Der Klimawandel ist ein strittiges Thema schon seit dem Tag, an dem man merkte, dass auch die Menschheit Einfluss auf das Klima nehmen kann und wird. Nun stellt sich der ehemalige Hamburger Umweltsenator Prof. Fritz Vahrenholt auf die Seite derjenigen, die die Ansichten über den Klimawandel für übertrieben halten. In seinem Buch "Die kalte Sonne – Warum die Klimakatastrophe nicht stattfindet" erläutert der promovierte Chemiker und heutige Vorsitzender der Geschäftsführung von RWE Innogy, dass man den Treibhauseffekt nicht überschätzen solle. RWE Innogy beschäftigt sich mit neuen Energien, darunter der Windkraft. Vahrenholt führt aus, dass er dem Vorstand mehrere Winter lang davon berichten müsste, dass diese sehr kalt und windarm waren. Zunächst habe er den CO2-Austoß im Verdacht gehabt, dann aber eine Studie über die Sonnenaktivität gelesen, die für die kalten Winter verantwortlich ist. Danach habe er festgestellt, dass die globalen Temperaturen seit zehn Jahren nicht mehr ansteigen. Daher treibe ihn als Vorsitzender der Geschäftsführung die Sorge um, dass die Menschen zur gleichen Erkenntnis bei erneuerbaren Energien kommen, wie es jüngst bei der Atomkraft war.
Erwartungsgemäß bläst Vahrenholt ein kalter Gegenwind der Kritik entgegen. Das Buch sei nur eines von vielen, die diese Erkenntnis hervorgebracht hätten und es liefere nicht ein einziges neues Argument. Zudem seien die meisten Aussagen des Buches widerlegt, heißt es von Prof. Jochem Marotzke, Direktor des Max-Planck-Instituts für Meteorologie in Hamburg und Sprecher des Deutschen Klima-Konsortiums. Zwar streitet keiner ab, dass sich das Klima seit einigen Jahren nicht erwärmt, aber Kritiker sehen derzeit eine sogenannte Plateau-Phase, in der die allgemein hohe Wärme in die Ozeane eindringt. Derzeit suche man nach Antworten, warum die Erde dieses Verhalten an den Tag lege. Bei den Warnungen des Weltklimarates IPCC räumt man aber Fehler ein. Man habe sich in der Kommunikation zu sehr auf die menschlichen Einflüsse eingeschossen und zu wenig klar gemacht, dass Temperaturveränderungen auch von verschiedenen Lebenszyklen der Sonne und der Erde abhängen. Doch auch wenn man dies nicht kommuniziert habe, so seien diese Berechnungen dennoch in den Modellen vorhanden, auch wenn das neue Buch etwas anderes behaupte. Marotzke glaubt nicht an den Einfluss der Sonne, da deren Schwankungen zu gering seien, um ernsthaft das Klima zu beeinträchtigen. Vahrenholt habe "viel gelesen und wenig verstanden", wenn der die IPCC-Berichte studiert habe, so Klimaforscher Marotzke.
Quelle:
SueddeutscheIn der Galerie: Schnee und Eis in Computerspielen
Schraubenverwechsler
13.02.2012 20:58
für fortgeschrittene Ozonfreunde Kommentar #30
Vahrenholt musste die Sonne bringen, mit seiner Kritik an Alarmismus und Weltkohlendioxidrat allein, dem besten Teil, hätte er keine Öffentlichkeit erreichen können.
Das Naturphänomen 'stetiger Anstieg der Temperaturen über zwei Jahrzehnte' der 80er und 90er wollte als Wirkung einer Ursache verstanden werden. So funktioniert unser Kopf halt. Die seinerzeit ebenfalls noch unerklärliche, ansteigende Mouna-Loa-CO2- Kurve und eine tiefempfundene Überzeugung, dass das doch irgendwelche Folgen habe müsse, wenn man Energieträger verfeuert, für deren Ablagerung die Natur Millionen Jahre gebraucht hat, gaben eine wunderbare Grundlage um mit der CO2-These diesen dringlichen Wunsch nach einer Ursache zu befriedigen.
Vahrenholt weiß das. Deshalb bietet er die Sonne an. Ansonsten bewegt er sich komplett(!) innerhalb der Lehre und sogar der Prognosen des IPCC. Er hat es richtig gemacht: Im öffentlichen Bewusstsein ist nun angekommen, dass die Erwärmung seit nun 14 Jahren 'maskiert' wird.
Von was auch immer. Ich habe keine Ahnung. Ist auch egal, die Temperaturentwicklung passt perfekt in das Auf und Ab unserer Warmzeit und diese wiederum genau zu den großen Eiszeitzyklen.
Flüssigstickstoff-Guru
13.02.2012 15:17
Ein "Ozon Loch" gibts praktisch immer. Genauso bildet sich Ozon ständig.
Solange es freien Sauerstoff in der Atmosphäre gibt und die Sonnenstrahlen genug Energie haben, wird es Ozon geben.
PC-Selbstbauer
12.02.2012 22:06
Ansonsten versucht man ja, die Vergrößerung der Ozonlöchern dadurch einzuschränken, indem man Gegenmaßnahmen ergreift (siehe Montreal-Protokoll von 1989 und sowie die dazugehörige Reduzierung oder Einstellung des Ausstoßes von FCKW usw.).
Bis das Ozonloch vollständig geschlossen sein wird, werden jedoch noch mehrere Jahrzehnte vergehen, da der Anteil des FCKWs usw. nur sehr langsam abnimmt. Daher kann es teilweise auch zu größeren Ausdehnungen oder Rekorden in der Antarktis oder Arktis kommen, was u.a. an Wetterextremen usw. liegt.