Vermeintliche AMD-Navi-GPU: PCI-ID 66AF:F1 sorgt in Benchmarks für falsches Aufsehen

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Vermeintliche AMD-Navi-GPU: PCI-ID 66AF:F1 sorgt in Benchmarks für falsches Aufsehen
Quelle: PC Games Hardware

Am Wochenende machten News zu einer möglichen Navi-GPU von AMD die Runde, die in den Kishonti-Benchmarks GFXBench und Compubench aufgetaucht sein soll. Konkret geht es um die PCI-ID 66AF:F1, die wegen der Nennung von 20 Compute-Units Navi zugesprochen wird. Tatsächlich sollte es sich um Vega 20 handeln.

Bevor neue Grafikkarten veröffentlicht werden, drehen meistens Leaks aus den großen Benchmark-Datenbanken ihre Runden. Im Falle von AMD werden häufig noch keine konkreten Markennamen, sondern PCI-IDs genannt. In den Monaten vor der Markteinführung tauchen diese üblicherweise in den Linux-Treibern auf, womit sie sich sicher zuordnen lassen. Am Wochenende tauchte die PCI-ID 66AF:F1 auf, die auf Reddit (#1, #2) und zahlreichen Webseiten Navi zugeschrieben wurde. Navi heißt AMDs nächste Generation, die TSMCs 7-nm-Technik in günstigere Preisregionen bringen wird als die Radeon VII.

Vermeintliche Navi-GPU in Benchmarks dürfte Vega 20 darstellen

Die Ergebnisse stammen vom Compubench und GFXBench, zwei Benchmarks des Anbieters Kishonti. Die Assoziation zu einem neuen Grafikchip kommt durch die teils merkwürdigen Angaben zustande: Die Leistungsdaten bewegen sich auf dem Niveau von Vega 10 (Radeon RX Vega 64/56), wobei die Grafikleistung im Verhältnis höher ausfällt als die Compute-Performance. Der Benchmark hat vom Treiber 20 Compute-Units ausgelesen, was bei der aktuellen Anordnung 1.280 Shadern entspräche. Wegen der hohen Ergebnisse kamen eine Verdoppelung der Shader-Einheiten pro CU von 64 auf 128 oder eine deutliche Steigerung der Leistung pro CU ins Gespräch. Die 16 GiByte Grafikspeicher entsprächen entweder einer deutlichen Erhöhung im Grafikkarten-Mainstream oder einer Auslesung des gemeinsamen Grafik- und Arbeitsspeichers, so die Argumentation.

Lesenswert: Radeon-GPUs: AMD möchte 2019 das komplette Portfolio erneuern

Tatsächlich lassen sich AMDs PCI-IDs 66Ax jedoch der Vega-20-GPU zuordnen. 66AF steht konkret für die Radeon VII - eine größere Unterscheidung durch die Anhängsel nach dem Doppelpunkt gibt es üblicherweise nicht. Die 20 Compute-Units müssten demnach einen seltenen Auslesefehler darstellen. Das inkonsistente Performance-Bild könnte an den früheren Treiberproblemen oder dem Taktverhalten liegen.

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      Zur Diskussion im Forum
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Vermeintliche AMD-Navi-GPU: PCI-ID 66AF:F1 sorgt in Benchmarks für falsches Aufsehen

        Zitat von seahawk
        Da Navi ja mit der 1660/2060 bzw. deren Nachfolgern konkurrieren wird, ist das sehr konservativ, gerade wenn man bedenkt wie innovativ - ja revolutionär - AMD ist, wenn es darum geht brachiale Leistung zu einem günstigen Preis zu offerieren. 2080 Leistung für 300 Euro ist realistisch!!
        Ahahaha genial
        3 MOnate später: Navi konkurriert mit der 2060 und kostet 400 bzw 450
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Vermeintliche AMD-Navi-GPU: PCI-ID 66AF:F1 sorgt in Benchmarks für falsches Aufsehen

        Zitat von seahawk
        Da Navi ja mit der 1660/2060 bzw. deren Nachfolgern konkurrieren wird, ist das sehr konservativ, gerade wenn man bedenkt wie innovativ - ja revolutionär - AMD ist, wenn es darum geht brachiale Leistung zu einem günstigen Preis zu offerieren. 2080 Leistung für 300 Euro ist realistisch!!
        Ahahaha genial
        3 MOnate später: Navi konkurriert mit der 2060 und kostet 400 bzw 450
      • Von TwoCents
        AW: Vermeintliche AMD-Navi-GPU: PCI-ID 66AF:F1 sorgt in Benchmarks für falsches Aufsehen

        Zitat von sterreich
        Nvidia: 900 (September 2014) -> 1000 (Mai-Juli 2016) -> 2000 (September/Oktober 2018)
        AMD: R200 (Oktober 2013) -> R300/Fury(Mai-Juni 2015) -> RX400(Juni 2016) -> RX500/Vega (April/August 2017) -> Navi (~Mitte 2019)
        Sind bei beiden also ca. 2 Jahre (ja ich weiß RX500 ist ein Refresh).
        Wenn man es mal auf der Chip-Basis runter rechnet, sieht es etwas anders aus:

        NVIDIA: 900: 3 Chips (GM200, GM204, GM206), 1000: 6 Chips (GP100, GP102, GP104, GP106, GP107, GP108), 16/20: 4 Chips (TU102, TU104, TU106, TU116) - 13 Chips insgesamt, kein Refresh
        AMD: 400: 2 Chips (P10, P11), 500: 1 Chip (P12) 1 Refresh (P30), Vega: 1 Chip , Vega 2: 1 Refresh - 4 Chips, 2 Refreshes

        Ist schon spannend, dass NVIDIA in der gleichen Zeit das 3-fache an Chips raus haut. Also einfach nur die Zeiträume zu nehmen, halte ich für etwas zu einfach.
      • Von sterreich BIOS-Overclocker(in)
        AW: Vermeintliche AMD-Navi-GPU: PCI-ID 66AF:F1 sorgt in Benchmarks für falsches Aufsehen

        Zitat von seahawk
        Ich habe die Werte aus dem 1660ti Test genommen: (alle Produkte anzeigen aktivieren)

        http://www.pcgameshardware.de/Nvidia-Geforce-Grafikkarte-255598/Tests/GTX-1660-Ti-Test-1275780/3/

        Der Punkt ist, dass imho AMD mit 7nm Fertigung klar vor der 2060 liegen muss, besonders wenn die Karte mehr als 6 Monate später erscheint, auch weil die Laufzeiten der Generationen bei AMD länger sind (siehe Polaris). 2080 ist natürlich etwas übertrieben aber 2070+X muss schon angepeilt werden, denn da wird ein 2060 Nachfolger liegen.
        OK, wenn du den 1660 Test genommen hast verstehe ich, dass ich die Werte im generellen Vergleich nicht finden konnte.
        Das man in 7nm klar vor der 2060 liegen muss finde ich nicht. Der Prozess ist mir als Nutzer eh egal. Von der Konkurrenzfähigkeit her würds darauf ankommen, wie viel kleiner der Chip im Vergleich ausfällt.
        Wirklich länger ist der Produktzyklus bei AMD auch nicht nur versetzt:
        Nvidia: 900 (September 2014) -> 1000 (Mai-Juli 2016) -> 2000 (September/Oktober 2018)
        AMD: R200 (Oktober 2013) -> R300/Fury(Mai-Juni 2015) -> RX400(Juni 2016) -> RX500/Vega (April/August 2017) -> Navi (~Mitte 2019)
        Sind bei beiden also ca. 2 Jahre (ja ich weiß RX500 ist ein Refresh). Polaris mit der RX400er Serie sticht hier eigentlich raus. Man könnte fast mit einer Panikreaktion auf Pascal spekulieren, um zumindest im Mittelklasse-Segment noch halbwegs relevant zu bleiben.

        Sofern man Nvidia preislich unterbieten kann bei ähnlicher Leistung wird AMD sicher was verkaufen. Aber ja, mind. 2070 Leistung wäre angebracht beim besten Modell.
      • Von TwoCents
        AW: Vermeintliche AMD-Navi-GPU: PCI-ID 66AF:F1 sorgt in Benchmarks für falsches Aufsehen

        Zitat von MoziTV
        Aber Raytracing macht zum aktuellen Zeitpunkt in gaming keinen Sinn, auch nicht mit RT cores, weil nichteinmal die RTX Karten es ohne massiven Leistungsverlust schaffen - und das bei nur wenigen von Raytracing betroffenen Objekten. Raytracing ist noch nicht reif für gaming.
        Nehme Raytracing und ersetze es durch "TnL", "Tessellation", "DX8"-"DX12" und durch jede andere beliebige Technologie.

        Das ändert nichts am Fortschritt, den wir hier sehen.

        Zitat von MoziTV
        Und ob man jetzt sagt AMD hat die Radeon Instinct im Grunde kopiert, oder ob Nvidia Raytracing ohne sinnvolle Funktion einfach von den Workstations übernommen hat ist doch das Selbe. Kein gamer kauft eine RTX 2080Ti wegen Raytracing, sondern nur weil Turing gute Performance bietet.
        Und schwupps bringt NIVDIA eine zukunftsweisende Technologie zum Kunden, obwohl er diese gar nicht haben wollte.
      • Von TwoCents
        AW: Vermeintliche AMD-Navi-GPU: PCI-ID 66AF:F1 sorgt in Benchmarks für falsches Aufsehen

        Zitat von MoziTV
        Die Entwicklung für consumer haben sowohl Intel, Nvidia als auch AMD zurückgefahren.
        NVIDIA hat definitiv gar nix zurück gefahren.

        Zitat von MoziTV
        Nvidia hat die RT und Tensor cores für Server und commerzielle Workstations konzipiert und dementsprechend war die Software für DLSS und Raytracing noch nicht in Ansätzen für den Alltagsgebrauch vorhanden..
        Das ist einfach Blödsinn, RT ist grundsätzlich als Rendertechnologie entwickelt worden, die sowohl im professionellen, wie auch im Gaming Sektor genutzt werden kann. Hier kann man gar nicht trennen und einfach sagen "Das haben sie für Workstations gebaut". In Workstations nutzt NVIDIA RT auch schon seit locker mal nem Jahrzehnt. Nun haben sie, mit Microsoft zusammen, das ganze auch noch in eine DX-Erweiterung gesteckt.
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