Anno-117-Demo: Starke Optik, schwaches Feedback - nur 45 % Zustimmung auf Steam
Die Demo von Anno 117 beeindruckt optisch, sorgt spielerisch jedoch für Ernüchterung. Überladene Benutzeroberfläche, hohe Einstiegshürde und Detailmängel trüben den ersten Eindruck - auf Steam zeigt sich das bereits deutlich.
Während die Demo von Anno 117 gewohnt gut aussieht und liebevoll inszeniert ist (siehe Techniktest von PCGH), startet das Spiel mit überraschend schwacher Zustimmung der Spieler zum Gameplay. Das kann kaum an sich falsch drehenden Mühlrädern liegen, sondern unter anderem an der Benutzeroberfläche.
Kritik an der Demo zu Anno 117
Die Demo ist zwar auf nur eine Stunde beschränkt, aber diese reichte vielen Spielern aus, um nicht mit ihr warmzuwerden. Mit den vielen neuen Funktionen, die Anno 117 bietet, kommen auch neue Elemente in der Benutzerführung hinzu, die nach Meinung einiger Kommentatoren überfrachtet wirken. Manch einer glaubt auch, sie sei früh im Hinblick auf Konsolen entwickelt worden und stelle für den PC nur einen Kompromiss dar. Geschmacklich geht auch nicht jeder mit - aber das ist wie so oft diskutabel.
Speziell in der deutschen Fassung wird auch die Synchronisation erwähnt. Hier bleibt nur festzustellen, dass Anno 1701 und 1404 wohl kaum wieder erreicht werden können. Besonders Martin Arnhold war vielen "die Anno-Stimme", doch der Sprecher ist vor ein paar Wochen im Alter von 89 Jahren verstorben. Gelegentlich wird auch der hohe Einstieg bemängelt. Was man in Anno 1800 erst im Endgame mit zahlreichen DLCs vorfand, liefert Anno 117 schon früh: viele Möglichkeiten, die schnell überfordernd wirken.
Insgesamt sind es vor allem Kleinigkeiten. Da Anno als Serie etabliert ist und die Mainzer ihr Handwerk verstehen, gibt es wenig auszusetzen. Die Welten sind hübsch, das grundlegende Gameplay genau wie erwartet, gleichzeitig mit Neuerungen, die das Erlebnis frisch halten sollen.
Anno 117 benötigt noch Feinschliff. Die Mühle hatten wir erwähnt. Die Charaktere zeigen noch Glitches - wie übrigens auch in Anno 1800 bis zum Schluss. Stellenweise benötigt die Welt noch einmal einen Besen und etwas Farbe. Viele QoL-Verbesserungen stehen zudem auf der Agenda, die Ubisoft nach Nutzerrückmeldungen umsetzen könnte.
Anno 117: Es bleibt noch Zeit bis zum Release
Auf der Habenseite steht die bislang gute Performance des Spiels, die sich aber traditionell Richtung Endgame verändern wird. Zu diesem lässt sich im Moment auch noch wenig sagen, und wie bei Anno 1800 wird vieles von den Seasons abhängen, die zweifelsohne kommen werden und die die Spieler langfristig bei Laune halten sollen. Schon jetzt fordern einige einen "Crown Falls"-DLC, weil die Standardkarten recht kleinteilig wirken.
Alles in allem reicht es auf Steam aber dennoch nur für schwache 46 % oder "Ausgeglichen" - das hätte man von Anno wohl nicht erwartet. Bis zum Release ist jedoch noch Zeit. Teilweise kann die niedrige Wertung auch an der Art der Demo liegen. Während die zeitliche Begrenzung ohne Speicherfunktion nachvollziehbar ist, fühlt sie sich speziell bei Spielen wie Anno zu restriktiv an.
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Aber das UI ist wirklich extrem grausam. Ich musste immer wieder suchen wo sich die Gebäude verstecken die ich bauen will.
Keine Ruckler oder Abstürze zu verzeichnen.
Allerdings war ich jetzt auch nicht so angetan von der Demo und habe tatsächlich nach 40 Minuten aufgehört weil ich einfach nicht mit dem Spiel warm wurde.
Ich habe es zumindest von meiner Wunschliste erstmal wieder gestrichen, bzw Prio weit nach unten gesetzt.
War etwas enttäuscht.