L3 cache paired with AVX-512, 12 channel DDR5 memory, and other Zen 4 benefits can really deliver phenomenal results in a wide range of high performance computing workloads.
The Epyc 9754 power consumption results surpassed my expectations in frankly not expecting Zen 4C to deliver such power efficiency improvements while still performing so well.
Michael Larabe, Phoronix
Für Intel wird die Luft hingegen dünn, denn bei AMD ist längst der nächste Schritt im HPC-Segment in Vorbereitung.
Turin und Turin-X mit Zen 5 stehen vor der Tür
Nachdem bereits erste Engineering Samples von Epyc 9005 ("Turin") in der freien Wildbahn gesichtet wurden, steht mittlerweile fest, dass AMD bereits Ende 2023 die Zen-5-Architektur für Server-CPUs erster Großkunden einführen möchte. In 2024 soll mit Turin-X dann der nächste Ableger mit Zen 5 und 3D V-Cache sowie eine Abwandlung mit Zen 5c folgen.
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Quelle: Phoronix

Drehzahl beschte, dann ist der Motor leichter
Der Sportwagenvergliech ist hier vielleicht nicht der Beste, da es bei dem Thema ServerCPU wirklich um reines BWL geht, bei Sportwagen aber doch sehr um individuellen Geschmack.
Drehzahl beschte, dann ist der Motor leichter
Der Sportwagenvergliech ist hier vielleicht nicht der Beste, da es bei dem Thema ServerCPU wirklich um reines BWL geht, bei Sportwagen aber doch sehr um individuellen Geschmack.
MaxP soll wahrscheinlich dann pro Server bedeuten? Ja, Intel kann 8 Sockel Systeme anbinden, die aber in der Praxis keine Bedeutung spielen dürften, da hier Kosten / Nutzen unterirdisch sind.
(Bzw. Ist der Markt echt gering)
Ansonsten sehe ich, bspw. das Chipletdesign, dass den Erfolg ausmacht, dadurch werden die Chips skalierbar, was für den Serverberwich eben maßgeblich ist.
Intel hat SGX 2015 eingeführt, also nur 2 Jahre früher.
AMD Secure Encrypted Virtualization (SEV) wird ebenfalls seit den ersten EPYC CPUs unterstützt. Intels TDX wird jetzt erst langsam von den ersten CPUs unterstützt, also mehr als 5 Jahre später. Das von Dir hervorgebrachte Argument spricht eigentlich komplett für AMD, weil seit 2017 auf den EPYCs schon sichere, isolierte virtuelle Maschinen möglich sind.
TDX ist neu respektive der Nachfolger, klar, und war somit logischerweise in der Vergangenheit kein Grund Intel gegenüber einem SVE-SNP-System zu bevorzugen. Da zählte SGX. Aber wenn sich TDX auf Software-Seiten genauso verbreiten sollte, wie zuvor SGX, dann könnte es die gleiche Bedeutung für Hardware-Betreiber haben. Nicht weil es per se besser ist als AMD-Technik, um dazu etwas zu sagen bräuchte ich erst einmal neue Einblicke von Leuten, die näher ander Materie dran sind, aber schlicht wegen Software-Support: Wenn dein Kunde ein für TDX programmiertes Sytem einsetzt, dann kannst du ihm keinen Epyc-Server vermieten. End of Story. Es hat nach der Einführung von SVE-SNP auf Seiten der Hardware auch niemand die SGX-Xeons raus und auf den Müll geschmissen und reihenweise durch den rein als CPU definitiv besseren Milan ersetzt, weil die Software gar nicht von heute auf morgen umgestellt war. Sowas dauert, auch weil im Sicherheitsbereich gerne alles dreimal überprüft wird oder man schlicht abwartet, bis andere es ausprobiert haben, und es wäre nicht das erste Mal, dass überlegene AMD-Hardware keine Beachtung findet, weil AMDs Software-Team meist deutlich kleiner ist als bei der Konkurrenz und die Entwickler nicht in gleichem Maße an die Hand nehmen kann.
Am Ende interessiert im Business nämlich niemand, welche Hardware auf dem Papier besser ist, sondern es zählt in erster Linie, was in der Praxis genutzt und nachgefragt wird. Aus Gamer-Sicht kann das zu kuriosen Entscheidungen führen, weil wir nur mit Software arbeiten, die von beiden Herstellern implementierte, oft seit Jahren verfügbare Standards nutzt.
Genau das in den meisten Szenarien aber vollkommen egal. Was zählt ist allein Leistung pro Watt und teilweise noch Leistung pro Anschaffungspreis sowie Leistung pro Liter Platzbedarf (inkl. Kühlung). Da liegen die Epycs natürlich auch uneinholbar vorne, aber das ist kein Erfolg zusätzlich zu den Siegen in den Einzelbenchmarks und zusätzlich zu mehr Kernen pro CPU. Sondern es ist der eine und entscheidende Erfolg. Alles andere ist nur Teil des Weges dahin und verdient keine gesonderte Erwähnung. So wie man bei einem Sportwagen nur die Geschwindigkeit und die Beschleunigung lobt und nicht zusätzlich auch noch "mehr Hubraum", "höhere Drehzhahl", etc. – es zählt was erreicht wird, nicht wie/in welcher wilkürlich gewählten Stückelung. Direkt relevant wären die Benchmarkergebnisse nur, wenn man statt "2P AMD, 2P Intel,..." "600 W AMD, 600 W Intel, ..." als Grundlage gewählt hätte.