Ryzen 5000: Woher kommen die 19 Prozent IPC-Steigerung?
AMD hat am gestrigen Abend offiziell die neuen Zen 3-CPUs vorgestellt und wurde dabei auch nicht müde zu betonen, dass man die IPC-Leistung im Vergleich zum Vorgänger Zen 2 nochmals um 19 Prozent steigern konnte. Die anlässlich des Launchs veröffentlichten Folien beleuchten nun auch genauer, aus welchen Bereichen diese Steigerung stammt und wie sie ermittelt wurde.
AMD feiert seit 2017 mit seiner Zen-Architektur große Erfolge. Damit das auch so bleibt, sind konstante Verbesserungen nötig, weshalb das Unternehmen am gestrigen Abend mit Zen 3 die dritte Ausbaustufe seiner CPU-Familie offiziell vorgestellt hat. Dabei stand vor allem die wichtige IPC-Leistungssteigerung im Fokus, die laut AMD immerhin 19 Prozent betragen soll. Doch worauf auf dem Live-Event noch nicht genauer eingegangen wurde, dafür aber auf den im Anschluss herausgegebenen Präsentationsfolien: Wie setzen sich die 19 Prozent zusammen und wie wurden sie von AMD ermittelt?
Angegebene Steigerung ist ein Mittelwert
Da die Taktraten im Vergleich zu Zen 2 kaum angehoben wurden, mussten die Leistungssteigerungen in anderen Bereichen geholt werden. Die Compute-Dies (CCDs) erhalten ein neues Layout, wobei es keine Unterteilung in zwei getrennte Core Complex Cluster mit eigenen 16 MB-L3-Cache mehr gibt. Stattdessen werden die Cluster zusammengelegt und greifen auf einen einzigen, 32 MB umfassenden L3-Cache zu. Die daraus resultierenden kürzeren Latenzen sollen ein erster Baustein für die Leistungssteigerung sein.
Ein weiterer Weg zur IPC-Steigerung: Die Branch Prediction, also die Sprungvorhersage, wurde weiter optimiert. Außerdem wurden das Front- und das Backend angepasst, die ALUs arbeiten nochmals flinker und die Load- und Store-Einheiten können nun pro Taktzyklus einen zusätzlichen Befehl ausführen. Vor allem Letzteres soll laut AMDs Folie maßgeblich die IPC-Leistung verbessert haben.
Interessant ist jedoch die Art und Weise, woran man die Steigerung um 19 Prozent festmacht. Auch hierzu schweigen sich die Folien nicht aus. So sei die Steigerung in dem AMD Labs im Rahmen mehrerer Tests, die bereits am 01.09.2020 stattfanden, festgestellt worden. Dabei habe man insgesamt 25 ausgesuchte Workloads durchlaufen lassen und dann den Mittelwert genommen. Dabei wurde der neue Ryzen 7 5800X mit dem Vorgänger Ryzen 7 3800 XT verglichen. Beide CPUs liefen gelockt auf 4 GHz, sodass der Boost-Takt keine Rolle spielen konnte. Das restliche Testsystem: Ein Windows 10-PC mit Geforce RTX 2080 Ti, einer Samsung 860 Pro SSD sowie insgesamt 16 GiB DDR4-3600 RAM.
AMD schweigt sich leider dazu aus, welche Workloads im Einzelnen für die Tests ausgewählt wurden. Es ist davon auszugehen, dass es sich hierbei jedoch sowohl bei Anwendungssoftware als auch bei Spielen um eher AMD-freundliche Exemplare handeln dürfte - wie es wohl auch andere Mitbewerber gemacht hätten. Ob die 19 Prozent IPC also auch in freier Wildbahn bestätigt werden können, muss zunächst ein fundierter Test zeigen - PCGH scharrt schon jetzt mit den Füßen.

Meiner taktete auch max bis 4.3 GHz
Und als Beispiel bei cs Go bis zu 73 Grad warm trotz Wasserkühlung
Nach manuellem einstellen sind es 49 grad
Das sind ganze 24 Grad
Von der viel geringeren Spannung und weit weniger Verbrauch Mal gar nicht zu reden laufen die CPUs entgegen der Meinung vieler nicht am Optimum
( Zumindest nicht am Optimum der Effizienz )
Stock 511 punkte singlecore
Getaktet 504 punkte
Stock Multi 7100
Getaktet multi 7777
Ob man jetzt 4.6 GHz singlecore zum surfen oder für Word braucht Mal dahingestellt
Ich habe selten ein Szenario gehabt wo ich den Boost von 4.6ghz nutzen konnte
Geschweige das ich ihn eigentlich nie gesehen habe
Selbst mit pbo +200 lag er nur bei 4525
Mit den Agesa Updates haben die CPUs ihren Takt geschafft, sonst würde es immer noch Diskussionen darum geben und die Zahlen von AMD zu Präsentationen waren seit ZEN immer korrekt, außer du lieferst mir jetzt Beispiele wo AMD Zahlen auf Folien zu ZEN präsentiert hat, die hinterher nicht eingehalten wurden!
Ich bin gespannt!
Dass das abgeebt ist, lag wohl eher daran, dass die neueren Chips mit einem besseren Binning die Taktraten auch schaffen und die Leute sich mit dem Problem abgefunden haben dass es 25-100MHz daneben liegen kann. Sonst stände da auch nicht mittlerweile ein Up to.
Weißt du was die beim Benchmark alles im Hintergrund laufen haben, vom Virenscanner über Skype oder anderen Scheiss?
Kannst du mit deinem AMD System und einem aktuellen Agesa die Zahlen von CB und anderen Reviewern nachstellen Ja oder Nein?
Ich konnte das mit allen meinen ZEN Prozessoren, privat und die die ich für andere zusammengebaut habe, etwa 50 Stück, da ich den Cinebench Test immer mache, um zu schauen ob das System wie gewünscht funktioniert!
Und behaupten kann das jeder poste doch deine ca. 50 Benches mit den unterschiedlichen Configs und zeig uns das die CB Werte immer erreichbar sind. Meine schafft es nicht. Ich erreiche eigentlich Stock fast genau das, was man im HWLuxx, Guru3d usw. erreicht hat.
Dann habe ich deine Aussage schlichtweg anders verstanden.. Danke für die Klarstellung
Aber ist es nicht vermessen, wenn wir diese Aussage auf Intel implizieren? Ich meine hier wurde gerne das letzte bisschen Leistung für viele Euros hingenommen und AMD werden nun hohe Preise vorgeworfen?
Ich finde, das ist schon ein messen mit zweierlei Maß.
Ich impliziere nichts "auf Intel" und ich werfe AMD keine hohen Preise vor. Im Gegenteil, ich sage ausdrücklich, dass ich nicht damit rechne, vor 2021 ein Urteil über eingependelte Ryzen-5000-Marktpreise fällen zu können. Bestimmte "wirs" an irgendwelchen "hiers" mögen zu einem beliebigen "nun" das anders handhaben und wechselnde Maßstäbe anlegen, aber ich pflege alle Hersteller gleich zu betrachten und nehme überhöhte Preise nicht hin, auch wenn ich oft rein technische Diskussionen führe, in denen Endkundenpreise allgemein keine Rolle spielen.