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  • Hands-on-Test: Apple iPad 2 - der beste Tablet-Computer der Welt?

    Mit dem iPad hat Apple das Tablet-Segment Massenmarkt-tauglich gemacht, rund ein Jahr später kommt das iPad 2 auf den Markt. Wie schlägt sich das iPad 2 gegen die Konkurrenz? Ist Android eine Alternative? Wir stellen Ihnen das neue iPad 2 in unserem Hands-on-Test vor.

    Als einen Tablet-PC definiert man heutzutage einen großen Bildschirm zwischen 7 und 10 Zoll, der in einem möglichst schlanken und dünnen Rahmen eingefasst ist. Unter der Haube sorgen, je nach Ausführung, leistungsstarke Prozessoren, Grafikkarten, Lautsprecher und Speicherbausteine für einen ähnlichen Bedienungsumfang wie bei einem Desktop-PC. Allerdings wird ein Tablet-PC im Gegensatz zum Desktop-PC fast ausschließlich über das Touch-Display gesteuert, eine perfekte Anpassung der Software auf die Tablet-Hardware ist daher also extrem wichtig.

    Als Paradebeispiel für die erste wirklich gelungene Symbiose von Hardware und Software auf dem Tablet-Markt gilt das iPad von Apple. Vor rund 12 Monaten hat Apple dieses Produkt in einer WLAN- und eine WLAN/UMTS-Version in verschiedenen Speicherausführungen auf den Markt gebracht. Je nachdem wie groß der Umfang Ihrer App-, Musik- und Video-Sammlung ist, haben Sie die Wahl zwischen 16, 32 oder 64 GByte Speicherplatz.

    In den letzten 12 Monaten hat Apple die unglaubliche Anzahl von 15 Millionen iPads verkauft, so quasi aus dem Stand das Tablet-Segment neu begründet und sich selbst zum Quasimonopolisten aufgeschwungen. Und die Konkurrenz? Die läuft seit Monaten mit umständlichen Windows-7-Tablets oder halbgaren Android-Tablets der Apple-Konkurrenz hinterher. Apple hat im bisherigen Lebenszyklus des iPad mehr Einheiten verkauft, als alle anderen Konkurrenten zusammen.

    Apple iPad 2 - die Hardware
    Das iPad 2 von Apple gibt es in drei Speichergrößen (16, 32 und 64 GByte) und in zwei Verbindungsvarianten. Aktuelle Erhebungen zeigen, dass momentan der meiste Speicherplatz beim iPad für Musik verwendet wird, gefolgt von Apps. Selbst sehr Musik-Affine-Kollegen in unserer Redaktion, haben den Speicherplatz eines 32-GByte-Modells nicht ausgereizt. Wer eher selten über das iPad Musik hört und auch mit den nicht mehr ganz zeitgemäßen Kameras eher selten Bilder und Videos erstellt, ist mit dem 16-GByte-Modell völlig ausreichend gerüstet. Darüber hinaus halten sich hartnäckig die Gerüchte, dass Apple zukünftig die Musiksammlung in die Cloud ausgliedern will, ein weiterer Punkt für die "kleinen" iPads.

    Die Frage nach der Datenanbindung richtet sich nach dem Einsatzgebiet des iPad 2. Die WLAN-Version kann sich nur über das WLAN mit dem Internet verbinden. Wenn Sie das Gerät also hauptsächlich zu Hause und am Arbeitsplatz mit WLAN-Anbindung verwenden, ist die WLAN-Version des iPad völlig ausreichend. Darüber hinaus haben Besitzer des iPhone 4 die Möglichkeit, dies als Personal Hotspot zu verwenden - auf Reisen können Sie Sie also bequem mit dem iPad über das iPhone ins Internet gehen. Ja nach Smartphone geht dies natürlich auch mit anderen Geräten, so konnten wir ohne Probleme mit einem iPad 2 ohne UMTS-Modul über ein Samsung Galaxy S (Android) als mobiler Zugangspunkt online gehen. Wem die Anbindung über ein Smartphone zu kompliziert ist oder gar kein Smartphone besitzt und darüber hinaus oft mit dem Tablet auf Reisen ist, für den eignet sich die UMTS-Version, allerdings benötigen Sie hier eine zusätzliche SIM-Karte samt Datentarif.

    08:15
    PCGH Uncut HD-Video - Folge 23: iPad 2 und neue Grafikkarten


    Das iPad 2 ist mit einem Apple A5-Prozessor ausgestattet, dieser ist eine Weiterentwicklung des A4-Prozessors. Der neue A5-Chip besitzt zwei Rechenkerne mit jeweils 1 GHz Taktrate und basiert auf einem ARM Cortex-A9 MP-Core. Als Grafikeinheit verwendet Apple beim A5 einen PowerVR-SGX543MP2-Chip, dieser soll laut Apple neunmal so schnell wie die alte Grafikeinheit sein. Spiele-Entwickler haben als ersten Schritt zur Nutzung des neuen Chips Spiele-Versionen mit mehr Details angekündigt, so nutzt eine angepasste Infinity-Blade-Version hochauflösendere Texturen und erweiterte Grafikeffekte. Bereits in den nächsten Wochen kann mit mit Titeln rechnen, die Gebrach von der Grafikleistung des iPad 2 Gebrauch machen. Es gilt als sicher, dass Apple den A5-Prozessor des iPad 2 auch im iPhone 5 verwenden wird.

    Das iPad 2 besitzt einen Hauptspeicher von 512 MByte und verfügt damit über die doppelte Speichermenge im Vergleich zum ersten iPad. Als weitere Neuerungen sind zwei Kameras (0,7 und 0,3 Megapixel) und ein vollwertiges Gyroskop verbaut. Als Display kommt bei iPad 2 ebenfalls ein 10-Zoll-Modell mit IPS-Technik und einer maximalen Auflösung von 1.024 x 768 Bildpunkten zum Einsatz. Der Vorteil zu herkömmlichen LCD-Modellen liegt in den relativ weiten Einblickwinkeln, so nimmt der Kontrast und die Farbintensität auch bei schrägen Blickwinkeln von der Seite kaum ab - ein Tischnachbar kann bequem die Inhalte auf dem iPad 2 mitlesen. Die gemessene Helligkeit liegt bei maximaler Stärke bei rund 400 Candela. Dies ist für einen Tablet-PC relativ hoch und selbst Desktop-Bildschirme erreichen meist nur 300 Candela. Ein Manko des iPad 2 ist allerdings geblieben, so ist das Display bei direkter Sonneneinstrahlung nur schlecht lesbar - E-Book-Reader mit E-Ink-Technik sind deutlich besser. Apple hat beim iPad 2 trotz gleicher Technik die Leistung des Displays etwas verbessert, so hat die Schlierenbildung bei schnellen Bewegungen im Vergleich zum originalen iPad deutlich nachgelassen.

    Neben einem UMTS-Modem (HSPA/GSM) beim UMTS-Modell besitzen alle iPads einen Bluetooth-Chip (2.1 + EDR) und WLAN-n.

    Apple iPad 2 - das Gehäuse
    Das iPad 2 von Apple ist 8,6 Millimeter dick und damit rund 33 Prozent dünner als das originale iPad mit 13 Millimeter. Das Gewicht des iPad 2 liegt je nach Ausstattung zwischen 601 und 613 Gramm, die erste Version wog noch zwischen 680 und 730 Gramm. Auf dem Papier ist der Unterschied der beiden Generationen eher gering, in der alltäglichen Handhabung erleichtert die Gewichtseinsparung den Umgang mit dem Tablet-PC jedoch deutlich.

    Auf der Vorderseite des iPad 2 sitzt oben im Rahmen die 0,3-Megapixel-Kamera für Facetime und unten am Rand der bekannte Homebutton, dieser ist im Vergleich zum originalen iPad ein wenig leichtgängiger, der Rahmen ist zwischen 18 und 20 Millimeter breit. Apple hat die Gewichtseinsparung beim iPad 2 durch eine dünnere Glasplatte erreicht, die gleichzeitig flexibler geworden ist - Sturzschäden sollten beim iPad 2 vermutlich nicht mehr so oft zum Zerspringen der Glasabdeckung führen. Trotz sehr sorgfältiger Behandlung und der Verwendung des Smartcovers haben wir schon nach zwei Tagen im Einsatz kleinere Kratzer zu verbuchen. Diese trüben den Eindruck des guten Displays zwar nicht, aber spätestens beim Wiederverkauf bekommt man Probleme. Unterhalb des Homebuttons auf dem unteren Rand befindet sich der Dock Connector, mit einem passenden Zusatzadapter der bei Apple 40 Euro kostet, können HDMI-Kabel an das iPad angeschlossen werden, auch die Wiedergabe von HD-Material ist möglich. Allerdings konnten wir beim Abspielen von HD-Videos aus dem iTunes-Store kleinere Ruckler feststellen.

    Im linken Rahmenteil ganz oben liegt der Slot für die SIM-Karte, auf der rechten Rahmenseite befindet sich die Lautstärkeregelung und der Schiebeschalter für die Stummschaltung, über iOS kann man hier auf Wunsch auch eine Verriegelung der automatischen Bildschirmdrehung einschalten. Unterhalb des Schiebeschalters befindet sich die Wippe für die Lautstärkeeinstellung. Im oberen Rahmen hat Apple beim iPad 2 den 3,5-Klinkenanschluss für ein Headset und den Powerschalter untergebracht. Alle Bedienelemente bieten ein gutes Feedback und lassen sich nach wenigen Minuten intuitiv finden und bedienen.

    Auf der Rückseite des iPad 2 befindet sich, eingelassen im schicken Aluminium-Deckel, die zweite Kamera mit 0,7 Megapixel. Wer das praktische Smartcover für rund 40 Euro erwirbt, kann dies mit bereit eingelassenen Magneten auf der linken Seite blind befestigen. Decken Sie das iPad 2 mit dem Cover zu, schaltet es sich automatisch aus.

    Apple iPad 2 - die Praxis
    Kritiker haben die Soundqualität des Monolautsprechers beim ersten iPad bemängelt, beim iPad 2 kommt zwar wieder ein Monolautsprecher zum Einsatz, die Soundqualität wurde aber deutlich verbessert. Dennoch gilt: Musik aus einem Tablet und Smartphone klingt schlecht. Beim iPad klang sie mies, beim iPad 2 klingt sie erträglich mies. Darüber hinaus hat Apple den Lautsprecher entkoppelt, bei "brummigen" Frequenzen vibriert daher das iPad 2 nicht mehr so stark wie das erste iPad. Wer über das iPad 2 allerdings ernsthaft Musik hören will, benutzt besser einen Kopfhörer.

    Der neue Prozessor samt schnellerer Grafikeinheit bietet in Zusammenarbeit mit dem größeren Hauptspeicher (512 MByte) mehr Geschwindigkeit, egal bei welcher Anwendung. So sind die Wischbewegungen noch flüssiger, Pinch-to-Zoom geht schneller und flüssiger und Scrollen auf Webseiten ist ebenfalls butterweich. Das originale iPad hat hier schon Maßstäbe gesetzt und das iPad 2 ist einfach noch besser. Darüber hinaus kann man jetzt im Browser mehr als zwei Tabs öffnen ohne spürbare Geschwindigkeitseinbußen hinnehmen zu müssen. Auch Ladezeiten profitieren von der Mehrleistung, Apps starten in der Regel einige Sekunden schneller und grafisch Aufwendige Spiele wie Infinity Blades laufen eine Idee flüssiger.

    Auf der Software-Seite dürfen natürlich auch Garageband und iMovie nicht ungenannt bleiben. Ersteres ist für Musiker und gänzlich unmusikalische Menschen eine schnelle Möglichkeit, um einen kompletten Song zu erstellen - samt 8-Spur-Aufnahmestudio. Dabei werden alle gängigen Rock-Instrumente geboten und auch viele Automatismen helfen dem Anfänger zum schnellen Song. iMovie erlaubt es die Videoaufnahmen in wenigen Klicks zu einem vorzeigbaren Video zu schneiden. Ansonsten gibt es bis auf die angekündigten Apps keine weiteren Highlights für das iPad 2 - dies wird sich in den nächsten Tagen allerdings garantiert ändern.

    Die Akkulaufzeit ist beim iPad 2 ähnlich gut wie beim iPad. Im Standby hält der Akku voraussichtlich über 20 Tage, wir konnten nach ersten Tests keine signifikante Abnahme der Akkuleistung messen. Im normalen Betrieb, ab und an Mails checken, ein wenig Surfen im WLAN und unterwegs, so wie einige Videoanrufe, konnten wir rund 15 Stunden am iPad 2 arbeiten. Wenn man über längere Strecken aufwendige Spiele und Videos abspielt und nebenbei viel im WLAN arbeitet, erreicht man noch eine Akkulaufzeit von über 8 Stunden - viel weniger wird man auch bei massiver Verwendung des iPad 2 nicht erreichen.

    Apple iPad 2 - Fazit
    Das iPad ist tot, es lebe das iPad 2. Ok, geblieben sind der iTunes-Zwang und die fehlende Flash-Unterstützung, aber damit muss man eben leben, wenn man sich in die Apple-Hände begibt. Was der Kunde für den Einstiegs-Preis von unter 500 Euro erhält, ist das praxistauglichste und ausgereifteste Tablet am Markt. Die High-End-Konkurrenz von Android ist schlichtweg zu teuer oder unbrauchbar. Wer bereits ein iPad besitzt, muss nicht zwingend upgraden, wer noch keinen Tablet-PC besitzt, sollte zum iPad 2 greifen - der Preisunterschied zum ersten iPad ist, selbst auf Plattformen wie Ebay, einfach zu gering, um an dieser Stelle sparen zu wollen.

    Unserer Meinung nach ist das iPad 2 mit 16 GiByte Speicher und WLAN-Modem für rund 480 Euro die beste Variante. Wer unbedingt UMTS braucht, investiert rund 600 Euro. Das Top-Modell mit 64 GiByte und UMTS-Modem kostet rund 800 Euro.

    Quelle: Apple

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    Es gibt 17 Kommentare zum Artikel
    Von DAEF13
    @guy:Stell die Frage mal anders: "Wer braucht einen Laptop, der mit einem, im Gegensatz zum iPad, viel zu aufwändigen…
    Von guybrush02
    Irgendwie seh ich imer noch keinen Sinn in den Dingern. Brauch ich was kleines für unterwegs gibts genug brauchbare…
    Von jugorwski
    Super besser als das iPad 1 aber am iPad 2 wird es kläglich scheitern. Warum trauen sich die Hersteller nicht mal…
    Von Gast20141208
    Die neuen Galaxy Tabs werden besser sein als das IPad 1.
    Von jugorwski
    Das glaub ich erst wenn ich es sehe.
      • Von DAEF13 BIOS-Overclocker(in)
        @guy:

        Stell die Frage mal anders: "Wer braucht einen Laptop, der mit einem, im Gegensatz zum iPad, viel zu aufwändigen und komplizierten Betriebssystem läuft?"
        Ich denke mal 95% der User hier haben einen stationären PC, an dem sie das meiste an Arbeiten, Spielen, ... machen.
        Dann braucht man keinen Laptop mit zu kurzer Akkulaufzeit und unhandlichen Maßen, sondern ein kleines Gerät, mit dem man gemütlich im Netz surfen kann und seine Videos schauen kann.
      • Von guybrush02 Schraubenverwechsler(in)
        Irgendwie seh ich imer noch keinen Sinn in den Dingern. Brauch ich was kleines für unterwegs gibts genug brauchbare Smartphones (Nein das Iphone gehört nicht dazu). Muss ich unterwegs mehr machen nehm ich nen Laptop und um zuhause was zu machen hat man nen Desktop PC. Kein Touchscreen kann mit Maus und Tastatur mithalten.

        Ansonsten... Apple: looks nice but it's useless
      • Von jugorwski Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Super besser als das iPad 1 aber am iPad 2 wird es kläglich scheitern. Warum trauen sich die Hersteller nicht mal sowas wie Apple es immer vormacht. Alle rennen immer hinterher.
      • Von Gast20141208
        Die neuen Galaxy Tabs werden besser sein als das IPad 1.
      • Von jugorwski Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Das glaub ich erst wenn ich es sehe.
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Apple iPad 2
Mit dem iPad hat Apple das Tablet-Segment Massenmarkt-tauglich gemacht, rund ein Jahr später kommt das iPad 2 auf den Markt. Wie schlägt sich das iPad 2 gegen die Konkurrenz? Ist Android eine Alternative? Wir stellen Ihnen das neue iPad 2 in unserem Hands-on-Test vor.
http://www.pcgameshardware.de/iPad-2-Tablet-236415/Tests/Apple-iPad-2-817284/
29.03.2011
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2011/03/Apple-iPad-Hands-On-1__3_.JPG
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