25 Jahre Final Fantasy - PC Games Hardware fasst die Geschehnisse für Sie zusammen. [Quelle: siehe Bildergalerie]
1987 nahm die Final Fantasy-Saga ihren Anfang: Der japanische Spieleentwickler Sqaure hielt sich lange mit kleinen B-Titeln für Famicom Disk System von Nintendo über Wasser und stand damals kurz vor dem Aus. Im selben Jahr veröffentlichte die Firma Enix das Rollenspiel Dragon Quest und inspirierte den damaligen Präsidenten von Square, Hironobu Sakaguchi, zu einem Rollenspiel, das auf dem neuen Rollenspiel basieren sollte. Als Projektnamen wählte man Fantasy und da das komplette Überleben der Firma von diesem Produkt abhing, gab man ihm noch den Zusatz "Final". Der Name für eine Episode, die bis heute 14 Teile umfasst, war geboren. Eine der wesentlichen Besonderheiten der FF-Reihe ist bis heute, dass alle Teile unabhängig von einander und mit völlig neuer Handlung erzählt werden. Kein Teil spielt in der selben Welt und Charaktere und Protagonisten sind in jedem Teil neue Personen. Es sind einzelne Elemente, die in jedem Spiel auftauchen und damit das Grundgerüst für Final Fantasy liefern. So finden Sie in fast jedem Teil die berühmten Chocobo-Vögel und kleinen Mogrys. In fast jedem Teil gibt es Charaktere, die Cid, Biggs oder Wedge heißen. Um den mystischen und teilweise naturverbundenen Charakter der Spiele zu unterstreichen, werden die Protagonisten häufig mit passenden Namen wie Cloud (Wolke), Squall (Windböe) oder Lightning (Blitz) benannt. Ähnliche Übereinstimmungen finden wir bei den Beschwörungswesen (häufig Bestia genannt), die ebenfalls ein prägendes Element für Final Fantasy geworden sind. Unzählige Details wie die diese unterstreichen, mit welchem Blick für Details FF-Episoden geschrieben werden und selbst erfahrene Rollenspieler brauchen häufig Wochen, um alle Elemente im Spiel wieder zu entdecken.
In einem kleinen Exkurs zeigen wir Ihnen die hübschesten Charaktere aus 25 Jahren Final Fantasy und erinnern an die Protagonisten aller Episoden.
Final Fantasy (1987)Der erste Teil der Reihe erreichte Europa nie als eigenständiges Produkt. Er wurde erst im Rahmen des "Final Fantasy Origins"-Bundles zusammen mit Final Fantasy II für die Playstation veröffentlicht. In Japan verkaufte sich der erste Teil jedoch über 400.000 Mal und wurde für den Famicom und in den Staaten für den NES produziert. Originalversionen für diese Plattformen befinden sich heute fast ausschließlich im Sammlerbesitz. Neuauflagen wurde später für den Game Boy Advance, PSP und das iPhone auf den Markt gebracht. Sowohl inhaltlich als auch spielerisch hatte der erste Teil aber nur wenig mit der heute bekannten "Final Fantasy"-Tradition zu tun: Die Protagonisten sind namenlose Charaktere und es fehlen noch typische Elemente wie Chocobos, Moogles oder das "Active Time Bar"-Kampfsystem (ATB).
Final Fantasy II (1988)Der zweite Teil der Serie verkaufte sich seinerzeit überragende 800.000 Mal in Japan und unterstrich das Potenzial des FF-Franchises. Die Story war insgesamt etwas kürzer als im ersten Teil. Dafür wurden typische Elemente eingeführt, die bis heute prägend mit Final Fantasy verknüpft sind: Protagonisten mit Namen und eigener Handlung, Chocobos und ein komplexeres Fertigkeitensystem für Charaktere wurden mit dem zweiten Teil erstmals implementiert. 2010 erschien der Teil zusammen mit der ersten Episode als Remake für Game Boy Advance, iPhone und PSP.
Final Fantasy III (1990)Abgesehen von einem Remake für den Nintendo DS hat der dritte Teil nie den japanischen Raum verlassen. Inhaltlicher wurden allerdings wichtige Elemente in das Final Fantasy-Universum eingeführt: So treffen Spieler erstmals auf die Bestias und die bis heute beliebten Moogles. In den USA erschien das Spiel unter dem Namen FF VI, was auch heute noch für erhebliche Verwirrung sorgt.
Final Fantasy IV (1991)Verwirrung pur: 1991 erschien der vierte Teil der Serie in Japan für den Super Nintendo. Ende des selben Jahres wurde in den Staaten eine inhaltliche abgespeckte "Easytype"-Version unter dem Namen Final Fantasy II veröffentlicht. Das Remake für die Playstation im Rahmen des Final Fantasy Anthology umfasst aber auch in Europa wieder die japanische Originalfassung in englischer Sprache.
Final Fantasy V (1992)Der fünfte Teil erschien anfangs wieder nur in Japan und war in den Staaten als Final Fantasy-Extreme geplant, ist allerdings nie erschienen. Erst später wurde die fünfte Episode im Rahmen der Final Fantasy Anthology für die Playstation veröffentlicht. 2006 erschien dann erst in Japan und später auch in Europa und in den Staaten ein Remake für den Game Boy Advance.
Final Fantasy VI (1994)Das Chaos bei den Namen wird nicht besser. Der sechste Teil erschien in Japan für den SNES und wurde in den USA unter dem Namen Final Fantasy III verkauft. Das Remake für den Game Boy Advance erschien im November 2006 und verkaufte sich allein in Japan in der ersten Woche 137.810 mal. Auch in Europa und in den USA sind Remake-Versionen erschienen.
Final Fantasy VII (1997)Der bis heute erfolgreichste Teil der Serie nutzte seinerzeit das enorme Leistungspotenzial der Playstation, um völlig neue Spielelemente zu implementieren: Freie begehbare Welt, 3D-Kamera, ein epischer Soundtrack und selten erreichte über 100 Stunden Spielzeit machten den siebten Teil zu einem der besten Spiele der Videospielgeschichte. Wie in keinem Spiel zuvor findet man jedes kleinste Handlungselement (Bestias, Namen etc.), die Final Fantasy-Spiele so besonders und unverkennbar machen. Bis heute verkaufte sich das Spiel über 10 Millionen Mal und es erschien als einer von zwei Singleplayer-Teilen sogar in einer PC-Version. Bis heute ist es damit das erfolgreichste Final Fantasy-Abenteuer überhaupt. Die Handlung diente später noch für drei weitere Videospiel-Ableger, wovon einer sogar ein RPG-Shooter ist.
Final Fantasy VIII (1999)Mit dem achten Teil machte man vieles aus dem siebten Teil anders und schockierte damit einige eingefleischte Fans. Der Comic-Look wich einer futuristischen Interpretation des Spiels mit jugendlichen Charakteren. Das veränderte Kampfsystem und die deutlich verbesserte Grafik erwärmte zusammen mit den vielen Romanzen jedoch die Herzen der Fans. Insgesamt waren die Fußstapfen des erfolgreichen siebten Teil jedoch zu groß und man konnte an den Erfolg nicht ganz anknüpfen.
Final Fantasy IX (2000)Mit dem neunten Teil verabschiedet sich die Reihe von der ersten Playstation-Generation und kann damit optisch nicht durch große Neuerungen punkten. Die Story basiert nach sieben und acht nicht auf einem Science Fiction-Setting, sondern geht eher den Weg der Vorgänger mit vielen Fantasy-Elementen. Echte Neuerungen im Kampfsystem oder in der Handlung fehlen jedoch, wodurch der neunte Teil als "nicht schlecht" aber farb- und ideenlos in Erinnerung bleibt.
Final Fantasy X (2001)Mit dem Wechsel der Konsolengeneration kehrt viel frischer Wind in die Serie ein und unter Fans ist der zehnte Teil der Reihe nach sieben meistens der beliebteste. Erstmals sind die Charaktere vertont. In Deutschland heißt das bis heute englische Sprache mit deutschem Untertitel. Der Soundtrack selbst macht einen großen Schritt in Richtung japanischer Pop-Kultur. In der Handlung wurden viele Aspekte der Vorgänger aufgegriffen und weiterentwickelt. Neue Minispiele sorgen für viel "Arbeit" abseits der Haupthandlung und die Grafik sieht dank neuer Hardware natürlich um Welten besser aus als vorher. Vom Setting wird es eher tropisch oder karibisch und angestaubte Klischees wie Burgen oder Science Fiction-Raumschiffe wurden komplett weggelassen. Mit dem Sphäro-Brett feiert zudem ein bisher einmaliges Erfahrungssystem Premiere. Mit X-2 erschien noch ein zweiter Teil des Spiels, der die Handlung rund um die Hauptcharaktere weitererzählt.
Final Fantasy XI (2002)Der erste MMO-Ableger der Serie. Für die Playstation 2-Fassung benötigen Sie die Konsole mit 40 GByte Festplattenspeicher. Da diese in Europa nie erschienen ist, können Sie hierzulande nur die PC-Version spielen. Sie teilen sich dabei aber die Server mit den asiatischen Konsolenspielen.
Final Fantasy XII (2006)Mit dem zwölften Teil erhält das Echtzeit-Kampfsystem Einzug ins Spiel. Während Gegner bisher in abgetrennten Kampfsituationen bekämpft wurden, laufen Feinde jetzt aktiv über die Karte und werden direkt angegangen. Das System hält sich bis zum aktuellen Teil XIII-2. Das Spiel wird so deutlich schneller und actiongeladener.
Final Fantasy XIII (2009)Der dreizehnte Teil befand sich seit 2005 in der Produktion und verfügte somit über eine vergleichsweise lange Entwicklungsphase. Abgesehen von der Rückkehr der ATB halten sich die Neuerungen in Grenzen. Optisch zeigen sich deutlicher als je zuvor die Eigenheiten von japanischem Spieldesign ab, was die Spielergemeinde geschmacklich in zwei Lager teilt. Mit XIII-2 erschien Ende 2011 der aktuelle Teil der Singleplayer-Reihe von Final Fantasy.
Final Fantasy XIV (2010)Das zweite MMORPG der Final Fantasy-Reihe. Bis heute gibt es nur eine PC-Version des Spiels. Ein Ableger für die PS3 war für 2011 geplant und wurde auf unbestimmte Zeit verschoben.
Final Fantasy XV (Unbekannt)Erste
Gerüchte sprechen von einer möglichen Ankündigung des Spiels im Rahmen einer 25 Jahre Jubiläumsfeier auf der diesjährigen E3 in Las Vegas. Besonders interessant ist die Randnotiz, dass der nächste Teil neben den HD-Konsolen auch erstmals nach Final Fantasy VIII für den PC erscheinen könnte. In diesem Fall wäre es spannend, wie japanische Spieleschmieden das Potenzial aktueller PC-Systeme nutzen können oder ob sie es sich überhaupt wagen, den PC mit erkennbaren Vorteilen gegenüber dem Konsolen auszustatten.
Haben Sie einen der bisherigen Final Fantasy-Teile gespielt? Würden Sie eine PC-Version des neuen Teils kaufen oder würden Sie das japanische Rollenspiel weiter auf der Konsole spielen? Nutzen Sie die Kommentarfunktion.
Reklame: Final Fantasy XIII-2
jetzt bei Amazon bestellen.
Diablo-3-Booklet plus PC kostenlos schneller – dank OC und anderer Tuning-Maßnahmen sind fast 30 Prozent mehr Leistung drin. PCGH zeigt, wie es geht! Oder doch neue Hardware? Im Heft finden Sie einen Test von Herstellerkarten mit den Chips Geforce GTX 680 und Radeon HD 7970. Zudem prüfen wir Intels neue Ivy-Bridge-CPUs, Z77-Mainboards, Gehäuse, Mäuse, Festplatten und Notebooks. Weitere Themen sind USB 3.0 und SSD-Caching. Die DVD bietet 150 Spiele, PCGH-Testdatenbank und ein GTX-680-Special.
BIOS-Overclocker
13.02.2012 10:31
FF VII der beste Teil, VIII war auch super, X und X-2 haben mich nich so gefesselt seit dem hab ich es nicht mehr gespielt.
PCGH-Community-Veteran
12.02.2012 10:43
Nun, bei der Kritik an FF XIII wird stark übertrieben.
Das was Fans sauer aufstösst sind das deutlich entschlackte Spielsystem, das mit vielen Serienkonventionen einfach bricht, allen voran das Kampfsystem (das, würde es nur etwas schnelleres Denken/Schalten erfordern imo gar nicht mal schlecht ist), der doch arg abgespeckte RPG (Skill/Item)-Teil, sowie das Wegfallen liebgewordener Nervereien wie den aus dem Nichts kommenden Zufallskämpfen (was top war an XIII imo, man sieht die Monster mit denen man net kämpfen will und kann diese umgehen). Und ja, die erste Hälfte bis zwei Drittel von XIII sind so linear wie eine Achterbahn, und die Story trieft vor anime-stereotypischen Klischees, dafür überzeugt die Inszenierung und es gibt ein paar nette Wendungen.
PC-Selbstbauer
12.02.2012 07:10
Oberschmankerl ist "Lightning"
habe und werde das zwar alls nie anlangen, aber die Frauen lohnen doch einen Blick - ab und zu