Gigabyte Z77: Dual UEFI mit 3D-BIOS im Video
Mit zwei physischen BIOS-ROMs sollen Gigabyte-Z77-Boards Vorteile gegenüber anderen Boards haben. Ein Video zeigt das 3D-BIOS in Aktion.
Das Gigabyte 3D BIOS (dahinter versteckt sich im Grunde nur die Hersteller-eigene UEFI-Version) bietet ein neues Feature: eine 3D-Ansicht des Mainboards. Nach dem Aufrufen des Setups wird das Mainboard in einer rotierbaren 3D-Darstellung präsentiert. Ein Klick auf Teile des Mainboards öffnet dann die entsprechenden Einstellungen für diesen Bereich. Mit einer neuen überarbeiteten Version soll die Benutzeroberfläche nun überschaubarer werden. Durch einen einfarbigen 3D-Render werden die konfigurierbaren Mainboard-Komponenten besser hervorgehoben. Der Nutzer nicht mehr durch verspielte Details unnötig abgelenkt. In einer Leiste am unteren Rand werden wesentliche BIOS-Funktionen abgebildet. Oben rechts wiederum sind Informationen zum Prozessor-Takt ersichtlich. Kommende 7er-Mainboard-Serien sollen damit ausgerüstet sind.
Zu den zahlreichen neuen Gigabyte-Mainboards für Sandy- und Ivy-Bridge-CPUs gehören erwartungsgemäß auch zwei Modelle aus der G1-Killer-Reihe - beide mit Z77-Chip. Diese wurden allerdings gegenüber älteren G1-Boards "entschärft". Der Hersteller verzichtet dieses Mal bewusst auf einen Kühler in Waffenform, obwohl Gigabyte diesen Trend selbst gestartet hat. Bei dem G1.Sniper 3 handelt es sich um ein ATX-Mainboard; mit dem ebenfalls neuen G1.Sniper M3 will Gigabyte hingegen erstmals ein Gaming-Board im Micro-ATX-Design anbieten. Beide verfügen über den neuen Soundcore-3D-Chip von Creative. Beim G1.Sniper M3 kommt ein LAN-Chip von Intel zum Einsatz, das größere G1.Sniper 3 hat zusätzlich den Killer-Netzwerkchip von Bigfoot. Der Kühler in der Mitte des Sniper-3-Boards lässt zudem vermuten, dass hier ein NF200-Chip sitzt, der für zusätzliche PCI-Express-Lanes sorgen könnte.


Das BIOS ist gut und gern 35 Jahre alt.
Aber die 3D-Spielereien sind in der Tat unnötig.
Viele User wissen nicht mal, wo die einzelnen Chipsatzteile sich befinden, geschweige denn wo denn nun die Audiokarte "steckt".
UEFI ist nur dann nötig, wenn die Firmware mehr mit der restlichen Hardware machen soll. Also z.B. höhere Auflösungen und Farbtiefen, mehrere Kerne, mehr RAM,... für sich selbst nutzen soll. (wobei ich aber nicht behaupten kann, dass die bislang von mir gesehenen UEFI-basierten Boards da sonderlich von profitiert hätten)
Die Hardware hat damit in dem Sinne nichts zu tun. Das UEFI ist quasi eigenverantwortlich für die grafische Darstellung (deswegen "ruckelt" ja auch der schlecht programmierte erste Versuch von dem 3D Gedöns...). Die Grafikkarte oder CPU hat damit gar nichts zu tun.
Die Diskussion dass man UEFI braucht für sehr neue Hardware kommt daher, dass die eigentliche Struktur des BIOS 20 Jahre alt ist und beispielsweise nur mit Tricks und Mühen sehr große Festplatten erkennt oder sehr moderne Hardwarefunktionen "versteht". Das kann im UEFI alles neu angelegt werden und dann sind auch theoretische zukünftige Festplatten mit 50TB kein Problem die man mit einem BIOS nie zum laufen kriegen würde - mit der Performance des UEFI-Menüs selbst hat das aber nichts zu tun.
Und jetzt das ganze in 3D ^^ Finde ich persönlich eher als "Angeber" Feature bzw. "Protz-" Feature. So Sinnvoll wie ein "BIOS vom EEPROM löschen" Funktion für die totale "Sicherheit".
Was ich mich auch frage ... welche Hardware brauch den so ein 3D UEFI BIOS? Brauche ich dazu zwingend eine GTX 6XX/ 5XX o. Radeon 7XXX sonst ruckelt das BIOS bei nur 10FPS. Oder packt es eine OnBoard bzw. OnDie Grafik auch?