SSD-Kaufberatung 2026: So finden Sie die beste M.2-SSD - Kauftipps, Wissen und mehr
SSDs sind Pflicht, doch Generationschaos, Marketingzahlen und volatile Preise machen den Kauf schwerer als nötig. Welche M.2-SSDs lohnen sich für welche Anwendergruppe? Braucht es für Gamer immer die teuersten Modelle? Wir klären auf und geben konkrete Kaufempfehlungen.
In diesem Artikel
Auch wenn wir uns nach wie vor in einer Speicherkrise dank KI-Fokus und begrenzten Produktionskapazitäten befinden: Wenn Sie den Massenspeicher Ihres Gaming-PCs, Laptops oder Ihrer Konsole neu planen oder erweitern müssen, kommen Sie um die Wahl der passenden SSD nicht herum. In dieser Kaufberatung erfahren Sie verständlich erklärt, worauf es bei internen M.2-SSDs mit PCIe 4.0 und 5.0 ankommt - von den Grundlagen über typische Stolperfallen hin zu konkreten Kauftipps für verschiedene Einsatzzwecke. So finden Sie ohne langes Suchen genau die SSD, die zu Ihrem Budget und Ihren Leistungsansprüchen passt.
Wichtige Fragen auf einen Blick
Reicht eine M.2-SSD mit PCIe 4.0 aus, oder braucht es PCIe 5.0?
Für einen normalen Gaming- oder Allround-PC reicht in der Regel eine gute PCIe-4.0-M.2-SSD. Eine PCIe-5.0-SSD lohnt sich erst, wenn Sie regelmäßig mit sehr großen Datenmengen hantieren und professionell mit Video-, 3D- oder ähnlichen Workloads arbeiten.
PCIe-4.0-SSDs sind heute der Standard im Desktop-Bereich und erreichen hohe Transferraten, die für Spiele, Windows und typische Anwendungen mehr als ausreichen. Der Wechsel auf PCIe 5.0 bringt vor allem in Benchmarks höhere Zahlen und beschleunigt lange, lineare Transfers, etwa wenn mehrere hundert Gigabyte am Stück geschrieben werden. Ladezeiten in Spielen verkürzen sich dagegen meist nur um wenige Sekunden, die in der Praxis nicht ins Gewicht fallen. Wenn Sie also überwiegend spielen, arbeiten, surfen und ab und zu ein paar Daten kopieren, treffen Sie mit einer PCIe-4.0-SSD fast immer die bessere Preis-Leistungs-Wahl. Wenn Sie dagegen große Videoprojekte oder viele virtuelle Maschinen fahren, kann eine PCIe-5.0-SSD tatsächlich spürbar Zeit sparen.
Wie viel Speicherplatz sollte meine SSD haben?
Für aktuelle Gaming- und Allround-PCs empfehlen sich SSDs mit 1 bis 2 TByte, sofern in Krisenzeiten wie aktuell herrschend entsprechendes Budget eingeplant werden kann. (Zum Teil minimal langsamere) Modelle mit 1 TByte funktionieren ohne Probleme, sind aber einerseits schnell mit modernen Blockbuster-Spielen und Programmen gefüllt und bieten oft ein schlechteres Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich. Bei kleineren 500-GB-Modellen sieht es 2026 skalierend ähnlich unattraktiv aus.
Die Kapazität entscheidet darüber, wie viele Daten Sie auf Ihrem System lassen können. Große Spiele, Videoaufnahmen und Projektdateien füllen ein Terabyte schnell. 2.000 GByte (formatiert nutzbar dann mit 1.863 GiB) bieten üblicherweise genug Reserven für Windows, viele Spiele und gängige Anwendungen, ohne dass Sie ständig deinstallieren oder verschieben müssen. Vier Terabyte und mehr ergeben Sinn, wenn Sie sehr viele große Spiele gleichzeitig installiert lassen, mit umfangreichen Medienbibliotheken arbeiten oder bewusst lange ohne Aufräumen auskommen möchten. Kapazitäten von 500 Gigabyte gehören als Neuanschaffung heutzutage zur Nische und sind eher für einfache Office-Rechner anzudenken. Wichtig zu wissen: Eine bis zum letzten Gigabyte gefüllte SSD kommt mit Einbußen bei Leistungs- und Reaktionszeiten daher. Planen Sie daher lieber direkt einen Puffer ein.
Benötige ich unbedingt eine SSD mit DRAM-Cache?
In einem Gaming- oder Arbeitsrechner ist ein DRAM-Cache ein Vorteil, unter anderem bei längeren Kopiervorgängen. Entsprechende Modelle kosten aber auch mehr. Für eine hauptsächlich für Spiele angedachte SSD werden gute DRAM-lose Modelle ohne Probleme ausreichen.
Eine SSD mit DRAM-Cache speichert ihre Zuordnungstabellen im eigenen Speicherchip und reagiert dadurch besonders flott auf viele kleine Zugriffe, wie sie beim Starten von Windows, beim Laden von Programmen und beim Arbeiten mit Projekten auftreten können. DRAM-lose SSDs nutzen stattdessen den Arbeitsspeicher des Systems. Diese können bei einfachen und vor allem lesenden Lasten durchaus sehr schnell sein, geraten aber bei langen Schreibvorgängen und hoher Kapazitätsfüllung früher ins Schwitzen.
Wenn Sie die anvisierte SSD als Hauptlaufwerk nutzen möchten und das Budget nicht stark limitiert ist, ist eine SSD mit DRAM-Cache bei ansonsten gleichen/ähnlichen Spezifikationen die bessere Wahl. Wenn Sie nur ein zusätzliches Spiele- oder Datenlaufwerk nachrüsten möchten und ein attraktives DRAM-loses Modell im Angebot sehen, kann das trotzdem eine sehr sinnvolle Wahl sein - gerade angesichts steigender SSD-Preise.
Passt die SSD in meinen PC, mein Notebook oder meine Konsole?
Formfaktor (bei M.2-SSDs die Länge), Schnittstelle, PCIe-Generation und Kühlerbauhöhe sollten zum jeweiligen System passen. In den meisten aktuellen Fällen passen M.2-SSDs mit 2280 ohne Probleme. Ausnahmen wie das Steam Deck mit dem kürzeren 2230-Faktor gilt es aber zu beachten. Um auf engem Raum nicht in Temperaturlimits zu laufen, empfehlen sich für Notebooks und Laptops eher effiziente Vertreter.
Im üblichen Desktop-Bereich dominiert das M.2-Format 2280, also 22 Millimeter breit und 80 Millimeter lang. Viele Notebooks setzen ebenfalls auf M.2-2280, manche Geräte und Handhelds aber auch auf kürzere Varianten wie 2230. Wichtig ist zudem, ob der freie Slot/die SSD SATA oder PCIe nutzt und welche PCIe-Generation vom Mainboard überhaupt unterstützt wird. Eine PCIe-5.0-SSD funktioniert auch in einem 4.0-Slot, wird dann aber limitiert und arbeitet ergo mit einer niedrigeren Geschwindigkeit. Konsolen wie die Playstation 5 haben Vorgaben zu Länge, Bauhöhe inklusive Heatsink und Mindestleistung.
In Desktop-Systemen teilen sich manche M.2-Slots die Lanes mit der Grafikkarte, sodass diese bei falscher Slotwahl auf ×8 heruntergestuft wird. Ein kurzer Blick in die Mainboard-Dokumentation oder andere Übersichten klärt, welcher Slot wirklich geeignet ist, und verhindert böse Überraschungen nach dem Einbau. Mehr zu dem Thema unter anderem in unserem Video:
Wie baue ich eine M.2-SSD richtig ein und kühle sie ordentlich?
Eine M.2-SSD lässt sich mechanisch einfach einbauen, aber Sie sollten dennoch sorgfältig vorgehen und, sofern erforderlich, für einen passenden Kühler sowie etwas Luftstrom sorgen. Bei zu hohen Temperaturen und entsprechender Dauerbelastung kann die Performance leiden, besonders bei PCIe-5.0-Modellen. In den meisten Fällen genügt jedoch der passive Mainboard-Kühlkörper. Bei hitzköpfigeren Beispielen mit Phison E26 sind wuchtigere Heatsinks oder gar kleine Lüfter dabei.
Quelle: PCGH
Bei den meisten SSDs genügt der übliche Mainboard-Kühlkörper. Bei manchen Serien stehen aber auch eigene Heatsink-Versionen gegen einen Aufpreis zur Verfügung. Sofern weder die SSD noch das Gerät über einen Kühlkörper verfügt, können (sofern überhaupt erforderlich) Drittanbieter-Heatsinks Abhilfe schaffen. Für PCIe-4.0- sowie so manche effizientere -5.0-M.2-SSDs stünde etwa Arctics Variante für ca. 4 bis 5 Euro zur Verfügung.
Beim Aufrüsten Ihres Gaming-PCs: Schalten Sie den Rechner vollständig aus, trennen Sie ihn vom Strom und öffnen Sie das Gehäuse. Suchen Sie den gewünschten M.2-Slot auf dem Mainboard und entfernen Sie gegebenenfalls vorhandene Abdeckungen respektive den Mainboard-Kühler. Stecken Sie die M.2-SSD leicht schräg in den Slot, drücken Sie sie vorsichtig nach unten und fixieren Sie sie mit der vorgesehenen Schraube oder Halteklammer. Bei vorangebrachtem SSD-Heatsink kann dieser auf der SSD bleiben. Ziehen Sie die Schraube nur handfest an, damit die Platine nicht verbogen wird. Bringen Sie, sofern vom SSD-Hersteller kein Kühler mitgeliefert wurde, anschließend den Mainboard-Kühler mit entferntem Schutzfilm auf den Wärmeleitpads wieder an. Nach dem ersten Start prüfen Sie im UEFI und im Betriebssystem (wichtig: mit installiertem Mainboard-Treiber), ob die SSD korrekt erkannt wird.
Sie haben nun einen Überblick über die wichtigsten SSD-Grundlagen und wissen grob, worauf es beim Thema M.2-SSD-Massenspeicher ankommt. Auf der nächsten Seite wird es konkreter: Dort stellen wir Ihnen ausgewählte, getestete PCIe-4.0- und PCIe-5.0-SSDs vor, die PCGH mit der aktuellen Marktsituation immer noch als gute Kaufempfehlungen einordnet.

Wobei ich jetzt gestehen muss, dass die besagt SSD nun auch recht teuer geworden ist. Aktuell ca. 170€ im Vergleich zu knapp 75€ die ich damals dafür hingelegt habe.
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Wobei ich jetzt gestehen muss, dass die besagt SSD nun auch recht teuer geworden ist. Aktuell ca. 170€ im Vergleich zu knapp 75€ die ich damals dafür hingelegt habe.
Aber folgendes...
Ich schmöker den Artikel durch und les dann einfach in die Diskussion rein - ich schau nicht aufs Datum. Da denk ich mir dann auch, hm, komisch, dass da der eine noch den Black Friday erwähnt usw. Es ist halt die erste Seite Disksussion vom Dezember und plötzlich ist in der Diskussion dann ein zeitlicher Bruch von 3 Monaten drin. Da hab ich auch nen Moment gebraucht, bis ichs kapiert hab.
So groß ist die Vielfalt auf dem Markt nicht.
Ich würde primär nach TLC Speicher gehen, und da landen wir bei den genannten Herstellern.