Mini-Transistor aus einem Atom der nächste Computer-Quantensprung? [nun mit deutschem Video]
Wissenschaftlern ist jetzt vermutlich der nächste Schritt zur kommenden Computer-Generation gelungen. Den australischen Forschern ist es gelungen, einen Transistor aus nur einem Atom herzustellen. Ein Video zeigt nun mehr Hintergründe.
(Lars Craemer, 21.02.2012)
Mini-Transistor aus einem Atom nächster Computer-Quantensprung? [Quelle: siehe Bildergalerie]
Update 21.02.2012: Mittlerweile wurde auch ein deutschsprachiges Video zum Thema Transistor-Miniaturisierung veröffentlicht. Darin stellt unter anderem der Wissenschaftler Martin Fuechsle das Konzept vor und belegt, dass man schon jetzt, acht Jahre vor "Plan", auf Einzelatomebene angekommen ist. Sie finden das Video am Ende des Artikels.
------ Originalartikel vom 21.02.2012: Die Fachzeitschrift "Nature Nanotechnology" berichtet in einem aktuellen Artikel von den Fortschritten australischer Forscher bei der Miniaturisierung von Transistoren. Laut dem Teamleiter Martin Fuechsle haben die Wissenschaftler einen funktionsfähigen Transistor von der Größe eines Atoms herstellen können. Transistoren sind elementare Bauteile von Computerchips und die Verkleinerung ermöglicht theoretisch noch effizientere und leistungsfähigere Rechenkerne. Aber auch für die Nanonechnologie könnten die Forschungsergebnisse ganz neue Einsatzzwecke ermöglichen.
Die Forscher haben nach eigenen Angaben mit Hilfe eines Rastertunnelmikroskops in ein Silizium-Kristall eine winzige Vertiefung geätzt und diesen mit Phosphoratomen aufgefüllt. Anschließend wurden bei der Methode alle Phosphoratome bis auf einen wieder entfernt. Eine chemische Reaktion sorgt darüber hinaus für die feste Verankerung des Phosphoratoms auf der Silizium-Oberfläche. Wie weit der kleinste Transistor der Welt jedoch noch von der Serienfertigung entfernt ist, zeigen die nötigen Betriebsumstände - der Transistor funktioniert nur in einem Kältebad aus flüssigem Helium.
Ein Quantencomputer mit nur wenigen 100 Bits würde alles in den Schatten stellen was es heute an Supercomputern gibt. Der Nobelpreis wäre so gut wie sicher. Darum sind die Wissenschaftler ja so scharf darauf einen zu bauen. Ein Q bit ist quasi ein superbit welches alles Lösungen zugleich enthält und zwar ohne zeitliche Verzögerung. Quanteneffekt können sehr verwirrend sein.
Abgesehen davon, dass bis auf weiteres Softwarekonzepte für die Verwendung von "allen Lösungen" fehlen, reden wir hier nicht von einem PC mit 100 QBits. Wir reden von einem Prozessor mit 100 Transistoren - und dass diese Quantenzustände verarbeiten können, wurde auch nicht gezeigt. Zum Vergleich: Der Intel 4004 (4-Bit) hatte 2300.
Ein Quantencomputer mit nur wenigen 100 Bits würde alles in den Schatten stellen was es heute an Supercomputern gibt. Der Nobelpreis wäre so gut wie sicher. Darum sind die Wissenschaftler ja so scharf darauf einen zu bauen. Ein Q bit ist quasi ein superbit welches alles Lösungen zugleich enthält und zwar ohne zeitliche Verzögerung. Quanteneffekt können sehr verwirrend sein.
Naja ein paar hundert bits scheinen noch nicht zu reichen, die haben wir scheinbar schon, Ich sag nur D-Wave One, ein 128 Qubit Quanten-Computer, auch wenn ich jetzt die Preise für das Teil nicht kenne. Ist aber "nur" 10m² groß, da kann man also durchaus nen Haufen von in einen keller stellen.
AW: Mini-Transistor aus einem Atom nächster Computer-Quantensprung?
Ein Quantencomputer mit nur wenigen 100 Bits würde alles in den Schatten stellen was es heute an Supercomputern gibt. Der Nobelpreis wäre so gut wie sicher. Darum sind die Wissenschaftler ja so scharf darauf einen zu bauen. Ein Q bit ist quasi ein superbit welches alles Lösungen zugleich enthält und zwar ohne zeitliche Verzögerung. Quanteneffekt können sehr verwirrend sein.
Moderator
21.02.2012 19:29
Abgesehen davon, dass bis auf weiteres Softwarekonzepte für die Verwendung von "allen Lösungen" fehlen, reden wir hier nicht von einem PC mit 100 QBits. Wir reden von einem Prozessor mit 100 Transistoren - und dass diese Quantenzustände verarbeiten können, wurde auch nicht gezeigt. Zum Vergleich: Der Intel 4004 (4-Bit) hatte 2300.
Freizeitschrauber
21.02.2012 14:33
Naja ein paar hundert bits scheinen noch nicht zu reichen, die haben wir scheinbar schon, Ich sag nur D-Wave One, ein 128 Qubit Quanten-Computer, auch wenn ich jetzt die Preise für das Teil nicht kenne. Ist aber "nur" 10m² groß, da kann man also durchaus nen Haufen von in einen keller stellen.
Schraubenverwechsler
21.02.2012 11:53
Ein Quantencomputer mit nur wenigen 100 Bits würde alles in den Schatten stellen was es heute an Supercomputern gibt. Der Nobelpreis wäre so gut wie sicher. Darum sind die Wissenschaftler ja so scharf darauf einen zu bauen. Ein Q bit ist quasi ein superbit welches alles Lösungen zugleich enthält und zwar ohne zeitliche Verzögerung. Quanteneffekt können sehr verwirrend sein.