AMD Athlon II X4 620: L3-Cache freischaltbar
Der L3-Cache eines AMD Athlon II X4 620 ist freischaltbar. Dies wurde von einem User, unter Verwendung der bereits beim Freischalten von Kernen hilfreichen Advanced Clock Calibration, herausgefunden.
Quelle: http://www.techtree.com
Der L3-Cache des AMD Athlon II X4 620 lässt sich freischalten
Wieder einmal ist es möglich, dass man Prozessoren von AMD einem "Upgrade" unterziehen kann. Nachdem man bereits bei einigen Prozessoren von AMD deaktivierte Kerne wieder aktivieren konnte, ist dieses Prozedere nun auch mit dem L3-Cache möglich. Herausgefunden hat dieses Phänomen ein User aus dem Forum von xtremesystems. Betroffen ist der gerade erst erschienene AMD Athlon II X4 620. Dieser sollte eigentlich auf dem Propus-Kern basieren, welcher keinen L3-Cache besitzt. Da man etwas nicht vorhandenes, nicht freischalten kann, muss es sich bei diesen ersten Prozessoren des AMD Athlon II X4 620 also um einen anderen Kern - hier den Deneb mit L3-Cache - handeln. Dieser wird normalerweise für den Phenom II verwendet. Warum AMD wiederholt Prozessoren mit anderen, als dafür gedachten Kernen, in den Handel bringt, ist nicht bekannt.
Möglich wurde die Aktivierung wieder einmal durch die Advanced Clock Calibration. Wie groß der Anteil der AMD Athlon II X4 620 mit Deneb-Kern im Handel ist, kann nur geraten werden. Die nächsten Tage, und eine damit vermutlich größere Zahl von weiteren Freischaltversuchen, wird mehr Klarheit bringen. Den Kauf eines X4 620 sollte man wohl besser nicht allzu lange hinauszögern, wenn man einen X4 620 mit Deneb-Kern erhalten will.
Der AMD Athlon II X4 620 wird in unserem Preisvergleich aktuell für knappe 95 Euro angeboten. Weitere Informationen erhalten Sie in der Meldung "AMD: Athlon II X3 und X4 im September, Phenom II X4 965 mit 125 W bestätigt - Update: Athlon II X4 620 gelistet".

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wenn von angenommen 120 denebs nur 15 ein X4 965 wären...dass wär erst ruinös und durch die kleineren modelle macht man wenigstens noch ein wenig umsatz mit den halb defekten denebs
glaub kaum dass sie den teuren cache von denebs mitproduzieren um ihn dann als billigen athlon II ohne cache zu verkaufen.
das wäre ruinös.
ich bin mir sicher dass es hierbei um lieferengpässe geht..
ich kenn das vom speicher und von laufwerken, aktuell sogar evga garakas...
manchmal stellt ein distributor tonnenweise ware in den markt und dann hast wieder 2 monate lieferschwierigkeiten
So "faul" zu sein, würde AMD Unmengen Geld kosten. Letztlich ist für die Wirtschaftlichkeit vor allem eine Kenngröße wichtig: die Zahl der aus einem Wafer gewonnenen Prozessoren. Würde man jetzt aus einem Wafer mit Denebs nur Athlon X2 machen, liefe das auf etwa die Hälfte oder noch weniger an Ausbeute heraus, als mit einer reinen X2-Maske ohne L3 möglich gewesen wären.
Das würde AMD nicht überleben. Es ist definitiv billiger, mehrere MAsken zu benutzen. Im Ganzen dürfte es drei Masken geben: Deneb, Propus und Regor. Allerdings kann man offenbar aus jedem dieser Grundmuster generell jeden niedrigeren Prozessor "feilen". So bleibt man flexibel. Über kurz oder lang wird es aber auch bald kaum noch Denebs in Athlon-CPUs geben. Lediglich die Sepmrons werden wohl immer einen deaktivierten Kern haben. Oder es gibt auch mal einen Sempron X2.
Und das mit dem "Lasern" ist Unsinn. Die CPUs sind fertig verdrahtet und vermutlich auch schon in Gehäuse verpackt, ehe man testet, was sie so drauf haben. Im Die mit Lasercuttern herum zu "schneiden", ist technisch unmöglich. Nicht nur, weil ein Laserstrahl mindestens die zehnfache Dicke einer 45nm-Struktur hat, sondern auch, weil dabei Brandrückstünde entstehen, die die CPU zerstören würden.
Man könnte höchstens die Frage stellen, warum AMD keine "Schalter" in seine Designs eingebaut hat, die sich nur ein einziges Mal umlegen lassen, um Bereiche der CPU zu sperren. Offenbar scheint die Sperrung ja rein softwaretechnisch zu erfolgen. Die CPU bekommt eine Kennung und wird anhand dieser angesprochen. Damit läßt sich das natürlich auch mit Software wieder umgehen.
wenn von angenommen 120 denebs nur 15 ein X4 965 wären...dass wär erst ruinös und durch die kleineren modelle macht man wenigstens noch ein wenig umsatz mit den halb defekten denebs
Jetzt allerdings behandeln enige Mainboardhersteller diesen Zufall als Feature, indem sie es erhalten wollen. Ist allerdings auch irgendwo logisch, da die alten Bios-Versionen, mit denen der Troick funktioniert, umgehend durchs Netz schwirren würden, wenn die neueren das Feischalten alle unterbinden. Und daran haben die auch kein Interesse.
Ich bin von Anfang an von AMDs Standpunkt ausgegangen.
Dass die Mainboard Hersteller sowas gerne dankend annehmen, kann ich mir vorstellen, auch wenn es für AMD selbst wieder kontraproduktiv ist, da es einerseits die Verkäufe der "echten" Quads behindert und es weiterhin bestimmt ein paar Deppen gibt, die sich nach dem Freischalten noch über Abstürze beschweren.
Jetzt allerdings behandeln enige Mainboardhersteller diesen Zufall als Feature, indem sie es erhalten wollen. Ist allerdings auch irgendwo logisch, da die alten Bios-Versionen, mit denen der Troick funktioniert, umgehend durchs Netz schwirren würden, wenn die neueren das Feischalten alle unterbinden. Und daran haben die auch kein Interesse.
AMD hat dann allerdings AGESA-Versionen nachgeliefert, mit welchen die Wege zum Freischalten verbaut werden sollten, und forderte die Mainboard-Hersteller auf, diese umgehend in ihre Biosse einzubauen.
Klingt für mich nicht wirklich nach einem beworbenen Feature.
Quelle 1
Quelle 2