RX 9000: Hohe Preise bremsen Nachfrage in Japan - Händler reagieren mit ersten Preissenkungen
Die RX-9000-Serie steht zumindest in Japan unter Druck: Die durch die Speicherkrise ausgelöste Preisexplosion lässt die Nachfrage so stark sinken, dass erste Händler bereits mit Preisnachlässen entgegensteuern.
Mit der anhaltenden Speicherkrise sind die Preise für Grafikkarten global in die Höhe geschossen. Auch in Japan gilt: Wer eine neue GPU will, muss tiefer als gewohnt in die Tasche greifen. Laut einem Bericht des japanischen Portals Gazlog (via WCCFTech) sorgt das im Kontext von Radeon-Grafikkarten für eine abstürzende Nachfrage. Die aktuelle RX-9000-Serie soll demzufolge deutlich unter den Verkaufserwartungen liegen, sodass Kaufinteressierte zu älteren oder gleich konkurrierenden Modellen greifen. In der Folge sollen einige Händler begonnen haben, die Preise der RX-9000-Modelle zu senken oder mit aggressiveren Angeboten zu arbeiten, um Lagerbestände zu reduzieren und die Nachfrage wieder anzukurbeln.
Noch weit vom Tiefstniveau entfernt
Der Gazlog-Bericht bezieht sich für seine Meldung auf die Radeon RX 9070 XT sowie die RX 9060 XT 16 GiB, die in den vergangenen Wochen auf dem japanischen Markt im Preis gesunken ist.
- Beim aktuellen RDNA-4-Spitzenmodell wurde der preisliche Höchststand Mitte Januar 2026 erreicht. Durchschnittlich 144.000 Yen (rund 790 Euro) mussten Kunden hinlegen - inzwischen liegt der Preis bei "nur" 124.000 Yen (rund 680 Euro).
- Die RX 9060 XT 16 GiB hingegen fiel im selben Zeitraum von im Schnitt 87.000 Yen (rund 477 Euro) auf 71.000 Yen (rund 390 Euro).
Damit sind die Preise für aktuelle Radeon-Modelle zwar im genannten Zeitraum um bis zu 20 Prozent gesunken - ob das tatsächlich ausreicht, um die Nachfrage wieder anzukurbeln, bleibt aber abzuwarten. Denn auch diese Preisniveaus sind noch deutlich höher als vor Beginn der Speicherkrise, als die RX 9060 XT 16 GiB teilweise für 50.000 Yen (rund 274 Euro) zu haben war.
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Haben Sie für 2026 noch einen Hardwarekauf vor oder macht Ihnen die Speicherkrise einen Strich durch die Rechnung? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Zum Kommentieren müssten Sie eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren bitte die gültigen Forenregeln. Folgen Sie uns außerdem für Neuigkeiten in der Hardware-Welt oder unsere exklusiven Inhalte gern auf Whatsapp und X. Unsere Video-Inhalte (oftmals gewürzt mit einer Prise Humor) finden Sie bei Youtube, Instagram und Tiktok.
(01.11. - 01.12.) relativ stabil geblieben ist, bis das Weihnachtsgeschäft Anfang Dezember eingesetzt hat.
Ab Anfang Dezember relativ hohe Nachfrage, Lagerbestände zügig geleert,
analog der Preis im Zeitraum von 3 Wochen exponentiell gestiegen (ca. 40%).
Ab Anfang Januar Lagerbestände wieder gefüllt, aber Preis zunächst auf "Weihnachtsniveau"
geblieben.
Das hat nichts mit "Speicherkrise", "geringer Nachfrage" oder sonstigen
herbeigedichteten Storys zu tun, sondern einzig und allein erhöhte
Nachfrage in einem kurzen Zeitraum.
Steht da der Grund, warum die RX nicht verkauft wird, wie im Artikel suggeriert?
Oder was genau kann man ablesen und zu welchem Zeitpunkt?
Und was kann man daraus ableiten?
LG
Es wäre natürlich reichlich dämlich seitens der Händler, wenn sie im Moment große Mengen bereits bezahlter Grafikkarten im mittleren Segment, insbesondere von AMD, auf Lager hätten. Das sich Preis-Leistungs-Käufer 2026 eher mit dem Kauf neuer Systeme zurückhalten werden, ist nun wirklich schon lange absehbar. Aber ein Händler, der diesen Bestellfehler bereits gemacht hat, kann nur noch versuchen, seine Verluste zu minimieren, beispielsweise durch Abverkauf. Mittelfristig dürfte der kollabierte Markt nämlich einige Anbieter zur kompletten Geschäftsaufgabe zwingen und wenn deren Bestände abverkauft werden müssen, könnten die Preise noch einmal deutlich nachgeben.