Assetto Corsa Evo: Karriereaus noch vor dem Release
Kunos Simulazioni entfernt das ursprünglich geplante, wirtschaftsbasierte Karrieresystem aus Assetto Corsa Evo und setzt stattdessen auf eine einfachere Struktur ohne komplexe Ökonomie-Mechaniken.
Kunos Simulazioni hat bei der Weiterentwicklung von Assetto Corsa Evo die ursprünglich geplante ökonomiebasierte Karriere gestrichen und plant stattdessen eine einfachere Struktur für den Einzelspielerfortschritt. Diese Entscheidung sorgt in der Community für deutliche Reaktionen.
Ursprünglich hatten die Entwickler für die Early-Access-Version von Assetto Corsa Evo ein Karrieresystem angekündigt, das mit einer In-Game-Wirtschaft, dem Verdienen von Credits, dem Kauf und der Personalisierung von Fahrzeugen sowie einem RPG-artigen Fortschrittssystem arbeiten sollte. In Präsentationen und Interviews wurde die Karriere als "RPG der Petrolheads" beschrieben, bei der Spieler durch Rennen Erfahrung sammeln und ihre Sammlung ausbauen sollten.
Nach dem Start der Early-Access-Phase im Januar 2025 ergänzte Kunos das Spiel in späteren Updates um verschiedene Modi und Verbesserungen. So wurde mit Version 0.2 ein traditioneller Karriere-Modus eingeführt, der in der Struktur ein Ökonomiesystem sowie Fortschrittsmechaniken beinhaltete, parallel zum offenen "Open Mode", in dem Spieler sofort auf alle Inhalte zugreifen konnten. Beide Modi sollten offline spielbar sein.
In der jüngsten Entwicklung hat Kunos Simulazioni jedoch beschlossen, das ursprünglich geplante wirtschaftsbasierte Karrieresystem zugunsten einer "simpleren Struktur" aufzugeben. Diese Änderung wurde zuletzt in einer Nachricht auf Overtake.gg thematisiert und in der Community diskutiert, wo manche Spieler ihre Enttäuschung darüber äußern, dass ein progressiver Karrieremodus gestrichen werden könnte.
Karrieremodus - Dreh- und Angelpunkt?
Kritiker der Entscheidung auf Reddit sehen in der Streichung eine drastische Abkehr von dem, was Assetto Corsa Evo zu einem modernen Sim-Racing-Titel mit langfristiger Motivation hätte machen können. Laut einigen Beiträgen war die Karriere für viele Interessenten der Hauptgrund, dem Early Access eine Chance zu geben. Andere Community-Mitglieder äußern sich frustriert über das wiederholte Entfernen versprochener Inhalte, insbesondere nachdem bereits andere Funktionen nach dem Early-Access-Start angepasst wurden.
Entwickler und Publisher haben bisher keine offizielle, detaillierte Stellungnahme zu dieser Änderung kommuniziert, weshalb unklar ist, wie genau die neue Karrierestruktur aussehen soll oder ab welcher Version sie verfügbar wird. Anstatt eines gestellten Wirtschaftssystems könnte es sich bei der vereinfachten Karriere um ein stärker linear aufgebautes Fortschrittsmodell handeln, bei dem etwa durch Rennen Erfahrung oder freischaltbare Inhalte ohne komplexe Budget-Mechaniken erlangt werden - genaue Details stehen allerdings noch aus. Einige Fans spekulieren, dass dies als Reaktion auf Feedback zur Komplexität und Balance der Ökonomie im Karrieremodus geschieht.
Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der Assetto Corsa Evo weiterhin im Early Access gepflegt wird und regelmäßig neue Inhalte erhält. Zuletzt kündigten die Entwickler weitere Fahrzeuge, Strecken und Modding-Features an, während gleichzeitig bestehende Kritikpunkte adressiert werden, wie etwa die ursprünglichen Online-Voraussetzungen für Einzelspielerinhalte.
Wie genau sich die Karrierestruktur ohne Ökonomie auf das langfristige Spielgefühl auswirken wird und ob Kunos alternative Progressionsmechaniken einführt, bleibt abzuwarten. Viele Spieler beobachten die Entwicklung weiterhin aufmerksam, da Assetto Corsa Evo trotz der anscheinend wechselhaften Early-Access-Phase nach wie vor eines der ambitioniertesten Sim-Racing-Projekte am PC ist. Derweil ist das Segment der Sim-Racer mittlerweile stark umkämpft und es kämpfen einige Entwickler um die Gunst der Spieler.
