Bericht: Festplatten weiterhin teuer - Preisniveau seit Flutkatastrophe unverändert hoch?
Trotz der mittlerweile wieder entspannteren Lage auf dem Festplattenmarkt scheinen sich die Preise der Datenträger nicht zu normalisieren. Nach Angaben des Branchenverbandes Bitkom könne das alte Preisniveau frühestens im Herbst 2012 wieder erreicht werden. Wir haben uns die Zahlen anhand aktueller Preise genauer angeschaut.
Die Flutkatastrophe in Thailand im vergangenen Jahr hat zahlreiche Produktionsstätten bekannter Festplattenhersteller zerstört. Der Markt reagierte umgehend und ließ aufgrund der Knappheit an Datenträgern das Preisniveau um nahezu 40 Prozent ansteigen. Für interne sowie externe 3,5-Zoll-Festplatten musste bisweilen sogar fast das Doppelte bezahlt werden. Nach einem Bericht von Bitkom, dem Bundesverband für Informationswissenschaft, Telekommunikation und neue Medien, verharren die Preise weiterhin auf einem Spitzenniveau. Die Hersteller sollen erst im September wieder die alten Produktionskapazitäten erreichen. So sollen von Januar bis März 2012 die Preise lediglich um zwei Prozent gesunken sein. Bitkom beruft sich hier auf die Zahlen von 2.671 geprüften Festplatten des Preisvergleichsportals Guenstiger.de. Aufgrund des harten Wettbewerbs auf dem Markt können die Hersteller die hohen Preise aber nicht dauerhaft halten und sollten die Festplattenpreise daher im Jahresverlauf tendenziell sinken lassen.
Anhand unseres PCGH-Preisvergleichs haben wir die Preisentwicklung der drei derzeit beliebtesten Festplatten Western Digital Caviar Green mit 2 Terabyte, der Seagate Barracuda EcoGreen F4 mit ebenfalls 2 Terabyte und der Seagate Barracuda 7200 mit 3 Terabyte analysiert. Das Ergebnis: In den letzten drei Monaten seit Anfang Februar sind die Preise der drei Modelle immerhin bereits zwischen 8 und 15 Prozent zurückgegangen. Lediglich die Barracuda mit 2 Terabyte zeigte sich im Preis recht unbeständig und wurde im März kurzfristig teurer. Insgesamt lässt sich mit den Stichproben aber eine durchaus sinkende Preisentwicklung auf dem Festplattenmarkt bescheinigen.
Quelle: Bitkom
Ich meine, schon damals als du 35€ gezahlt hast, für ~50% mehr Kohle hätte man ~600% mehr Kapazität bekommen (50-60€ für 2TB). Es muß ja irgendeinen Grund haben das die kleinen Dinger aktuell für fast 200€/Terrabyte angeboten werden. MMn riecht das schon irgendwie nach xtrem beabsichtigter "Nachfragereduzierung"... ^^
Klar sind so kleine Platten pro Gigabyte relativ teuer. Aber hier geht es ja um "nochmals wesentlich teurer geworden" - wieso sollten sie 2 Jahre nach Markteinführung so viel teurer, sein, als 6 Monate? Für Festplattenverhältnisse habe ich seinerzeit quasi zum Launchpreis gekauft.
Die Produktionskosten sind jedenfalls geringer, als für größere Modelle - 320 Gb war (und ist vielerorts) genau eine Platterseite. Ein zweiter Arm samt Lese-/Schreibköpfen und stärkerem Antrieb,... verdoppelt die Kosten zwar nicht annähernd, aber er ist auch nicht umsonst. Umgekehrt gleich teuer in der Fertigung dürfte die 250er Ausführung mit teilweise ungenutztem Platter sein - die man aber offensichtlich immer noch als anbietungswürdig ansieht.
Wie groß die Stückzahlen sind, weiß ich natürlich nicht, aber "verdammt hoch" würde mich nicht wundern. Sehr, sehr viele PCs gehen immer noch in Büros, wo 500 GB schon absoluter Overkill sind und jeder Euro zählt. Seagate selbst fertigt seit Jahren für dieses Segment sogar extra Gehäuse mit geringerer Bauhöhe und die 7200er F4 (die es nur bis 320 GB gibt) waren die letzten Festplatten, die Samsung überhaupt vorgestellt hat, größere Modelle waren auch nicht angekündigt. Afaik sind es bis heute auch mit die schnellsten non-10k Laufwerke (bis zum erscheinen der 4k-Format Verlos dürften es die schnellsten Platten für den Heimanwendermarkt überhaupt gewesen sein), also alles andere als Resterampe.
Ich könnt mir ja vorstellen, dass sich Samsung grad übelst ärgert, die haben ihre HDD-Sparte ja erst vor kurzem veräussert ... wegen zu geringer Margen.
Macht aber nix, die Tage kommen 3x SSDs von denen zu mir ins Haus geflattet, an mir verdienen die also so oder so nicht schlecht ....
@ruyven: Ich weiß ja nicht, werden eigentlich noch 320GB HDs nennenswert produziert? Ich meine das die kleineren/kleinsten Kapazitäten schon immer unverhältnismäßig "teurer" waren ist ja klar, deswegen frage ich mich gerade ob es vielleicht auch daran liegt das aktuell der Aufwand für eine 320Gb Scheibe quasi genau so groß ist wie für eine 500/750(/1000Gb) Scheibe.
Ich meine, schon damals als du 35€ gezahlt hast, für ~50% mehr Kohle hätte man ~600% mehr Kapazität bekommen (50-60€ für 2TB). Es muß ja irgendeinen Grund haben das die kleinen Dinger aktuell für fast 200€/Terrabyte angeboten werden. MMn riecht das schon irgendwie nach xtrem beabsichtigter "Nachfragereduzierung"... ^^
Hoffen wir, dass sie wenigstens einen Teil der Kohle in die Entwicklung neuer Produkte stecken...
Samsung Spinpoint F4 320GB, SATA II (HD322GJ)
Ich hab auch 'nen ordentlichen Bedarf an Speicher (nein, nichts illegales ...), und mir z.B. im letzten Sommer im Juli 2x Samsung F4 2TB zu je 64€ geholt, jetzt erst vor wenigen Tagen ist die erstmals wieder unter die 100€-Marke gefallen, zwischenzeitlich lag die bei über 150€ ..... lächerlich. Da hat irgendwer ordentlich Reibach gemacht, und dummerweise haben sie jetzt gemerkt, dass der Markt auch diese überzogenen Preise mitmacht, daher werden die Preise noch 'ne ganze Weile stabil bleiben und nur langsam fallen, da erstmals seit Jahren wieder die Margen "stimmen" ....